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Marriage: Children:
  1. Henry II The Conqueror De Brabant: Birth: 1187 in Brabant, Louvain, France. Death: 1 Feb 1248 in Louvain, Brabant, Belgium

  2. Marie Brabant: Birth: 1190. Death: Jun 1260

  3. Mary Of Brabant: Birth: 1191. Death: Abt 9 Mar 1260

  4. Margerate (1192-1231) Brabant: Birth: 1192. Death: 1231

  5. Adelaide Alix Brabant: Birth: 1194 in Brabant (Duchy Of Brabant). Death: 1261 in Belgium

  6. Mathilde (Countess Of Holland) Of Brabant: Birth: 1200 in Hertogenbosch, Noord-Brabant, Netherlands. Death: 21 Dec 1267 in Reusel-DE Mierden, Noord-Brabant, Netherlands

  7. Godfried Herr Von Gaesbeek: Birth: 1209. Death: 21 Jan 1253

  8. Henry : Death: 1248

  9. Margaret : Death: 1234

  10. Elisabeth Of Brabant: Death: 23 Oct 1272

  11. Margarethe Of Brabant: Death: 21 Sep 1231

  12. Aleidis Of Brabant: Death: Bef 1267


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Marriage: Children:
  1. Elisabeth Van Brabant: Birth: Abt 1215. Death: 23 Oct 1272


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Marriage:
Sources
1. Title:   Online Resource
Page:   http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_I,_Duke_of_Brabant
2. Title:   Online Resource
Page:   http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_I,_Duke_of_Brabant
3. Title:   Public Member Trees
Page:   Database online.
Author:   Ancestry.com
Publication:   Name: Ancestry.com Operations Inc; Location: Provo, UT, USA; Date: 2006;
4. Title:   Online Resource
Page:   http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_I,_Duke_of_Brabant

Notes
a. Note:   AKA Hendrik Leuven Duke of Brabant and Lothier Duke of Brabant and Lower Lorraine "The Courageous" Profession : Duc de Lothier & de Brabant. Mittelalter DE.dir\heinrich_1_der_streitbare_herzog_von_brabant_+_1235.html Heinrich I. der Streitbare Herzog von Brabant (1190-1235) ------------------------------- 1165-5.9.1235 K�oln �Altester Sohn des Herzogs Gottfried III. von Brabant <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> aus seiner 1. Ehe mit der Margarete von Limburg, Tochter von Herzogs Heinrich II. Lexikon des Mittelalters: Band IV Seite 2066 ******************** Heinrich I., Herzog von Brabant --------------- * 1165, + 5. September 1235�Altester Sohn von Herzog Gottfried III. von Brabant und Margaretha, Tochter Graf Heinrichs II. von Limburg 1179 1. oo Mathilde, Tochter des Grafen Matthias von Boulogne - 1210/11 1213 2. oo Maria, Tochter K�onig Philipps II. August -Nach Mitregentschaft (1183) folgteHeinrich1190 dem Vater nach. Als einer der m�achtigsten Reichsf�ursten strebte er nach Wiederherstellung der alten niederlothringischen Herzogsw�urde, doch durchkreuzte Graf Balduin V. von Hennegau seine Pl�ane (Hoftag von Schw�abisch Hall, 1190). Heinrichs Politik war durch h�aufige Frontwechsel im staufisch-welfischen Konflikt gepr�agt. Er setzte die Wahl seines Bruders Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>zum Bischof von L�uttich durch. Als Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>1192 ermordet wurde und der Verdacht auf HEINRICH VI. fiel, betrieb eine F�urstenopposition die Absetzung des Kaisers und die Inthronisation Heinrichs. Dieser, der 1197 auf dem 3. Kreuzzug eine gewichtige Rolle als Oberbefehlshaber spielte, erlitt in sp�ateren Jahren R�uckschl�age (1213 Niederlage bei Steppes gegen den Bischof von L�uttich, 1214 bei Bouvines als Verb�undeter OTTOS IV.). Geldknappheit infolge seiner aufwendigen Politik erkl�art wohl den ruhigen Verlauf der letzten Regierungszeit Heinrichs.------------------------------------------------------------ ---------------------------------------------------------------------- --------------------------------- Brandenburg Erich: Tafel 26 Seite 53 **************** "Die Nachkommen Karls des Gro�en" XIV 596 a. Heinrich I., Herzog von Brabant 1190 ----------------- * ca. 1158, + 1235 5. IX..Gemahlinnen: a) vor 1179 Mathilde, Tochter des Mattheus von Elsa�, Graf von Boulogne (siehe XIV 108) + 1210 oder 1211b) 1213 22. IV. Marie, Tochter des K�onigs Philipp II. von Frankreich + 1223 oder 1224 5. VIII. Anmerkungen: Seite 154 ------------------------------ XIV. 596.-599 Knetsch 21f. �Uber Gottfried (589); Cokayne 8, 178f.----------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------- ---------------------------- Thiele Andreas: ************* "Erz�ahlende genealogische Stammtafeln"Heinrich I. folgte 1183 dem abdankenden Vater. Er war der typische Vertreter eines intrigenreichen, r�ucksichtslosen, politischen Opportunismus, machte den 3. Kreuzzug mit und war 1192-1194 f�uhrend an der Reichsrebellion gegen Kaiser HEINRICH VI. beteiligt, der wohl Heinrichs bisch�oflichen Bruder ermorden lie�. Er st�utzte sich auf England und die WELFEN, war 1196-1198 der F�uhrer eines Kreuzzugs-Heeres nach Pal�astina und verhinderte 1199 die Kr�onung PHILIPPS von Schwaben in Aachen, unterwarf sich ihm aber 1204. Nach dessen Ermordung war er zeitweise franz�osischer Kandidat f�ur den deutschen Thron, blieb bis 1213 franz�osischer Verb�undeter, ging zu OTTO IV. �uber, k�ampfte 1214 bei Bouvines mit und unterwarf sich anschlie�end Kaiser FRIEDRICH II. Er bekam Maastricht als Reichslehen, war 1212/13 wegen heftiger Fehden mit dem Bischof von L�uttich gebannt und verlor 1213 �uberraschend die Schlacht bei Steppes. Er zog 1217/18 mit gegen �Agypten und nahm an der Schlacht bei Damiette teil. Er stritt st�andig mit den Nachbarn Hennegau, Holland und Limburg wegen des Einflusses im Bistum L�uttich, mit Holland wegen Lehensfragen. Er unterst�utzte in Holland Graf Wilhelm I., erzwang die Hoheit �uber S-Holland, stand auch gegen Flandern und f�orderte da 1225/26 den "Falschen Balduin". Er wurde 1222 Mitregent in Holland, war zeitweise Lehensherr �uber Namur und sicherte sich mit seiner Heiratspolitik nach allen Seiten ab. Trotz seiner weitverzweigten verwandtschaftlichen Beziehungen galt er als der wankelm�utigste und treuloseste Herrscher seiner Zeit. M�uhlberger Josef: Seite 86-91 ************** "Lebenswege und Schicksale staufischer Frauen"Maria <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html>, die wohl zweite Tochter K�onig PHILIPPS von Schwaben und der Irene von Byzanz, wurde zwischen 1199 und 1206 geboren. Sie wurde schon als Kind mit Heinrich II. von Brabant <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>verlobt, die Verm�ahlung erfolgte 1215. 1235 ist sie gestorben. �Uber ihr Leben besitzen wir nur wenige direkte Nachrichten, aber manches l�asst sich aus den Quellen �uber ihren Schwiegervater, den Herzog Heinrich I. von Brabant (1190-1235), und seinen Sohn, Marias <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html> Gemahl, Heinrich II. von Brabant (1207-1248) <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>, erschlie�en.In dem skrupellosen, wechselvollen Spiel ihres Schwiegervaters und seines Sohnes, auch ihrer Schw�agerin zwischen STAUFERN und WELFEN, muss die Ehe der staufischen Maria <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html> sehr ungl�ucklich gewesen sein. Die dunklen F�aden um ihr Leben verwirren sich unheilvoll, sie sind schier �uberschaubar - der Leser muss sich die M�uhe nehmen, den sich st�andig ver�andernden Mustern zu folgen.Heinrich I., der Schwiegervater der staufischen Maria <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html>, der in zweiter Ehe mit Maria <maria_von_frankreich_herzogin_von_brabant_+_1223.html>, der Tochter K�onig Philipps II. August von Frankreich, verm�ahlt war, erlangte durch die strategisch wichtige Lage seines Herzogtums und weit verzweigten verwandtschaftlichen Beziehungen zu den herrschenden H�ausern einen bedeutenden Einfluss auf das politische Geschehen. Er galt in seiner Zeit, in welcher politische Gesinnung oft nach dem Vorteil ge�andert wurde, als der wankelm�utigste und treuloseste Herrscher, auch seinen staufischen Verwandten gegen�uber. Als der franz�osische K�onig Philipp II. August, der Schwiegervater Heinrichs I. von Brabant, 1214 die entscheidende Schlacht bei Bouvines gegen England und den WELFEN OTTO IV. gewonnen hatte, schickte Heinrich I., der sich wieder einmal fragw�urdig verhalten hatte, dem franz�osischen K�onig einen Gl�uckwunschbrief, den dieser mit 2 versiegelten Schreiben beantwortete; das erste war ganz leer, auf dem zweiten stand: "Sicut prior schedulka scriptura fuit vacua, ita est dux fide vacuus et iustitia" (So leer wie das 1. Blatt an Schrift, so leer ist der Herzog an Treue und Gerechtigkeit).In einem solchen Ansehen stand der Schwiegervater Marias von Hohenstaufen <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html>, und auch Marias <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html> Gatte Heinrich II. <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>war dieses Vaters w�urdiger Nachfolger. Von den STAUFERN bevorzugt und bei wichtigen Anl�assen herangezogen, vergalten Vater und Sohn ihnen dies durch Abfall, Untreue, ja Gegnerschaft, was dem Leben Marias von Hohenstaufen <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html> getr�ubt und verbittert haben mag.Schon seit den Tagen HEINRICHS VI., der den schwankenden Herzog Heinrich I. hart anzufassen gen�otigt war, war das Verh�altnis der BRABANTER zu den STAUFERN ungut. 1198 stellte sich Heinrich I. von Brabant gegen die Wahl PHILIPPS von Schwaben und verband sich mit dem Gegenk�onig, dem welfischen OTTO IV. von Braunschweig; der BRABANTER erwog eine Verlobung seiner Tochter Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html> mit dem WELFEN OTTO, auf die OTTO aber nicht einging. Als der Erfolg sich PHILIPP zuneigte, trat Heinrich I. von Brabant an dessen Seite. Damals wurde mit PHILIPP die Verlobung jener brabantischen Herzogstochter Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html>mit dem 5 Jahre alten, in Palermo lebenden Neffen PHILIPPS, RIEDRICH, in Erw�agung gezogen, kam aber nicht zustande. Sp�ater sollte sie den WELFEN OTTO IV. ehelichen. Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html>stammte aus der 1. Ehe Heinrichs I. von Brabantmit Mathilde <mathilde_von_boulogne_herzogin.html von_brabant.html>, der Tochter des Matth�aus von Elsa�, Grafen von Boulogne.1206, im Krieg zwischen K�onig PHILIPP von Schwaben und OTTO IV., verhalf Herzog Heinrich I. dem K�onig PHILIPP zum Sieg, indem er durch eine vorget�auschte Flucht OTTOS Heer in die morastige Gegend nach Wasserburg bei Aachen gelockt hatte. Am Osterfest 1207, das PHILIPP als Sieger �uber den Gegenk�onig OTTO IV. in K�oln feierte, nahm auch Heinrich I.teil; damals wurde die auf dem Hoftag von Gelnhausen am 9. Februar 1207 verabredete Verlobung der Tochter PHILIPPS, Maria <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html>, die noch ein Kind war, mit dem eben erstgeborenen Sohn Heinrichs I. Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>, vertraglich festgelegt. Unter Berufung auf seine staufische Verwandtschaft trat der sich �ubersch�atzende Herzog Heinrich I. nach der Ermordung PHILIPPS von Schwaben als Mitbewerber um die deutsche Krone gegen OTTO IV. auf, konnte sich aber gegen diesen nicht durchsetzen.Nach dem Eintreffen des 18-j�ahrigen FRIEDRICH II. aus Sizilien in Deutschland und dessen ersten Erfolgen, leistete Heinrich I. diesem Gefolgschaft. Heinrich war an Kaiser FRIEDRICHS Reichstag am 2. M�arz 1212 in Frankfurt zugegen, auch als Kaiser FRIEDRICH II. im folgenden Jahr das Weihnachtsfest in Speyer feierte. Damals wurde der aus Bamberg �ubergef�uhrte Leichnam K�onig PHILIPPS in der Kaisergruft beigesetzt, wozu Heinrich I. im Namen seiner Schwiegertochter die Einwilligung gab.Schon im folgenden Jahr verhielt sich Herzog Heinrich I. wieder zweideutig, indem er von Kaiser FRIEDRICH II. wieder zu OTTO IV. �uberwechselte. OTTO war bis 1212 in kurzer Ehe von wenigen Tagen mit Beatrix der �Alteren, einer Tochter K�onig PHILIPPS von Schwaben verm�ahlt gewesen. Am 19. Mai 1214 verlobte sich OTTO in Maastricht mit Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html>, der Tochter Heinrichs I., und feierte bald darauf in Aachen die Hochzeit.Herzog Heinrich I. unterst�utzte seinen Schwiegersohn OTTO, der bei Bouvines geschlagen worden war und gebrochen und hilflos nach K�oln kam. Hier machte OTTOS z�ugellose Gemahlin, eben die brabantische Maria, so gro�e Spielschulden, dass OTTO unter dem Vorwand, er gehe auf die Jagd, aus der Stadt ritt und seine in K�oln verhasst gewordene Gemahlin ihm heimlich in Pilgertracht nach Braunschweig folgte. Diese brabantische Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html> mag den letzten Lebensjahren des gebrochenen und verzweifelten WELFENOTTO IV. wenig Gl�uck gebracht haben.Auf seinem Kriegszug im August 1214 �uberschritt Kaiser FRIEDRICH II. die Maas und gelangte bis Hamal bei Tongern. Nun sollte auch der Schlag gegen den ungetreuen Heinrich I. gef�uhrt werden. Bald hatte diese seine staufische, dann wieder sein welfische Verwandtschaft ausgespielt, um bald diesen, bald jenen gegen den anderen zu verraten. Von Kaiser FRIEDRICH II. bedr�angt, kam es ihm nicht darauf an, im Handumdrehen OTTO IV. zu verlassen, zu Kaiser FRIEDRICH II. �uberzulaufen und Treue zu geloben. Dem Treulosen widerfuhr im Lager FRIEDRICHS II. zu Wurselen bei K�oln Gnade. F�ur seine Unterwerfung erhielt Heinrich I. Maastricht zu Lehen. FRIEDRICH wollte seinen Verwandten schonen; vielleicht tat er es auch aus der Erfahrung, dass die Treue des BRABANTERS k�auflich war.Hier tritt der noch junge Verlobte der staufischen Maria <maria_von_schwaben_herzogin_von_brabant_+_1235.html>, der 7-j�ahrige Heinrich II. <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>, in Erscheinung. Kaiser FRIEDRICH II. mochte dem Treuegel�obnis Heinrichs I. nicht recht getraut haben, dieser musste seinen Sohn als Geisel stellen. So befand sich Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>, vielleicht auch seine Verlobte, im Gefolge des staufischen Kaisers, der ruhmvoll in Aachen einzog und dort am 25. Juli 1215 noch einmal feierlich gekr�ont wurde. Er erlebte auch die Umbettung der Gebeine KARLS DES GROSSEN in den prachtvollen Silberschrein, den FRIEDRICH I. BARBAROSSA gestiftet hatte und auf dem Kaiser FRIEDRICH II., der den Schrein verschloss und zunagelte, selbst als J�ungling abgebildet ist. Mohr Walter: Band II Seite 98-112,113-156 *********** "Geschichte des Herzogtums Lothringen"Nach anf�anglichem gro�angelegtem fl�amisch-franz�osischen Zusammenwirken entwickelte sich jetzt ein Gegensatz zwischen dem neuen franz�osischen K�onig Philipp August und dem Grafen Philipp von Flandern. Der Graf begann eine gro�angelegte Opposition gegen den K�onig aufzubauen, in die er auch Herzog Gottfrieds <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> Sohn Heinrich einbezog. Der junge Heinrich hat an dem folgenden Kriege teilgenommen, der sich an innerfranz�osischen Problemen entz�undete. Die K�ampfe waren nur von verh�altnism�a�ig kurzer Dauer, Friede wurde aber erst im April 1182 zu La Grange Saint-Arnoul in der Hauptsache unter englischer Vermittlung geschlossen. Graf Philipp hat indes seine Haltung gegen�uber dem franz�osischen K�onig nicht aufgegeben. Er spekulierte mit einer Unterst�utzung des Kaisers. So nahm er um Reichstag im Mai 1182 teil, zu dem auch Herzog Gottfried <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html>erschien. Allerdings l�asst sich nicht ersehen, ob auf diesem Tage etwa n�ahere Verbindungen zwischen Flandern und Nieder-Lothringen bestanden. Im �ubrigen kam es nur zu allgemein gehaltenen Absprachen zwischen dem Grafen und dem Kaiser.In dieser gespannten Lage war es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen gekommen. Auf einem Turnierspiel im Jahre 1182 stahlen die Leute des jungen Heinrich von Brabant den Hennegauern die R�ustungen. Auf das Ersuchen des Grafen Balduin um R�uckerstattung wurde nur die H�alfte ausgeliefert, die andere H�alfte sollte erst nach einer bestimmten Zeit folgen. Daran hielt man sich indes im niederlothringischen Lager nicht, sondern �uberfiel eine kleinere Befestigungsanlage westlich von Halle, die der Graf vom Hennegau im Brabanter Gebiet besa�, und besetzte sie mit Leuten des Herzogs. Darauf zahlte der Graf mit gleicher M�unze wieder, er besetzte das dem Herzog geh�orende Tubize im Raum von Halle und versah den Ort sofort mit neuen Befestigungen.Als er aber auch in dem in der N�ahe gelegenen Lembeek eine Burg errichten wollte, wehrten sich Herzog Gottfried <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> und sein Sohn dagegen. Lehensherr von Lembeek war an sich der Graf vom Hennegau, andererseits hatte aber auch das Kloster Nivelles dort einige Besitzungen, und diese Belange standen unter dem Schutz des Herzogs und seines Sohnes als V�ogten des Klosters. Sie sammelten sofort einige Streitkr�afte. Auf der andern Seite fand Graf Balduin die Unterst�utzung des Grafen von Flandern. Dieser kalkulierte allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem Zusammengehen mit Nieder-Lothringen. Als daher die beiden Heere sich Ende November 1182 gegen�uberstanden, fanden Gottfried <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> und sein Sohn einige Unterst�utzung auch beim Grafen von Flandern, der den Hennegauer dazu bestimmte, einen Waffenstillstand bis zum 13. Januar 1183 einzugehen. In der Zwischenzeit erfolgten neue Zur�ustungen des Grafen vom Hennegau. Bei Lembeek stie� auch der Graf von Flandern wieder zu ihm. Auf der andern Seite griff der Erzbischof von K�oln zugunsten Herzog Gottfrieds <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> ein. Er r�uckte bis Nivelles vor und bewog die Streitenden zum Abschluss eines neuen Waffenstillstandes. Gleichzeitig schlichtete er einen Streit, der um die Erbschaftsaufteilung der Grafschaft Duras aufgetaucht war. Graf Aegidius von Duras, Clermont und Rochefort, der am Aussatz erkrankt war, hatte im Jahre 1175 abgedankt, seine Besitzungen unter seine Br�uder Kuno und Peter aufgeteilt und sich selbst nur den Besitz von Jodoigne reserviert. Diese Regelung war vom Grafen Philipp von Flandern, der �ubrigens mit dem Hause DURAS verwandt war, und von Herzog Gottfried hingenommnen worden. Aber nach einigen Jahren, wahrscheinlich 1182, �anderte sich ihre Haltung. Mit Einverst�andnis des Grafen von Flandern bem�achtigte sich der junge Heinrich von Brabant der Stadt Jodoigne. Hier hat also nun der Erzbischof von K�oln ebenfalls eingegriffen: dem Grafen von Duras wurde sein Eigentum zur�uckgegeben.Man hat den Grafen vom Hennegau zum Abschluss dieses Waffenstillstandes offensichtlich - wie es auch Gislebert von Mons sagt - durch den Hinweis auf die Verpflichtung Herzog Gottfrieds <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> zur Wallfahrt nach Jerusalem gebracht. Gegen seine weitere Widerspenstigkeit, durch die Gottfrieds <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> Auszug gef�ahrdet wurde, trat dann der Graf von Flandern energisch auf, indem er ihm bedeutete, er werde sich auf die Seite des Herzogs stellen, falls er weiterhin die Befestigung von Lembeck betreiben werde. Balduin sah sich darauf zum Nachgeben gen�otigt und verl�angerte den Waffenstillstand bis zur R�uckkehr Gottfrieds <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html>. Dieser ist dann tats�achlich zur Wallfahrt aufgebrochen. Die Regierung des Herzogtums �ubernahm in dieser Zeit sein Sohn Heinrich. Wahrscheinlich wurde er damals der Regierung seines Vaters assoziiert. Er ist �ubrigens sehr aktiv aufgetreten, er zerst�orte die Burgen von Jauche und Duras und eine dritte, nicht n�aher zu identifizierende, und wandte sich auch gegen St. Truiden.K�onig HEINRICH fasste au�erdem den Entschluss, selbst eine Regelung der Angelegenheiten in den Niederlanden durchzuf�uhren, und sagte deshalb f�ur den 13. Januar 1189 in L�uttich einen Hoftag an, zu dem der Graf von Namur geladen wurde. Zusammen mit dem Grafen Balduin begab sich der K�onig dorthin. Neben dem Grafen von Namur erschien auch der junge Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen. Des K�onigs Bem�uhungen um einen Ausgleich zwischen den Grafen von Hennegau und Namur blieben indes erfolglos. Von vorneherein besser scheinen dagegen die Aussichten f�ur eine Einigung mit dem jungen Heinrichgestanden zu haben. W�ahrend der K�onig dem Grafen von Namur die Abreise gestattete, nahm er Heinrichund Balduin mit sich nach Maastricht und anschlie�end nach Kaiserswerth. Hier kam es schlie�lich zu einem Abkommen, Heinrich gab die Gebiete, die er als Pfand vom Grafen von Namur erhalten hatte, gegen eine geringere Summe an Balduin, der ihm daf�ur noch zwei Ortschaften abtrat. Balduin versprach ihm au�erdem Unterst�utzung gegen alle, au�er gegen den Kaiser, den Bischof von L�uttich und den Grafen von Flandern. Das Ganze wurde durch K�onig HEINRICH bekr�aftigt. Da die Abmachungen durchaus g�unstig f�ur den Grafen vom Hennegau ausgefallen waren, war wohl der junge Heinrich nur einem Druck des K�onigs gewichen. Er beriet sich in der Folge dar�uber mit dem Grafen von Flandern und weigerte sich, die getroffenen Abmachungen durchzuf�uhren und zu einem mit Balduin vorgesehenen Treffen zu deren Bekr�aftigung zu erscheinen. Allerdings musste dieser das hinnehmen, denn er stand unter der fortw�ahrenden Drohung einer neuen Aktion des Grafen von der Champagne. Es blieb ihm nichts anderes �ubrig, als mit Nieder-Lothringen und Namur Waffenstillstand zu schlie�en, obwohl sich daraus f�ur ihn keine zufriedenstellenden Verh�altnisse ergaben.Auf der andern Seite trat jetzt eine �Anderung in der Grafschaft Duras ein, was die Aufmerksamkeit des jungen Herzogs Heinrich hervorrief. Der dortige Graf Aegidius hatte ja seine Besitzungen unter seine Br�uder Kuno und Peter aufgeteilt. Die beiden besa�en indes keine Nachkommen und vermachten deshalb ihre G�uter dem Bistum L�uttich. Sie kamen anschlie�end allerdings wieder auf diese Abmachungen zur�uck, weil sie die betreffenden Besitzungen ihren Verwandten, Willrich von Walcourt und Graf Gerhard von Loon, zukommen lassen wollten. Der Bischof von L�uttich, der geldbed�urftig war, ging darauf ein. Der Herr von Walcourt erhielt so Clermont, Rochefort und die Vogtei in Dinant, der Graf von Loon Duras. Da Konrad von Duras seinen Verpflichtungen als Vogt von St. Truiden gegen�uber dem Obervogt, dem Herzog von Limburg, nicht nachkam, gab dieser wenig sp�ater diese Vogtei an den Grafen von Loon. Dadurch entstand also zwischen den Erben der Grafschaft Duras ein Gegensatz, in den sich jetzt auch Heinrich von Nieder-Lothringen einmischte. Da f�ur ihn der Graf von Loon als der Verb�undete des Grafen vom Hennegau galt, ergriff er nat�urlich f�ur Konrad von Duras Partei. Das brachte ihm einen bedeutenden Vorteil, denn Konrad, der sich zum Kreuzzug verpflichtet hatte, verkaufte seine Besitzungen an ihn. Da er nat�urlich nach wie vor die Vogtei in St. Truiden beanspruchte, ging auch dieses Anrecht auf Herzog Heinrich �uber. Er seinerseits verst�arkte sofort die Befestigungen von Duras und bereitete von hier aus milit�arische Operationen gegen den Grafen von Loon vor. Ende Mai 1189 r�uckte er in das Gebiet der Grafschaft Loon ein und erschien dann vor St. Truiden, wo sich der Graf von Loon und der Herzog von Limburg verschanzt hatten. Auf die Hilferufe des Grafen von Loon unternahm dann etwa Mitte Juni der Graf vom Hennegau einen Pl�underungszug auf Brabanter Gebiet. Dadurch wurde Herzog Heinrich tats�achlich gen�otigt, die Belagerung von St. Truiden aufzugeben. Der Hennegauer wich beim Herannahen Heinrichsaus dem Brabanter Gebiet zur�uck und beide standen sich nun an der Grenze gegen�uber.F�ur den Grafen Balduin war die Situation indes nicht einfach, denn jetzt begann eine Aktion des Grafen von der Champagne gegen ihn. Ob hierzu Absprachen zwischen diesem und Herzog Heinrichgetroffen worden waren, l�asst sich nicht ersehen, eine Andeutung Gisleberts von Mons k�onnte es als m�oglich erscheinen lassen. Der Graf vom Hennegau wurde nur dadurch gerettet, dass der Graf von der Champagne seine begonnene Aktion nicht durchf�uhrte. Herzog Heinrich allein scheint nicht stark genug gewesen zu sein, um etwas gegen die Hennegauer ausrichten zu k�onnen. Es setzte jetzt eine Vermittlungsaktion des Grafen Philipp von Flandern ein, der Balduin und Heinrich im Juli 1189 nach Ypern berief und sie dort zum Abschluss eines Waffenstillstandes bis zum 8. September bewog. Auch der franz�osische K�onig bem�uhte sich um eine Friedensvermittlung.Nach dem Ablauf des Waffenstillstandsabkommens zwischen dem Grafen Balduin und Herzog Heinrichim September 1189 stand demnach eine gr�o�ere milit�arische Aktion zu erwarten, denn der Herzog sprach sich mit dem Grafen von der Champagne zu einem gemeinsamen Handeln ab, aber wiederum gab dieser seine Aktion auf. Inzwischen hatte Philipp von Flandern wieder eine Vermittlungsaktion aufgenommen und brachte im Oktober eine Besprechung zwischen Balduin und Herzog Heinrich zustande, an der auch der Erzbischof von K�oln teilnahm. Man kam dabei zu einer Erneuerung der Abmachungen, die ehedem zu Kaiserswerth unter Vermittlung des deutschen K�onigs zustande gekommen waren, so dass Heinrich die in Namur erworbenen Gebiete an Balduin abtrat. Indes gingen die K�ampfe zwischen Balduin und dem Grafen von Namur weiter. Schlie�lich brachte im Juli 1190 Erzbischof Philipp von K�oln auch hier eine �Ubereinkunft zustande.Nur kurze Zeit nach den Regelungen mit Hennegau ist der alte Herzog Gottfried von Nieder-Lothringen <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> am 21. August 1190 gestorben. Damit trat sein Sohn Heinrich in die volle Nachfolge ein, nachdem er bereits in der Assoziierung an die Regierung seines Vaters eine gro�e Rolle in den Ereignissen gespielt hatte. Es stand jetzt eine umfangreiche Regelung der niederl�andischen Angelegenheiten bevor. Herzog Heinrich musste sich die Best�atigung seiner Reichslehen bei dem neuen Kaiser HEINRICH VI. holen, und der Graf vom Hennegau war nach seiner Einigung mit dem Grafen von Namur entschlossen, auf die ehedem f�ur diesen Fall vorgesehene Ver�offentlichung der Errichtung einer Markgrafschaft Namur zu dringen. Da gleichzeitig auch der Graf von Flandern, der zum Kreuzzug aufbrach, sich an den Hof des Kaisers begab, wurde vereinbart, dass Graf Balduin sich ihm anschlie�en sollte, Herzog Heinrich, der die F�urbitte des Grafen von Flandern beim Kaiser angerufen hatte, sollte ebenfalls mitziehen und f�ur die R�uckreise das Geleit f�ur Balduin �ubernehmen. Indes f�uhlte sich Balduin bei diesem Plan nicht recht wohl, weil ja gerade Herzog Heinrich fr�uher ein Gegner der beim Kaiser bewirkten Abmachungen �uber Namur gewesen war, und so entschlo� er sich, nicht selbst an den kaiserlichen Hof zu gehen, sondern Gislebert von Mons als seinen Bevollm�achtigten dorthin zu entsenden.Die Verhandlungen fanden Ende September 1190 auf dem Reichstage zu Schw�abisch-Hall statt. Zun�achst erhielt Herzog Heinrich seine Lehen vom Kaiser �ubertragen. Anschlie�end �uberreichte Gislebert im Namen seines Herrn die Briefe des Grafen von Namur und des Erzbischofs von K�oln �uber das bez�uglich des Namurschen Erbes geschlossene Abkommen. Kaiser HEINRICH gab darauf die zur Errichtung einer Markgrafschaft Namur und zur Erhebung des Grafen vom Hennegau zum Reichsf�ursten getroffenen Abmachungen bekannt und forderte die anwesenden F�ursten zur Zustimmung auf. Herzog Heinrichprotestierte sofort mit dem Hinweis, er w�urde dadurch in seinem Rang gemindert. Offensichtlich spielte er damit auf seine Herzogsw�urde in Nieder-Lothringen an und verlangte eine Beratung des Reichstages dar�uber. Zur Begr�undung seiner Ansicht f�uhrte er an, im Gebiet von Laroche und Namur d�urfte niemand zum Reichsf�ursten erhoben werden, weil es sich hier um sein Herzogtum handele. Au�erdem erstrecke sich dieses Herzogtum auch �uber den Hennegau bis zum Truncus Berengeri, das war bei der Abtei Arrouaise, die im Grenzgebiet von Flandern, Vermandois und dem Bistum Cambrai lag. Das bedeutete also seiner Ansicht nach, dass Balduin vom Hennegau �uberhaupt nicht F�urst werden k�onne. Seine Berufung hatte gerade eine allgemein rechtliche Begr�undung erfahren, denn er selbst hatte bei seiner Huldigungsleistung gegen�uber dem Kaiser auf sein Lehen Boulogne, das er vom Grafen von Flandern hielt, Verzicht leisten m�ussen, weil er sonst die Stellung eines Reichsf�ursten verloren h�atte, die an den Umstand gebunden war, dass der betreffende nur zur Huldigung an K�onige, Bisch�ofe oder gef�urstete Abte gehalten war. Gislebert von Mons erwiderte denn auch in einem prinzipiellen Sinne darauf, niemals habe Namur, Laroche oder der Hennegau zum Herzogtum Nieder-Lothringen geh�ort, weder zur Zeit der Herz�oge aus dem Hause BOUILLON, noch der aus dem Hause LIMBURG oder L�OWEN. Herzog Heinrich k�onne f�ur die von ihm behauptete Abh�angigkeit keine Beweise erbringen. Es bleibt eine Frage, ob Gislebert wirklich nichts vom Vertrag des Jahres 1071 gewusst hat, durch den der Hennegau von Herzog Gottfried dem Buckligen zu Lehen ging, oder ob er das absichtlich �ubergangen hat. Jedenfalls wussten davon die Allgemeinheit und auch Herzog Heinrich nichts mehr, sonst w�are nat�urlich dieser Umstand vorgebracht worden.Es kam dann zu zwei Urteilsspr�uchen. Der eine lautete dahin, dass die Gewalt Herzog Heinrichs sich nicht �uber den Hennegau erstrecke, da er nicht erweisen k�onne, er oder seine Vorg�anger h�atten eine solche Gewalt besessen. Als zweites wurde festgestellt, seine Herzogsgewalt gelte nur in den Grafschaften, die er selbst bes�a�e, oder die von ihm zu Lehen gingen. Daran schloss sich dann eine Auseinandersetzung dar�uber, welche Grafschaften sich wirklich im Besitz Heinrichs bef�anden. Der Kaiser forderte ihn auf, sie zu nennen. Heinrich f�uhrte zun�achst L�owen, Nivelles und Arschot an, die von ihm unmittelbar abh�angig seien. Da von der Existenz einer Grafschaft Nivelles nichts bekannt ist, handelte es sich hier um Gebiete, die Teil des Territoriums von Brabant bildeten. Des weiteren wurden dann Grafschaften genannt, die die Grafen von Kuik, Geldern und Kleve vom Herzog zu Lehen hielten. Dabei fiel auch der Name Loon, wobei der Herzog behauptete, das Geleitrecht bis zur Maas zu besitzen. Der Graf von Loon protestierte sofort mit dem Hinweis, er sei Lehensmann des Bischofs von L�uttich, und das besagte Geleitsrecht besitze der Herzog lediglich auf Grund einer besonderen Abmachung, die nach einem Zwischenfall getroffen worden sei, es handle sich also nicht um ein st�andiges Recht. Da die Grafschaft Loon praktisch von L�uttich lehensabh�angig war, d�urfte es sich hier um ein Bem�uhen Heinrichs handeln, auf Grund des Geleitrechtes Anspr�uche oberherrlicher Art zu erheben. Jedenfalls konnte der Herzog auf dieser Basis keine rechtlichen Einwendungen gegen die Begr�undung einer Markgrafschaft Namur machen. Die F�ursten erkl�arten somit ihre Zustimmung zu dem dem Grafen vom Hennegau gew�ahrten Privileg. Von Schw�abisch-Hall begab sich der Kaiser dann nach Augsburg, und hier hat Herzog Heinrich mit Unterst�utzung des Grafen von Flandern nochmals versucht, die dem Grafen vom Hennegau gew�ahrten Privilegien r�uckg�angig gemacht zu erhalten. Seine Bem�uhungen blieben indes vergeblich, und so erhielt Gislebert von Mons am 29. September 1190 das Dokument �uber die Markgrafschaft Namur ausgeh�andigt.Der Ausgang dieser Angelegenheit ist in vieler Hinsicht bezeichnend. Was Gislebert in Schw�abisch-Hall �uber die fr�uhere territoriale Erstreckung des Herzogtums Nieder-Lothringen vorbrachte, stimmte nat�urlich nicht. Trotzdem hat man es ihm geglaubt. Auch �uber die Lehensabh�angigkeit der Grafschaft Loon scheint keine genaue Kenntnis bestanden zu haben. Als erste Schlussfolgerung ergibt sich daraus, dass der damaligen Zeit keine allzu feinen Rechtsvorstellungen unterstellt werden d�urfen. Ein Rechtsanspruch hat an sich noch keine Autorit�at besessen, sie kam ihm erst auf Grund einer Durchf�uhrung zu, bzw. sie ging verloren, wenn die Durchf�uhrung nicht stattfand. Vor allem ergibt sich kein festes Bild, was die Gliederung in Herzogt�umer, Grafschaften usw. angeht. Recht wurde hier von Fall zu Fall aufs neue gefunden, und es entspricht nicht immer der wirklichen Vergangenheit. Am auffallendsten f�ur uns ist in diesem Zusammenhang die weitgehende Ungewissheit �uber die territoriale Erstreckung des Herzogtums Nieder-Lothringen. Das lag wohl zum Teil daran, dass es sich hier nicht um ein Stammesherzogtum handelte, zum anderen war es eine Folge davon, dass die Macht des deutschen K�onigs, als dessen Stellvertreter der Herzog wirkte, im Verfall begriffen war und von den Herz�ogen selbst nur zu oft missachtet worden war.Diese Ereignisse auf dem Reichstage in Schw�abisch-Hall sind heutzutage vielfach in einem prinzipiellen Sinne ausgebeutet worden. So sollte zum Beispiel der Bericht Gisleberts erweisen, dass es das Wesen des Herzogtums sei, aus lehnbaren Grafschaften zu bestehen, und die Zur�uckweisung Herzog Heinrichs wurde wie das Ende des Herzogtums Nieder-Lothringen empfunden. Indes w�are es nicht richtig, die Worte Gisleberts in einem allgemeing�ultigen Sinne aufzufassen. Es ging in Schw�abisch-Hall ausschlie�lich um den Einzelfall des Herzogtums Nieder-Lothringen, dessen Basis zum Unterschied gegen�uber den Stammesherzogt�umern ausschlie�lich der k�onigliche Auftrag war, und daraus wohl ist die Auffassung entstanden, dass diese herzogliche Gewalt in ihrer Ausdehnung an der �Uberordnung �uber gr�afliche Gewalten sich erweise. Es ist kein Streben zu erkennen, die Substanz des Herzogtums Nieder-Lothringen als solche anzugreifen, lediglich wird die G�ultigkeit der Herzogsgewalt modifiziert. Die Frage von Namur hat sich in der Folge ohne gr�o�ere Verwicklung gel�ost. Graf Heinrich von der Champagne ist im Fr�uhjahr 1191 zum Kreuzzug aufgebrochen und in Pal�astina geblieben, wo er durch die Heirat mit Isabella, der Tochter K�onig Amalrichs von Jerusalem, im dortigen K�onigtum nachfolgte. Nach dem Tode des Grafen Heinrich von Namur im Jahre 1196 wurde die Vereinigung mit dem Hennegau durchgef�uhrt. Schon vorher hatte �ubrigens Balduin V. eine neue Regelung getroffen, als sein j�ungerer Sohn Philipp die Tochter des Grafen von Nevers geheiratet hatte. F�ur diese Gemahlin sollte n�amlich als Heiratsgut die H�alfte der Grafschaft Namur gegeben werden. Gislebert von Mons hat uns das als Testament des alten Grafen von Namur �uberliefert. Danach hatte der �alteste Sohn Balduin die Grafschaft Namur als unmittelbares Lehen vom Kaiser zu f�uhren und hatte sie an seinen Bruder Philipp weiterzuverleihen. Die urspr�unglich vorgeschriebene untrennbare Verbindung der Markgrafschaft Namur mit dem Hennegau blieb also erhalten, der neue Graf Balduin VI. vom Hennegau war auch Markgraf von Namur, obwohl sein Bruder Philipp sich gelegentlich ebenfalls Markgraf titulierte. Au�erdem hat der Kaiser die Grafschaften Laroche, Durbuy und Luxemburg vom Namurschen Erbe abgetrennt und dem Grafen Otto von Burgund �ubertragen. Andererseits hat Graf Heinrichs Tochter Ermesinde in ihrem Gemahl, dem Grafen Theobald von Bar, einen Verfechter ihrer Anspr�uche gefunden, der im Vertrag von Dinant am 26. Juli 1199 eine Teilung des Namurschen Besitzes durchsetzen konnte, die die Markgrafschaft Namur zur Bedeutungslosigkeit verurteilte.Nach dem Misserfolg gegen�uber dem Hennegau konnte sich Herzog Heinrich im Jahre 1191 mit dem Herzog von Limburg �uber strittige Fragen einigen, wobei der Limburger einige seiner Allodien von ihm zu Lehen nahm. Diese Einigung wirkte sich entsprechend auf die Politik aus, und zwar zeigte sich das bei der L�utticher Bischofswahl von 1191, die unter dem Zeichen der Spannungen stand, die zwischen Herzog Heinrichund dem Grafen Balduin vom Hennegau wegen Namur entstanden waren. Der Herzog erhielt dabei die Unterst�utzung des Limburgers. Er besa� in seinem Bruder, dem Archidiakon Albert von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>, einen geeigneten Kandidaten f�ur die L�utticher Nachfolge, der ihm dort einen entsprechenden Einfluss sichern konnte. Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> war au�erdem der Neffe des Herzogs von Limburg. Demgegen�uber beg�unstigte der Graf vom Hennegau die Nachfolge seines Vetters, des Archidiakons Albert von Rethel, der auch der Oheim der Kaiserin Konstanze war. Er hatte wiederholt vom Kaiser entsprechende Zusagen erhalten. F�ur Balduin war die Angelegenheit besonders deshalb wichtig, weil er ja ein Lehensmann des L�utticher Bischofs war, weshalb es ihm unertr�aglich erscheinen musste, von einem Verwandten der Herz�oge von Nieder-Lothringen und Limburg abh�angig zu sein. Bei der Wahl konnte Herzog Heinrich einen bestimmenden Einfluss aus�uben, so dass am 8. September 1191 die gro�e Mehrheit der W�ahler sich f�ur Albert von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> entschied. Die Minderheit mit Albert von Rethel fand indes Unterst�utzung beim Kaiser, der sich bei einer Doppelwahl zust�andig f�ur die Entscheidung �uber die Besetzung des Bistums f�uhlte. F�ur den Herzog von Nieder-Lothringen verschlechterte sich in diesem Augenblick die Situation durch den Tod seiner Verb�undeten, des Erzbischofs von K�oln und des Grafen von Flandern. Immerhin spielte der K�olner Erzbischof als Metropolit von L�uttich eine wichtige Rolle bei den Anerkennungsfragen f�ur den dortigen neuen Elekten. In K�oln w�ahlte man sofort Lothar von Hochstaden zum neuen Erzbischof. Dieser Gegenschlag f�ur Herzog Heinrich lie� sich indes einigerma�en parieren, er begab sich mit seinem Limburger Verwandten nach K�oln und brachte den Neugew�ahlten zum Verzicht, worauf sein Verb�undeter, Bruno von Berg, gew�ahlt wurde.In K�oln erst erfuhr Heinrich vom Tode des Grafen von Flandern, der am 1. Juni 1191 auf dem Kreuzzuge gestorben war. Der Graf war f�ur ihn ein zuverl�assiger Bundesgenosse gewesen, mit dem er auch verwandtschaftlich verbunden gewesen war, da er dessen Nichte Mathilde von Boulogne <mathilde_von_boulogne_herzogin.html von_brabant.html> zur Gemahlin hatte. Heinricheilte sofort nach Flandern, um bei der Nachfolge die Rechte seiner Gemahlin geltend zu machen. Indessen hatte der Graf vom Hennegau als erster Nachricht von diesem Todesfall erhalten, so dass er dem niederlothringischen Herzog zuvorkommen konnte. Es kam wohl zu einigen Gefechten auf hennegauischem Gebiet, doch dann schloss Heinrich mit dem Grafen einen Waffenstillstand. Bei der ganzen Angelegenheit lie� sich erkennen, dass Balduin auch auf die Unterst�utzung des Kaisers rechnen konnte, der franz�osische K�onig weilte noch in Pal�astina, von dieser Seite her hatte er in Flandern vorerst keine Schwierigkeiten zu bef�urchten. Demgem�ass konnte er die Grafschaft in Besitz nehmen und in Personalunion mit dem Hennegau vereinigen. Auf der andern Seite gelang es indes Herzog Heinrich, Heinrich von Kuik, einen Verwandten des in der Doppelwahl von L�uttich gew�ahlten Albert von Rethel, f�ur sich zu gewinnen, von dem er sich wohl eine entsprechende Hilfe versprach.Kaiser HEINRICH VI. weilte in dieser Zeit in Italien. Beide L�utticher Wahlparteien haben an ihn Gesandtschaften abgefertigt, die ihn jedoch zu unterschiedlichen Zeiten trafen. Er wollte indes eine Entscheidung erst nach seiner R�uckkehr nach Deutschland treffen. Inzwischen begann sich die Lage in seiner Umgebung zu �andern. Die Sache des Herzogs von Nieder-Lothringen war wohl von vorneherein aussichtslos, der Kaiser war ihm unfreundlich gesinnt. Auf der andern Seite konnte zwar Balduin vom Hennegau an sich mit dessen Wohlwollen rechnen, aber bez�uglich der Entscheidung �uber L�uttich blieben f�ur ihn die Aussichten nicht bestehen. Die Ursachen lagen in den Vorg�angen in K�oln. Durch das Vorgehen Herzog Heinrichsgegen Lothar von Hochstaden war dessen Bruder, Graf Dietrich von Hochstaden, dem Herzog feind geworden. Da er den Kaiser auf seinem Zug nach Italien begleitet hatte, war ihm eine entsprechende Einwirkung m�oglich, um die in K�oln erlittene Schlappe auszugleichen und daf�ur seinen Bruder Lothar f�ur L�uttich vorzuschlagen. Indes d�urften die tieferen Gr�unde daf�ur, dass der Kaiser den anfangs von ihm selbst unterst�utzten Albert von Rethel aufgab, auf einem andern Gebiet zu suchen sein. Balduin vom Hennegau hatte ja gerade durch seine Nachfolge in Flandern seine Macht nochmals bedeutend erweitert. HEINRICH VI. d�urfte es deshalb f�ur angebracht erschienen sein, ihm nicht auch noch einen Einfluss auf L�uttich einzur�aumen, sondern hier einen ihm ergebenen, aber nicht zum Hause HENNEGAU geh�orenden Bischof zu sehen.Als er dann nach seiner R�uckkehr aus Italien im Januar 1192 in Worms weilte, erschienen dort die beiden L�utticher Kandidaten. Mit Albert von Rethel weilten der j�ungere Balduin, der Sohn des Grafen vom Hennegau, und Gislebert von Mons am Hofe, Albert von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> war von seinen beiden Oheimen, dem Herzog von Limburg und dem Grafen von Dachsburg begleitet. Der Kaiser schlug zun�achst eine mittlere Linie ein, denn er erkannte als erstes die Erhebung Brunos von Berg in K�oln an, indem er ihm die Regalien erteilte. Anschlie�end wurde �uber die L�utticher Frage ein f�ormliches Verfahren er�offnet, in dem die geistlichen F�ursten die Wahl als strittig erkl�arten und demgem�ass dem Kaiser die Entscheidung zuwiesen. Dessen Beschluss konnte man in diesem Falle jedoch schon voraussehen, denn es verbreitete sich gleichzeitig die Nachricht, Lothar habe gegen Zahlung einer gr�o�eren Geldsumme vom Kaiser das Kanzleramt erhalten, ein typischer Vorgang, den man zur Vermeidung des Vorwurfs der Simonie einschlug. So fiel denn auch die Entscheidung zugunsten Lothars aus. Daraufhin gab Albert von Rethel seine Anspr�uche auf und trat der Wahl Alberts von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> bei, dem es dadurch m�oglich war, seine Wahl als einstimmig kanonisch zu bezeichnen. Mit diesem Hinweis wurden beim Kaiser neue Vorstellungen erhoben, der dar�uber in einen seiner typischen J�ahzornsanf�alle geriet. Anscheinend unter Drohungen wurden die Anwesenden zur Anerkennung Lothars aufgefordert. Albert von Rethel hat sich daraufhin gef�ugt, Albert von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> blieb fest und appellierte an den Papst. Der Kaiser sei schlie�lich durch seine Umgebung dazu gebracht worden, in seinem Zorn etwas nachzugeben und die Anwesenden zu entlassen.Der Graf vom Hennegau hat sich dem kaiserlichen Entscheid gef�ugt, er leistete Lothar im Februar 1192 die Huldigung, denn ihm lag angesichts des politischen Drucks Frankreichs auf Flandern viel an einer weiteren Unterst�utzung durch den Kaiser. Nachdem auf den L�utticher Bischofsstuhl kein Parteig�anger Herzog Heinrichs erhoben war, konnte er sich mit der jetzigen L�osung abfinden. So wurde er im April 1192 vom Kaiser zur Huldigung f�ur Reichsflandern zugelassen. Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen und der Herzog von Limburg lehnten dagegen eine Anerkennung Lothars ab. Darauf setzte von Seiten des Kaisers ein starker politischer Druck zugunsten des von ihm Ernannten ein, der wohl darin seinen Ausdruck findet, dass Herzog Heinrich im Mai 1192 in Frankfurt in der Umgebung des Kaisers weilte und Ende August wiederum in Worms. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihm hier direkt verboten wurde, seinen Bruder bei sich aufzunehmen. Er wagte es schlie�lich kaum noch, diesem Unterst�utzung zukommen zu lassen. Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>selbst war nach Rom gegangen, um dort seine Sache zu verfechten. Er musste dabei Umwege w�ahlen und gr�o�ere Vorsicht walten lassen, weil der Kaiser die Stra�en scharf �uberwachen lie�. Er konnte indes zu Papst Coelestin III. gelangen, von dem er die Best�atigung seiner Wahl erhielt, und ebenso erreichte er wieder seine Heimat. Er brachte p�apstliche Anweisungen an die Erzbisch�ofe von K�oln und Reims mit, ihm zum Besitz des Bistums L�uttich zu verhelfen. Zun�achst begab er sich nach Limburg. Dort lie� ihn der K�olner Erzbischof wissen, dass er es nicht wage, ihn zum Bischof zu weihen. Darauf ging er nach Reims, der dortige Erzbischof besa� keine Bedenken, am 20. September 1192 die Weihe zu vollziehen. Der Herzog von Limburg und einige L�utticher Vasallen leisteten Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>dabei die Huldigung. Offensichtlich war auf der andern Seite Lothars Sache in L�uttich immer noch nicht gefestigt, denn der Kaiser erschien dort im September 1192, wohin Herzog Heinrich befohlen wurde, und wo sich auch eine Reihe anderer niederrheinischer F�ursten einfand. Der Herzog wurde hier unter Druck gesetzt, es wurde ihm bedeutet, er k�onnte sein Herzogtum verlieren oder auch eines Majest�atsverbrechens bezichtigt werden. Anfangs blieb er noch fest, nachdem der Kaiser ihn dann nach Maastricht mitgenommen hatte, gab er schlie�lich nach. Er musste sich mit dem Grafen Balduin vom Hennegau, der ebenfalls erschienen war, vergleichen, seinem Bruder Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>ausdr�ucklich absagen und Lothar als Bischof von L�uttich huldigen. Die Dinge in Nieder-Lothringen und L�uttich gerieten jetzt unter die scharfe Zusicht des Grafen von Hochstaden und eines Hugo von Worms, von dem wir zum Jahre 1189 feststellen k�onnen, dass ihn der Kaiser mit gewissen Schutzaufgaben auf dem rechten Ufer der Maas zwischen Vise und Aachen beauftragt hatte, vermutlich war er Verwalter der kaiserlichen Dom�anen. Der Kaiser stattete ihn jetzt mit besonderen Vollmachten f�ur ganz Lothringen aus. Besonders scheint der Herzog von Nieder-Lothringen beobachtet worden zu sein, so dass er es nicht wagte, seinem Bruder Antwort auf dessen Briefe zu geben, was aber offensichtlich auch beim Oheim, dem Herzog von Limburg, der Fall war, der bisher etwas mehr Widerstandskraft gezeigt hatte. Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>war durch diese Haltung seines Bruders sehr betroffen und beklagte sich bitter dar�uber.Am 24. September 1192 wurde Albert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> von 3 deutschen Rittern bei Reims ermordet. Die �offentliche Meinung hielt allgemein den Kaiser f�ur mitschuldig an diesem Morde. Der etwas sp�ater schreibende, aber wohl noch als zeitgen�ossisch zu geltende Chronist von Lauterberg berichtet von einer viel verbreiteten Ansicht, wonach der Kaiser gef�urchtet habe, der Herzog von Nieder-Lothringen h�atte mit Hilfe Alberts <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html>als Bischof etwas gegen das Reich unternehmen k�onnen. Dieses Ereignis ver�anderte demgem�ass f�ur HEINRICH VI. die Situation g�anzlich. Er hat selbst noch dazu beigetragen, indem er die M�order Alberts <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> nicht bestrafte und ihnen sogar Lehen �ubertrugNat�urlich bestand jetzt wieder eine offene Feindschaft zwischen Herzog Heinrich und Lothar von Hochstaden. Die Stimmung in L�uttich entwickelte sich derart, dass dieser sich nach Huy fl�uchten musste. Von dort rief er den Grafen Balduin vom Hennegau um Hilfe an. Balduin kam am 26. Dezember 1192 in Huy an. Auch Graf Gerhard von Loon war anwesend. Die Tatsache, dass Lothar hier nochmals einen Eid leistete, er habe nichts mit dem Mord an Albert von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> zu tun, k�onnte darauf deuten, dass Balduin Bedenken hinsichtlich einer Hilfeleistung hegte. Immerhin scheint er aber doch gewisse Zusagen gemacht zu haben. Inzwischen war er vonHerzog Heinrich um eine Unterredung gebeten worden, die unmittelbar nach der Besprechung in Huy am 28. Dezember stattfand. Der Herzog versicherte, er werde nichts gegen das Bistum L�uttich unternehmen, sondern nur gegen Lothar pers�onlich vorgehen. Graf Balduin wird wohl unter dem Eindruck gestanden haben, dass es angesichts der �offentlichen Meinung f�ur ihn gef�ahrlich sei, auf der Seite Lothars zu erscheinen, er sagte deshalb dem Herzog Unterst�utzung zu. Anscheinend sandte er Lothar Botschaft, er m�oge sich in den festen Burgen seines Bistums halten, um die kommenden Ereignisse abzuwarten, und sich an den Kaiser um Rat wenden. Lothar zog es indes vor, an den kaiserlichen Hof zu fl�uchten. Es bildete sich nun gegen das Haus HOCHSTADEN eine gro�e Koalition. Man verst�andigte sich zun�achst durch Botschaften und kam dann Ende 1192 in K�oln zusammen. Zu diesem Kreise geh�orten neben Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen und Herzog Heinrich von Limburg Erzbischof Bruno von K�oln, mit dem der Nieder-Lothringer ein eigenes B�undnis abschloss, und eine Reihe weiterer Herren. Au�erdem wurden noch Erzbischof Konrad von Mainz und durch ihn die Opposition in Sachsen mit Heinrich dem j�ungeren sowie Herzog Berthold von Z�ahringen hinzugewonnen. Herzog Heinrich soll damals gro�e Pl�ane gefasst haben, die darauf ausgegangen seien, sich selbst an die Stelle des Kaisers zu setzen. Gislebert von Mons behauptet, er sei dazu vom Herzog von Limburg angestachelt worden, Gesandte, die beide Herz�oge an den Papst geschickt h�atten, h�atten dessen Zusage zur Unterst�utzung zur�uckgebracht. Auf diese Nachricht sollte indes kein allzu gro�es Gewicht gelegt werden, sie klingt eher wie eine bei solchen Gelegenheiten �ubliche anekdotenhafte Erz�ahlung. Dass die Verb�undeten f�ur ihr Vorgehen Unterst�utzung beim Papst suchten, war aus der Natur der Sachlage heraus gegeben. Die Kriegshandlungen wurden im Januar 1193 gegen den Grafen von Hochstaden begonnen und f�uhrten rasch zu dessen Vertreibung aus seiner Grafschaft. Indessen war die Opposition gegen den Kaiser in sich nicht geeint, umgekehrt besa� dieser vor allem in den Grafschaften Hennegau und Loon St�utzpunkte, die die Stellung Herzog Heinrichs doch sehr einengten. HEINRICH VI. konnte daher auf diplomatischem Wege die Gefahr leicht bannen, und schlie�lich ist im Mai 1193 auch Herzog Heinrich wieder am Hofe erschienen. Es setzte nun ein sehr intensives Spiel der Diplomatie ein. Auf der einen Seite standen die niederl�andischen F�ursten in ihrer Verbindung mit K�onig Richard von England, der auf dem R�uckwege vom Kreuzzuge in die Gewalt seines Feindes, des Herzogs von �Osterreich, gefallen und von ihm an den Kaiser ausgeliefert worden war, der seinerseits diese Situation entsprechend politisch zu nutzen suchte, auf der andern Seite �ubte der Kaiser durch eine Ann�aherung an den franz�osischen K�onig auf seine Gegner im Reich und auf den englischen K�onig einen Druck aus. Dadurch wurde Richard veranlasst, die niederl�andischen F�ursten zum Zugeben zu bereden, weil er f�urchtete, er k�onne bei einer Verst�andigung des Kaisers mit Frankreich dorthin ausgeliefert werden. So bem�uhte er sich eifrig, einen Frieden zwischen den deutschen F�ursten und dem Kaiser zustande zubringen. Schlie�lich kam es im Juni 1193 zu einer Zusammenkunft in Koblenz zwischen dem Kaiser und den Herz�ogen von Nieder-Lothringen und Limburg sowie den Grafen Gerhard von Loon und Otto von Geldern. Der Kaiser lie� einen Reinigungseid schw�oren, dass er nicht an der Ermordung Alberts von L�owen <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> schuld sei, er gab die Sache Lothars von Hochstaden auf. Der Graf von Hochstaden seinerseits erhielt seine Grafschaft gegen Zahlung einer Geldsumme zur�uck. Es scheint, dass dabei auch die Nachfolge f�ur den zur�uckgetretenen Erzbischof Bruno von K�oln geregelt wurde, und dass der Kaiser in der Anerkennung des Neffen des Zur�uckgetretenen, Adolf von Berg, als neuen Erzbischofs den beiden Herz�ogen etwas entgegengekommen ist, die mit dem Hause BERG verbunden waren. Wenig sp�ater wurde auch mit der �ubrigen Opposition eine Einigung zustandegebracht. Die Herz�oge von Nieder-Lothringen und Limburg haben dann den Kaiser von Koblenz aus nach Worms begleitet, wo Ende Juni 1193 die entscheidenden Verhandlungen mit dem gefangengehaltenen englischen K�onig stattfanden. Da in der Chronik Rogers von Hoveden beim Bericht dar�uber die Herz�oge namentlich genannt werden, scheinen die beiden eine besondere Rolle bei den Verhandlungen gespielt zu haben. Der Herzog von Nieder-Lothringen erscheint auch unter den Garanten f�ur den jetzt mit dem englischen K�onig abgeschlossenen Vertrag. Immerhin zeigte sich eine gewisse �Anderung in der kaiserlichen Politik. Es ging HEINRICH VI. darum, solange die englischen Angelegenheiten noch nicht abgeschlossen waren, f�ur sich die Verbindung durch die Niederlande nach England frei zu halten. Die daraus flie�ende Zugeblichkeit gegen�uber den niederl�andischen F�ursten alarmierte auf der andern Seite den Grafen Balduin von Flandern/Hennegau, der jetzt immer engeren Anschluss an den K�onig von Frankreich suchte. All diese Faktoren wirkten sich nun bei der Nachfolgefrage im Bistum L�uttich aus. Es wurden 2 Kandidaten pr�asentiert, der Bonner Kanonikus Bruno aus dem Hause SAYN und Simon, der Sohn des Herzogs von Limburg. Dass dabei zun�achst ein Zwiespalt zwischen den H�ausern L�OWENund LIMBURG aufgekommen sei, weil der niederlothringische Herzog gef�urchtet habe, der Limburger k�onnte auf diesem Wege ein �Ubergewicht in Lothringen erreichen wollen, d�urfte nicht stimmen. Jedenfalls erschienen beim Wahlgang im Oktober 1193 die beiden Herz�oge einsgesinnt, und ihr Einfluss bewirkte die Wahl Simons. Anschlie�end weilten sie am kaiserlichen Hofe zu Sinzig Anfang November, wohl um die kaiserliche Anerkennung f�ur Simon zu betreiben. Der Kaiser scheint anfangs mit dieser Wahl nicht einverstanden gewesen zu sein, und die Tatsache, dass wir den niederlothringischen Herzog auch Ende November in Kaiserwerth am Hofe finden, k�onnte auf entsprechende Schwierigkeiten deuten. Schlie�lich aber hielt der Kaiser es f�ur besser, den niederlothringischen Herzog f�ur seine weitere Politik zu verpflichten, und so hat er am 15. Dezember 1193 in Aachen die Regalien an Simon �ubertragen.Dessen erste Sorge ging darauf hinaus, nach M�oglichkeit die politischen Spannungen im niederl�andischen Raum zu beseitigen, um auf eine effektive Hilfe seiner Anh�anger rechnen zu k�onnen. So gab es da noch r�uckst�andige Punkte aus dem Erbe der Grafschaft Duras, die ja anfangs an den Bischof von L�uttich abgetreten worden war, dann aber mit dessen Einverst�andnis aufgeteilt und verkauft wurde, wobei aber trotzdem Anspr�uche der Bisch�ofe von L�uttich bestehen blieben, die mit denen der augenblicklichen Besitzer, dem Herzog von Nieder-Lothringen und dem Grafen von Loon, strittig waren. Der Elekt gab jetzt die Burg Duras Herzog Heinrich zu Lehen, der sie weiter an den Grafen von Loon als Lehen gab, womit dieser auf seine Seite wechselte. Die Gegens�atze zwischen Limburg-Nieder-Lothringen einerseits und dem Hennegau andererseits waren indes nicht zu �uberbr�ucken. Was Balduin ehedem von vorneherein mit der Kandidatur Alberts von Rethel bek�ampft hatte, war jetzt doch eingetreten: In L�uttich war ein Kandidat der BRABANTER erhoben worden. Infolgedessen leistete er dem Elekten die Huldigung nicht. Mit seiner Unterst�utzung bildete sich in L�uttich eine Gegenpartei, haupts�achlich getragen von den vier Archidiakonen des Bistums unter F�uhrung von Albert von Rethel und Albert von Kuik. Diese Opposition wandte sich nach Rom, um an der p�apstlichen Kurie gegen die Wahl Simons zu agitieren.Auf der andern Seite verband sich Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen mit einer in Flandern gegen Balduin bestehenden Opposition, und im Februar 1194 er�offnete er den Krieg. Balduin seinerseits erhielt Unterst�utzung aus Frankreich und Burgund, er erschien vor Nivelles und konnte die Burg von Enghien nehmen. Zu diesem Zeitpunkt spielte dann die endg�ultige Freilassung des englischen K�onigs in die Verh�altnisse hinein. Der Kaiser hatte sich seit den Abmachungen im Juni 1193 immer wieder von verschiedenen Gesichtspunkten beeinflussen lassen. Eine besondere Situation entstand, als Anfang Januar 1194 der franz�osische K�onig und Richards, an seiner R�uckkehr nicht interessierter Bruder Johann dem Kaiser bedeutende finanzielle Angebote f�ur den Fall einer weiteren Gefangenhaltung des englischen K�onigs unterbreiteten. Jetzt aber hat Herzog Heinrich vonNieder-Lothringen in Gemeinschaft mit den �ubrigen Garanten des im Juni abgeschlossenen Vertrages durch eine Intervention den Kaiser zum Nachgeben gebracht.K�onig Richard nahm seinen R�uckweg durch die s�udlichen Niederlande, wo er sich w�ahrend der ganzen 2. H�alfte des Februar 1194 aufhielt. Er versuchte die niederl�andischen F�ursten zu einer gemeinsamen Haltung zu bringen, um an ihnen eine entsprechende St�utze in den zu erwartenden englisch-franz�osischen Auseinandersetzungen zu finden. Durch entsprechende Zusagen gewann er den Erzbischof von K�oln, den Elekten Simon von L�uttich, die Herz�oge von Nieder-Lothringen und Limburg und den Grafen von Holland f�ur seine Seite. Speziell der Nieder-Lothringer erhielt Versicherungen f�ur eine Unterst�utzung gegen den Grafen von Flandern/Hennegau, wobei die weiteren niederlothringischen Verb�undeten eine Hilfeleistung des franz�osischen K�onigs an diesen verhindern sollten. Ein unmittelbarer Erfolg zeigte sich denn auch: Graf Balduin sah sich gezwungen, seine Aktion gegen Nivelles aufzugeben und einen Waffenstillstand mit Herzog Heinrich zu schlie�en.Inzwischen hatte sich in der L�utticher Politik des Kaisers eine leichte �Anderung vollzogen. Er gab den Gegnern des Elekten Simon die Erlaubnis, an den Papst zu appellieren, womit die Hennegauische Partei wieder Aussicht hatte, zum Zuge zu kommen. Nachdem nun die englische Frage geregelt war, beschloss der Kaiser, nach Italien zu ziehen. Er wollte zuvor die Ruhe in den Niederlanden sichern, wo ja nur ein Waffenstillstand bestand. In der 2. H�alfte des April 1194 erschien er in St. Truiden, wohin er den Herzog von Nieder-Lothringen und den Grafen von Flandern/Hennegau bestellt hatte. Herzog Heinrich ist bereits in Aachen in seiner Umgebung nachzuweisen, zusammen mit einer Reihe anderer niederrheinischer Herren. In St. Truiden suchte der Kaiser, die beiden zum Abschluss eines Friedens, oder doch eines l�angeren Waffenstillstandes zu bewegen, hatte aber damit keinen Erfolg. Es wurde lediglich der bestehende Waffenstillstand bis zum 15. August verl�angert.Schon im Juli 1194 lassen sich hier die Vorbereitungen f�ur die Wiederaufnahme des Krieges feststellen. Diesmal war es der alte Graf von Namur, der eine Koalition gegen Balduin zustande brachte, der Herzog Heinrich von Limburg und seine S�ohne Heinrich und Walram sowie der Elekt Simon von L�uttich, Graf Albert von Dachsburg, Graf Friedrich von Vianden und Gerhard von J�ulich, der Bruder des dortigen Grafen, angeh�orten.Die Verb�undeten hofften, nach Beendigung des Waffenstillstandes werde auch Herzog Heinrich vonNieder-Lothringenauf ihre Seite treten. Als die Feindseligkeiten er�offnet wurden, weilte Graf Balduin in dem noch immer unruhigen Flandern, er eilte jedoch rasch herbei. In einem Gefecht am 1. August 1194 gerieten Herzog Heinrich von Limburg und sein gleichnamiger Sohn in Gefangenschaft. Der Herzog von Nieder-Lothringen hat nicht mehr in die K�ampfe eingegriffen. Er traf sich Mitte August mit dem Grafen Balduin bei Halle, wo sie nach einigen Tagen Besprechungen Frieden schlossen. Dabei wurde auch der Herzog von Limburg einbezogen, er und sein Sohn erhielten gegen Gestellung von Geiseln die Freiheit wieder.Zur gleichen Zeit fiel in Rom die Entscheidung �uber die Wahl Simons von Limburg zum Bischof von L�uttich, sie wurde durch den Papst verworfen. Er gestattete eine Neuwahl mit der Anweisung an die Erzbisch�ofe von Reims und Trier und den Bischof von Cambrai, diese Wahl entsprechend zu unterst�utzen. Die Gegner Simons erhielten hierzu die Hilfe des Grafen Balduin. Da Simon selbst sich in L�uttich und Huy behaupten konnte, fand die Wahl am 11. November 1194 in Namur statt. Aus ihr ging Albert von Kuik als neuer Bischof von L�uttich hervor. Graf Balduin, der im Augenblick der Wahl nicht anwesend war, hat ihm einige Tage sp�ater die Huldigung geleistet und brachte ihn dann in die Stadt Huy, wo sich ihm die B�urger anschlossen. Indessen hielt die Burg auf Seiten Simons aus. Schlie�lich erschien Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen in Huy und machte Balduin einen Vergleichsvorschlag. Beide sollten sich das Bistum in Einflusssph�aren aufteilen, w�ahrend sich die Kandidaten f�ur den bisch�oflichen Stuhl nach Rom um Entscheidung ihres Streites zu wenden hatten. Der Vorschlag des Herzogs war wohl dadurch bedingt, dass er in Gegensatz zu Geldern und Limburg geraten war, so dass er durch einen Ausgleich mit Balduin seine Kr�afte nach dieser Seite hin freimachen konnte. Er gelangte schlie�lich zu einem B�undnisvertrag mit dem Hause HENNEGAU.In Rom fiel die Entscheidung �uber den L�utticher Bistumsstreit zugunsten Alberts. Es war jedoch keine ausgesprochene Wendung gegen Simon, denn dieser wurde zum Kardinal ernannt. Er hat die Ernennung nicht lange �uberlebt und ist bald danach in Rom gestorben. Albert ist ebenfalls in Rom noch erkrankt, gelangte dann aber doch noch bis Citaux, wo ihn seine Krankheit eine Zeit lang festhielt. So konnte in L�uttich das Ger�ucht Glauben finden, er sei auf der Reise gestorben. Man schritt zu einer Neuwahl, aus der Otto von Valkenburg hervorging. Als dieser jedoch am kaiserlichen Hofe in Worms erschien, traf auch Albert dort ein, erhielt vom Kaiser die Anerkennung, worauf Otto sich ihm unterwarf. In der Zwischenzeit war Balduins Gemahlin Margarethe gestorben, so dass nun die Grafschaft Flandern an den Sohn dieser Ehe, Balduin, ging, und der alte Graf Balduin V. sich nur noch Graf vom Hennegau und Markgraf von Namur nannte. Nach der Entscheidung im L�utticher Bischofsstreit begann sich die politische Situation weitgehend zu �andern. Es war ja schon vorher zu einer Ann�aherung zwischen Herzog Heinrich und dem Grafen Balduin und dessen gleichnamigem Sohn gekommen, die in ein B�undnis ausgelaufen war. Bedingt war diese Ann�aherung wohl zum guten Teil durch die jetzt aufgekommenen Spannungen zwischen Nieder-Lothringen einerseits, Geldern und Limburg andererseits. Der Schwerpunkt lag dabei im Verh�altnis zu Geldern, und er konstituierte sich mehr auf wirtschaftlichem Gebiete. F�ur Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen traten n�amlich jetzt Pl�ane zum Ausbau des Brabanter Gebietes in den Vordergrund, die teilweise noch auf seinen Vater zur�uckgingen. Zum guten Teil ging es dabei um Handelsinteressen, denn Brabant besa� am Waal die bedeutende Handelsstadt Tiel. Es galt in Verbindung damit die s�udlich daran grenzende Landschaft zu erschlie�en. Zu diesem Zwecke hatte bereits Herzog Gottfried <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html>im Jahre 1184 die Stadt 's Hertogenbosch gegr�undet. In den n�achsten Jahrzehnten sollten weitere Gr�undungen in diesem Raum folgen. F�ur den Brabanter Handel nun konnte die Grafschaft Geldern eine ernsthafte Gef�ahrdung werden, denn die Grafen von Geldern besa�en einige Orte am Waal und der Maas, wo sie die Flussschifffahrt kontrollieren, bzw. mit Abgaben belasten konnten, und auch der Handel zu Lande, der sich gerade in dieser Zeit von Osten her �uber Br�ussel nach Flandern entwickelte, konnte von Geldern gest�ort werden. Aus dem gleichen Grunde waren auch Spannungen mit Limburg m�oglich.Nun kam es gleich nach den Friedensverhandlungen mit dem Hennegau zu einem Krieg zwischen Herzog Heinrich einerseits und dem Grafen von Geldern und dem Herzog von Limburg andererseits. Die Gr�unde f�ur die Auseinandersetzung sind nicht bekannt. Herzog Heinrich erhielt auf sein Ersuchen hin die Unterst�utzung des �alteren und des j�ungeren Balduin. Sobald er mit einem starken Heere die Maas bei Maastricht �uberschritten hatte, unterwarfen sich jedoch seine Gegner. Eine ganze Reihe Limburger Besitzungen ging jetzt zu Lehen an Herzog Heinrich, darunter Arlon und Rolduc. Au�erdem trat der Limburger die wichtige Vogtei �uber St. Truiden ab. Er erhielt sie zwar als Lehen von Heinrich zur�uck, durfte sie aber ohne dessen vorherige Zustimmung an niemand weiterverleihen. Dadurch kam der Herzog in seinen Pl�anen zum Ausbau Brabants ein gutes St�uck voran. Anschlie�end zeigte sich eine Linie der Neugestaltung in seiner Politik gegen�uber dem Kaiser. Er vereinigte sich im August 1195 mit dem Erzbischof von K�oln und den beiden Balduinen zu einem gemeinsamen Besuch an den kaiserlichen Hof. Ein �au�erer Anlass war dadurch gegeben, dass der j�ungere Balduin die Belehnung mit Reichsflandern ben�otigte, hinter dieser Reise standen aber wohl noch bedeutendere Absichten, �uber die wir nicht unterrichtet sind. Auf solche Faktoren weist das milit�arische B�undnis, das in diesen Tagen der j�ungere Balduin mit Herzog Heinrich abschloss. Sie fanden den Kaiser bei Stra�burg. Die Belehnung des jungen Balduin wurde ohne weiteres erteilt. Indessen erkrankten alle vier und mussten die Heimreise beschleunigen. Der alte Graf Balduin V. hat sich nicht mehr erholt, er starb am 17. Dezember 1195 in Mons. Damit wurden Flandern und Hennegau unter seinem Sohn wieder vereinigt.Herzog Heinrich hat sich noch st�arker an die kaiserliche Politik gebunden. Schon im November 1195 weilte er wieder am kaiserlichen Hofe in Kaiserslautern und hat sich damals, vielleicht bei dieser Gelegenheit, zum Kreuzzug verpflichtet, der f�ur die Pl�ane des Kaisers ja eine gro�e Rolle spielte.Im allgemeinen hat sich dieser jetzt etwas st�arker um die niederl�andischen Angelegenheiten bek�ummert, was eben durch diese Pl�ane bedingt war, f�ur deren Durchf�uhrung er zuvor noch zu einer Neuordnung der Reichsverh�altnisse schreiten wollte 1156. Allerdings fand er dabei auch Widerst�ande, indem sich daraus eine neue Opposition des Erzbischofs von K�oln entwickelte. Indessen ergaben sich f�ur die kaiserliche Politik demgegen�uber Ankn�upfungspunkte beim Herzog von Nieder-Lothringen, dem Grafen von Flandern, dem Grafen von Holland und dem Bischof von Utrecht. Herzog Heinrich weilte Anfang M�arz 1196 wieder in der Umgebung des Kaisers in Frankfurt, doch war beim Beschluss �uber die Neuordnung der Reichsverwaltung im April 1196 in W�urzburg kein niederl�andischer F�urst anwesend, was vielleicht eine Folge der Opposition des K�olner Erzbischofs war. Es gab damals Spannungen zwischen den St�adten Utrecht und K�oln, zwischen dem Bischof von Utrecht und dem Grafen von Geldern, sowie zwischen diesem und dem Herzog von Nieder-Lothringen. Hier suchte der Kaiser diejenigen Kr�afte miteinander zu vers�ohnen, auf die er selbst als seine Anh�anger rechnen konnte, um dadurch den Einfluss des K�olner Erzbischofs auszuschalten. Zwischen dem niederlothringischen Herzog und dem Bischof von Utrecht gab es eine alte Streitsache, die Lehensabh�angigkeit der Veluwe. Der Kaiser benutzte die Anwesenheit des Herzogs in Gelnhausen Ende M�arz 1196, um ihn zur Anerkennung dieser Abh�angigkeit vom Bischof von Utrecht und nicht vom Kaiser zu bringen.Von jetzt an st�utzte er sich dann deutlicher auf den Herzog. M�oglicherweise erhielt dieser damals das Zugest�andnis der Erblichkeit seiner Lehen auch in weiblicher Linie. Am 1. Juni 1196 erteilte der Kaiser der von Herzog Gottfried <gottfried_3_herzog_von_brabant_+_1190.html> gegr�undeten Stadt 's Hertogenbosch in Anbetracht der Verdienste Heinrichs um Kaiser und Reich Zollfreiheit auf dem Rhein. Auch folgte er des Herzogs Meinung bei seiner Entscheidung �uber die im April in Utrecht stattgefundene doppelte Bischofswahl. Allerdings scheint Heinrich bei den folgenden Ereignissen nicht wieder auf, als wesentliche Punkte der kaiserlichen Pl�ane aufgegeben werden mussten und lediglich die Wahl des kleinen Kaisersohnes FRIEDRICH zum r�omischen K�onig erreicht wurde. Es ist noch nicht einmal �uberliefert, ob Heinrichihm als k�unftigem Nachfolger des Kaisers den Treueid geleistet hat, obwohl anzunehmen ist, dass das geschehen ist.Wegen seiner Kreuzzugsverpflichtung hat er wahrscheinlich jetzt mit dem Grafen von Geldern ein Abkommen geschlossen, das sich im wesentlichen auf Handelsfragen bezog und damit den Frieden nach dieser Seite sichern sollte. Ebenso einigte er sich mit dem Grafen Ludwig von Loon �uber das Gebiet von Moha als Teil des Dachsburger Erbes. F�ur den Fall, dass der Graf von Dachsburg ohne Erben sterben w�urde, sollte dieses Gebiet zur H�alfte als Lehen des Herzogs von Nieder-Lothringen an den Grafen von Loon gehen, vorausgesetzt, dass er es erben w�urde. Heinrich schloss sich dann der Gruppe norddeutscher Kreuzfahrer an, die zu Beginn des Sommers 1197 auszog und den ganzen Weg zur See zur�ucklegte. Er vereinigte sich mit ihnen an der K�uste der Normandie, nachdem er zuvor das Grab seines BrudersAlbert <adalbero_2_von_brabant_bischof_von_luettich_+_1192.html> in Reims besucht hatte. In Pal�astina wurde er f�ur die Zeit der Abwesenheit des Kaisers zum Anf�uhrer des Heeres bestimmt. Die Verwaltung des Herzogtums Nieder-Lothringen �ubernahm Heinrichs Gemahlin Mathilde <mathilde_von_boulogne_herzogin.html von_brabant.html>. Der Herzog weilte also in Pal�astina, als der Kaiser pl�otzlich in Unteritalien starb. In die Probleme, die sich um die Nachfolge ergaben, wurden sofort auch die Niederlande in vollem Ma�e einbezogen, da jetzt der Erzbischof Adolf von K�oln mit seinen politischen Pl�anen in den Vordergrund trat. Seine Politik war gegen die STAUFER gerichtet, und er fand schlie�lich einen Kandidaten f�ur den deutschen K�onigsthron in dem WELFENOTTO von Braunschweig, der am 9. Juni 1198 in K�oln zum K�onig gew�ahlt wurde. Sozusagen alle niederl�andischen F�ursten traten auf seine Seite, nur Bischof Albert von L�uttich und Walram von Limburg, der Sohn des dortigen Herzogs Heinrich, schlossen sich dem am 8. M�arz 1198 von der Gegenpartei gew�ahlten STAUFER PHILIPP von Schwaben an. Die Herzogin Mathilde von Nieder-Lothringen <mathilde_von_boulogne_herzogin.html von_brabant.html> ging sofort ein engeres B�undnis mit dem WELFEN ein, indem sie ihre Tochter Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html> im Juli 1198 mit ihm verlobte. Sie nahm auch mit ihr an der Kr�onung in Aachen teil. PHILIPP wurde der Zugang zum Niederrhein von den Niederlothringern mit Erfolg verwehrt. Etwa im September 1198 ist dann Herzog Heinrich vom Kreuzzug zur�uckgekehrt. Er hat die von seiner Gemahlin eingeschlagene politische Linie fortgesetzt und war wohl schon auf der Heimreise in Rom durch Papst Innocenz III. f�ur die welfische Seite gewonnen worden. Er hat in K�oln dann die Wahlanzeige unterschrieben, die die deutschen F�ursten �uber die Wahl OTTOS nach Rom sandten. Seine Zugeh�origkeit zu den Reichsf�ursten brachte er dabei in besonderer Weise zum Ausdruck, indem er sich in der Unterschrift Herzog von Lothringen, wie auch von Brabant, Markgraf des R�omischen Reichs nannte. Die Formel erscheint besonders bedeutungsvoll, indem sie in der Betonung, er sei auch Herzog von Brabant, anscheinend ein neues Element in die Stellung Heinrichs bringt, das au�erhalb des Bereichs des Reichs liegt. Der Name des Herzogs von Brabant wird k�unftig das besondere Zeichen f�ur seine Eigenst�andigkeit werden.Mit diesen Vorg�angen in Deutschland verbanden sich aufs engste die franz�osisch-englischen Spannungen, wobei die staufische Partei f�ur Frankreich, die welfische England optierte. So schloss auch Herzog Heinrich mit dem englischen K�onig ein B�undnis. Die Feindseligkeiten zwischen Frankreich und England begannen schon im September 1198. Milit�arische Hilfe f�ur England leistete vor allem Graf Balduin IX. von Flandern. Der niederlothringische Herzog hielt sich noch zur�uck. F�ur die welfische Partei in den Niederlanden war es nun ein gro�es Hindernis, dass Bischof Albert von L�uttich zur staufischen Seite hielt, deshalb bem�uhten sich Herzog Heinrich und der fl�amische Graf, ihn f�ur OTTO IV. zu gewinnen. Das gelang ihnen offensichtlich soweit, dass sie ihn dieser politischen Linie geneigt machten, doch blieb er im Ganzen noch vorsichtig. Als n�amlich Heinrich und Balduin die Stadt L�uttich dazu brachten, OTTO IV. aufzunehmen, griff der Bischof zu unfreundlichen Ma�nahmen, durch die der K�onig schon bald wieder zum Verlassen der Stadt gezwungen wurde. Auf diese Entwicklung hat wohl auch der Tod des englischen K�onigs Richard eingewirkt, denn es schien, dass sein ihm nachfolgender Bruder Johann die gesamte Politik �andern werde, obwohl noch im Jahre 1198 Herzog Heinrichund eine Reihe anderer niederl�andischer Gro�en ihr B�undnis mit K�onig Richard erneuert hatten. Indes wurde Johann dann doch durch die weitere feindliche Haltung Frankreichs gezwungen, die bisherige politische Linie gegen�uber den deutschen F�ursten fortzusetzen. Ende Mai 1199 gingen der Herzog von Nieder-Lothringen und die Grafen von Boulogne und Guines nach England, um dort f�ur ihre von England abh�angigen Lehen die Huldigung zu leisten. Etwas sp�ater tat das der Graf von Flandern gegen�uber dem inzwischen auf das Festland gekommenen K�onig. Herzog Heinrich hat zusammen mit dem Erzbischof von K�oln im Sommer 1199 an OTTO IV. aktive milit�arische Unterst�utzung geleistet. Der Misserfolg dieser Aktion f�uhrte zu einem Gegenzug PHILIPPS von Schwaben zum Niederrhein, den Herzog Heinrich im September auffangen konnte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Sache OTTOS IV. allerdings im R�uckgang. Der englische K�onig nahm Verhandlungen mit dem franz�osischen auf und schloss mit ihm einen Waffenstillstand, worauf Graf Balduin von Flandern auf die franz�osische Seite wechselte. Demzufolge machten sich auch st�arker wieder die lokalen Interessen in den Niederlanden geltend. Die f�uhrende Rolle, die der Erzbischof von K�oln und neben ihm Herzog Heinrich innehielten, erregte die Unzufriedenheit der Grafen von Loon, Geldern und Holland und des Bischofs von Utrecht, die sich besonders vom Herzog bedroht erachteten. Diese Gegens�atze kamen nach dem Tode Bischof Alberts von L�uttich am 2. Februar 1200 zum Ausdruck, als �uber die Wahl des Nachfolgers Uneinigkeit aufkam, die sich letzten Endes am Gegensatz zwischen WELFEN und STAUFERN n�ahrte. So war die Wahl des Propstes Hugo von Pierrepont am 3. M�arz 1200 nicht einstimmig. Wegen der Wichtigkeit des Vorgangs war OTTO IV. nach L�uttich gekommen und erteilte ihm sofort die Regalien. Zu seiner Unterst�utzung waren auch Herzog Heinrich und Graf Balduin von Flandern bereit. Die Gegenseite, gest�utzt haupts�achlich auf die Archidiakone, die auch die Tr�ager der antik�olnischen Politik des verstorbenen Bischofs gewesen waren, appellierten nach Rom. Allerdings blieb durch ein Z�ogern des Papstes die Streitfrage noch eine Zeitlang offen.Nach dem Sieg der welfischen Seite kam indes in der Reichspolitik die Idee eines Schiedsgerichtes zwischen den beiden Bewerbern um die Krone auf. OTTO IV. benannte von seiner Seite aus dazu neben dem Erzbischof von K�oln, den Bisch�ofen von M�unster, L�uttich, Utrecht und Paderborn, dem Abt von Korvey und dem Grafen von Flandern auch Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen. Indes wurde dieses Schiedsgericht von staufischer Seite schlie�lich abgelehnt. Der Papst zeigte sich in dieser Zeit den speziellen Pl�anen Herzog Heinrichs geneigt, indem er die Dispens wegen zu naher Verwandtschaft f�ur die vorgesehene Eheschlie�ung zwischen dessen Tochter und OTTO IV. erteilte. Die welfische Seite erhielt jetzt wieder einen Auftrieb in den Niederlanden. Im Gegenzuge bem�uhte sich der franz�osische K�onig, dort welfische Anh�anger f�ur sich und die STAUFER zu gewinnen. So fanden Verhandlungen mit Herzog Heinrichund dem Grafen Balduin von Flandern in Compiegne statt. Herzog Heinrich lie� sich nicht gewinnen, aber der Gegensatz zu Nieder-Lothringen brachte wohl um die Wende von 1200 zu 1201 den Bischof von Utrecht und die Grafen von Holland, Geldern und Loon auf die staufische Seite.Gegen diese Entwicklung trat indes Herzog Heinrich sehr aktiv auf. Bei den st�andig schwebenden Spannungen zwischen Holland und Utrecht war es nicht allzu schwer, den Bischof von Utrecht wieder f�ur die welfische Sache zur�uckzugewinnen. Auf den Grafen von Holland wurde ein starker Druck ausge�ubt, so dass er Anfang November 1200 in L�owen in Gegenwart anderer niederl�andischer F�ursten einen Vertrag unterzeichnen musste, in den, er die Anspr�uche Herzog Heinrichs auf das untere Maasgebiet mit Breda und Dordrecht, die sich vermutlich aus dem Erbe Gottfrieds des Buckligen herleiteten, anerkennen musste. Der Herzog gab dabei allerdings die von ihm weiter noch geforderten, an den zeel�andischen Raum grenzenden Gebiete auf und verpflichtete sich au�erdem, dem Grafen gegen alle zu helfen mit Ausnahme gegen das Reich. Da sonst in solchen F�allen immer der K�onig bzw. der Kaiser genannt wurde, ist es also offensichtlich, dass des Herzogs Meinung bestimmen sollte, auf welcher Seite sich das Reich befinden w�urde. Gleichzeitig anscheinend zwang er den Grafen, sich mit dem Bischof von Utrecht zu dessen Gunsten zu vergleichen. Er, der Erzbischof von K�oln und der Bischof von L�uttich sind dann gemeinsam gegen die Grafen von Geldern und Loon aufgetreten, die sich der welfischen Partei wieder anschlie�en mussten. Noch bestehende Streitfragen wurden durch Vertr�age des Grafen von Geldern mit dem Bischof von Utrecht und Herzog Heinrich geregelt.Die Anerkennung OTTOS IV. als deutschen K�onig durch den Papst im M�arz 1201, die ebenso wie den �ubrigen voranstehenden Mitgliedern der welfischen Partei auch Herzog Heinrich pers�onlich angek�undigt wurde, hat darin dieser Partei entsprechenden Auftrieb gebracht. Der p�apstliche Legat Guido von Praeneste, der zur Verk�undung dieser Anerkennung nach Deutschland kam, hat sich auch um die St�arkung der welfischen Sache am Niederrhein bem�uht. Die Lage hatte sich inzwischen hier f�ur OTTO sehr verschlechtert. Die Grafen von Geldern und Loon hielten wieder offen zur staufischen Seite, und mit Herzog Heinrich von Nieder-Lothringenhatte es Unstimmigkeiten gegeben. Die Gr�unde hierf�ur sind nicht klar zu erkennen. Sie k�onnen pers�onlicher Art gewesen sein, weil der Herzog vielleicht unzufrieden war, dass die Eheschlie�ung seiner Tochter mit dem K�onig nicht vorangetrieben wurde, es war aber vielleicht auch ein Ausfluss der ver�anderten politischen Lage, weil Heinrichdurch den j�ungst erfolgten Friedensschluss zwischen England und Frankreich sich als Bundesgenosse der WELFEN gegen�uber einem m�oglichen Eingreifen Frankreichs zugunsten der STAUFER zu exponiert sah. Deshalb nahm sich nun der p�apstliche Legat in erster Linie dieser Sache an, ein Beweis, wie wichtig die Haltung des Herzogs f�ur die ganze welfische Sache war. Schon in K�oln bei der Proklamation der p�apstlichen Anerkennung OTTOS wurde dar�uber gesprochen, wobei auch der Erzbischof von K�oln f�ur eine Beschleunigung des Planes eintrat.Der Legat begab sich dann nach Maastricht, wo wohl in der Hauptsache niederrheinische und niederlothringische Herren versammelt waren. Die Proklamation OTTOS IV. wurde wiederholt, sonst besch�aftigte man sich indes vornehmlich mit dem Brabanter Eheprojekt, das durch Parteig�anger Heinrichsund OTTOS eigens bekr�aftigt wurde. Volle Einigkeit wurde zwischen Herzog und K�onig erreicht, worauf sich auch die Grafen von Loon und Geldern veranlasst sahen, auf die welfische Seite zur�uckzukehren. Herzog Heinrich erlie� bereits Verordnungen zur Ausr�ustung seiner Streitkr�afte. Auch die Regelung des L�utticher Bistumsstreites wurde jetzt betrieben, an der Herzog Heinrich ein besonderes Interesse besa�. Er und der Elekt Hugo von Pierrepont weilten Ende September 1201 in K�oln in der Umgebung des K�onigs, wo sie beide in einer Urkunde als Zeugen genannt sind. Wie angesehen Heinrich damals war, zeigt der vollt�onende Titel, der ihm dabei gegeben wurde: Herzog von Lothringen und Markgraf des Reichs. Auch der p�apstliche Legat hat sich ganz f�ur Hugo als neuen Bischof von L�uttich eingesetzt, doch musste hier OTTO IV. eigens beim Papst intervenieren, um die Best�atigung zu erreichen.Die n�achste Zeit wurde allerdings durch die Spannungen zwischen Holland, Geldern und Utrecht beherrscht, in die auch Herzog Heinrich einbezogen wurde. Anfangs ging es um Lehensfragen in der Veluwe, die bekanntlich der niederlothringische Herzog vom Bischof von Utrecht zu Lehen hielt und an den Grafen von Geldern weiterverliehen hatte, wof�ur dieser jedoch seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wollte. Nachdem es in diesen Streitfragen unter Vermittlung der Grafen von J�ulich und Loon zu einer Ubereinkunft gekommen war, hielt sich indes der Graf von Geldern nicht an die Absprachen, au�erdem griff er auf Seiten des Grafen Dietrich von Holland in dessen Fehde mit dem Bischof von Utrecht ein. Schlie�lich hat sich im September 1202 OTTO IV. zusammen mit dem Erzbischof von K�oln auf einem Hoftage in Maastricht dieser Sache angenommen und neue �Ubereink�unfte vermittelt zwischen dem Bischof und dem Grafen von Holland und zwischen dem Grafen von Geldern und dem Herzog von Nieder-Lothringen. Neben der Einstellung der Feindseligkeiten gegen den Bischof von Utrecht gingen die Abmachungen auch auf eine Bindung des Grafen von Geldern auf die Seite OTTOS IV. Die Ruhe kehrte jedoch nicht ein, vielmehr erweiterte sich jetzt noch die Fehde dadurch, dass der Graf von Holland sich mit dem von Geldern gegen den Bischof verband. Der Graf von Holland versuchte, Utrecht zu besetzen, was jedoch misslang, doch fiel Deventer vom Bischof ab und erkannte Otto von Geldern als Herrn an. Der Herzog von Nieder-Lothringen leistete dem Bischof Hilfe, indem er im August 1202 ein starkes Heer gegen Geldern versammelte, wobei er von K�oln, L�uttich, Limburg und Flandern Unterst�utzung erhielt. In Geldern hielt man demgegen�uber einen Widerstand f�ur aussichtslos und bat um Frieden. Inzwischen aber nahm der Graf von Holland eine Hilfeleistung f�ur Geldern auf und wandte sich auch gegen Brabanter Gebiet. Er eroberte und zerst�orte die Stadt 's Hertogenbosch und konnte auch Herzog Heinrichs Bruder Wilhelm gefangen nehmen. Der Graf von Geldern hatte sich geweigert, Hilfe gegen Holland zu leisten, weshalb der Herzog die Verhandlungen mit ihm abbrach. Zusammen mit seinem Verb�undeten r�uckte er gegen Holland aus und konnte den dortigen Grafen am 7. September 1202 bei Heusden besiegen, wobei dieser in Gefangenschaft geriet.Diese Gelegenheit ersah nun der Bischof von Utrecht, um seinerseits gegen Holland vorzugehen. Als er aber keinen Erfolg hatte, wandte er sich gegen Geldern. Inzwischen r�uckte der Herzog von Nieder-Lothringen dort ein. Der Graf von Geldern wandte sich jetzt an OTTO IV. und den Erzbischof von K�oln um Vermittlung, worauf es zu Verhandlungen kam. Der Herzog zog sich schlie�lich aus Geldern zur�uck, und man gelangte zu einer vertraglichen Abmachung. Der Graf verpflichtete sich zur Vasallentreue gegen�uber dem Herzog. Wenig sp�ater kam es in L�owen zu weiteren Besprechungen, wobei auch OTTO IV., der Erzbischof von K�oln und der Graf von Berg anwesend waren. Offensichtlich war dem K�onig daran gelegen, den Frieden weiterhin in den Niederlanden zu sichern. Indessen wurde Herzog Heinrich pl�otzlich von Misstrauen gegen den Grafen von Geldern erfasst, lie� die Stadttore schlie�en und stellte eine genaue Uberwachung auf, um dem Grafen eine Flucht zu verunm�oglichen. Darauf reisten der Erzbischof und der Graf von Berg des Nachts heimlich ab. Das war f�ur den Herzog die Veranlassung, die Verhandlungen abzubrechen und den Grafen von Geldern gefangen zu setzen, der sich darauf an den Bischof von L�uttich um Unterst�utzung wandte, dem die Vermittlung auch gelang: Der Graf erhielt gegen Zahlung einer Geldsumme die Freiheit wieder. Auch mit dem Grafen von Holland wurde eine Regelung getroffen, der gegen Abtretung der Stadt Geertruidenberg freigelassen wurde. Die Verbindung mit Geldern hat Herzog Heinrich dann noch etwas enger gestaltet, indem eine seiner T�ochter im Sp�atfr�uhjahr 1203 einen Sohn des Grafen heiratete. Schlie�lich wurde eine Gesamturkunde �uber das Verh�altnis der beiden F�ursten zueinander aufgestellt, in der Heinrich bedeutende Vorteile auf dem Gebiet des Handels erhielt.F�ur ihn �anderte sich in dieser Zeit in etwa die Situation. Seinen Bestrebungen um den Ausbau der Verh�altnisse in Brabant stand jetzt vornehmlich der Bischof von L�uttich entgegen, der inzwischen seine Macht bedeutend verst�arkt hatte. So musste der Graf von Loon f�ur einige seiner Besitzungen im Raum von Maastricht sein Lehensmann werden. Der Graf seinerseits besa� die Vogteirechte in St. Truiden und war dadurch imstande, eine bedeutungsvolle Sperre in der Verbindung zwischen L�owen und Maastricht und dem dortigen Maas�ubergang war f�ur den Handel Brabants von besonderer Wichtigkeit. Zun�achst war Herzog Heinrichin erster Linie an St. Truiden interessiert. Ein Vorgehen seinerseits gegen die dortigen Rechte des Grafen von Loon, w�urde, das war vorauszusehen, den Bischof von L�uttich auf den Plan rufen. Nun besa� aber der Herzog in diesem Streben einige rechtlich geartete Ankn�upfungspunkte. Er hatte im Jahre 1191 in einem Abkommen mit dem Herzog von Limburg die Obervogtei �uber St. Truiden erhalten. Damals besa� der Graf von Loon dort bereits Vogteirechte, die ihm sicherlich belassen wurden, denn er war zu der Zeit Vasall des niederlothringischen Herzogs. Jetzt, im Jahre 1203, wollte Heinrich seine Obervogtei st�arker zur Geltung bringen, er verlangte deshalb die Abgaben der Stadt f�ur sich. Gegen�uber dieser Bedrohung schloss sich der Graf von Loon enger an den Bischof von L�uttich an, dem er weitere seiner Gebiete zu Lehen �ubertrug. Er fand au�erdem Unterst�utzung bei Herzog Heinrich von Limburg und dem Grafen von Dachsburg. Darauf wandte sich der Herzog von Nieder-Lothringen jetzt offen gegen St. Truiden und sammelte seine Streitkr�afte bei Landen. Dem Grafen von Loon half der Bischof von L�uttich, ihre Streitkr�afte vereinigten sich bei Waremme. Es setzten dann allerdings Verhandlungen ein, und der herbeigeeilte Graf von Namur konnte nach Vermittlung eines Waffenstillstandes die Kontrahenten, besonders den niederlothringischen Herzog und den Grafen von Loon sowie auch den Grafen von Dachsburg und den Herzog von Limburg dazu bestimmen, ihm als Regenten von Flandern in seinen Streitigkeiten mit dem Bischof von Cambrai zu helfen.Jetzt nahm sich der p�apstliche Legat der Verh�altnisse in den Niederlanden an. Zu Beginn November 1203 weilte Herzog Heinrich auf der Anreise zu einem nach Soest ausgeschriebenen Hoftage OTTOS IV. in K�oln in seiner Umgebung. Vermutlich wurde dabei �uber die Lage der welfischen Partei gesprochen, die der Herzog und der Erzbischof von K�oln in letzter Zeit so wenig unterst�utzt hatten. Schon Ende 1201 hatte sich der Papst mit diesen Fragen befasst. Allerdings darf man f�ur diesen Zeitpunkt noch nicht an einen Abfall der beiden von OTTO IV. denken. Anfang Dezember 1203 besa� Innocenz III. jedoch irgendwelche Hinweise auf eine neue Entwicklung, denn er ermahnte die beiden in eigenen Schreiben, das begonnene Werk fortzusetzen und auf der Seite OTTOS auszuharren. Kurz zuvor hatten beide ihr eigenes B�undnis erneuert. Das geschah auf Veranlassung des Adels, des Klerus und der B�urgerschaft von K�oln sowie der niederrheinischen Grafen und l�asst somit darauf schlie�en, dass diese Abmachungen noch auf die Interessen OTTOS IV. gestellt waren, zu dem die Intervenienten zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch hielten. Indessen befand sich Herzog Heinrich in einer etwas eigenartigen Stellung, denn die Belange seines Landes machten ihn zu einem Gegner des Bischofs von L�uttich und des Grafen von Loon, die beide aber wie er auf der welfischen Seite standen. Unter diesen Umst�anden fiel ihm eine weitere Parteinahme f�ur OTTO IV. schwer.Der neue Fragenkomplex erweiterte sich dann noch durch die holl�andische Nachfolgefrage. Graf Dietrich von Holland starb am 4. November 1203. Da er keine m�annlichen Nachkommen besa�, hatte er die Absicht gehabt, seinen Bruder Wilhelm zu seinem Erben einzusetzen. Seine Gemahlin Adelheid verfolgte indes andere Pl�ane, sie verheiratete sofort nach dem Tode ihres Gemahls ihre Tochter Ada mit dem Grafen Ludwig von Loon und wollte diesem die Nachfolge in Holland zukommen lassen. Zun�achst erhielt er auch eine allgemeine Anerkennung, doch rief seine Regierung dann bald eine weitverbreitete Unzufriedenheit hervor. Damit bildete sich eine Partei f�ur des verstorbenen Grafen Bruder, der im Raum von Vlaardingen und Zierikzee Fu� fassen konnte, so dass der Graf von Leon und seine Schwiegermutter schlie�lich nach Utrecht fl�uchten mussten, Ada geriet in Gefangenschaft und wurde dem englischen K�onig zur Uberwachung �ubergeben. Der neue Graf Wilhelm fand sofort Unterst�utzung beim niederlothringischen Herzog, dem nat�urlich das Auftreten des Grafen von Loon in Holland sehr unbequem gewesen war.Jetzt wuchsen die einzelnen Fehden zu einem allgemeinen Krieg in den Niederlanden zusammen und verbanden sich auch mit den Thronstreitigkeiten in Deutschland. Der Graf von Loon gewann eine Reihe von Verb�undeten, darunter die Bisch�ofe von Utrecht und L�uttich, Herzog Heinrich von Limburg und die Grafen von Namur, Geldern und Berg. Diese Koalition ergriff auch Ma�nahmen gegen Herzog Heinrich. So wurde der Graf Albert von Dachsburg, der keine Nachkommen besa�, und auf dessen Besitz der Herzog als Verwandter Anspruch erheben konnte, veranlasst, f�ur den Fall seines Todes seine Allodien Moha und Waleffe gegen eine Geldsumme an das Bistum L�uttich aufzutragen. Dadurch wurde dem Herzog die Hoffnung auf eine bedeutende Erweiterung seines Gebietes nach Osten hin genommen. Dann erfolgte der Angriff auf Holland gleichzeitig von verschiedenen Seiten, der Graf von Loon setzte bei Dordrecht an, der Bischof von Utrecht l�angs des Alten Rheins, der Graf von Namur in Zeeland. Wilhelm konnte sich demgegen�uber nicht halten, doch war es ihm nach kurzer Zeit wegen der in Zeeland herrschenden Unzufriedenheit m�oglich, dorthin zur�uckzukehren. Der Graf von Loon wurde dann in der N�ahe von Rijswijk besiegt, doch ging darauf der Bischof von Utrecht zu einem neuen Angriff auf Wilhelm vor und eroberte Dordrecht. Herzog Heinrich von Nieder-Lothringenhat nicht in die K�ampfe eingegriffen. Nach der Niederlage des Grafen von Loon nahm er indes zusammen mit dem Grafen von Geldern Bem�uhungen beim Bischof von Utrecht auf, die diesen dazu vermochten, mit Graf Wilhelm gegen Zahlung einer Entsch�adigung eine Ubereinkunft einzugehen.Anschlie�end spielten die Verh�altnisse in Deutschland in diese niederl�andischen Auseinandersetzungen hinein. Es trat n�amlich ein Umschwung zugunsten PHILIPPS von Schwaben ein. Anscheinend �ubernahm es am Niederrhein Graf Wilhelm von J�ulich, f�ur PHILIPP zu werben. In erster Linie konnte er dabei den Erzbischof von K�oln gewinnen. Gleichzeitig nahm auch der niederlothringische Herzog Verbindung mit PHILIPP auf. Es tauchte das Projekt auf, die Verlobung der Tochter des Herzogs mit OTTO IV. aufzuheben und sie mit dem jungen STAUFER FRIEDRICH II. zu verbinden. Dieser Plan gelangte auch zur Kenntnis des Papstes, der unter Hinweis auf seine bereits f�ur die Ehe mit OTTO IV. erteilte Dispens im Oktober 1204 energisch dagegen protestierte. Er forderte auch den Erzbischof von Mainz, den Bischof von Cambrai und den Propst von Bonn auf, beim K�olner Erzbischof zu intervenieren und ihn bei der welfischen Sache zu halten. Unbeirrt durch diese Stellungnahme ist Herzog Heinrich Ende des Jahres 1204 auf die Seite PHILIPPS �ubergewechselt, vermutlich letztlich auf Veranlassung des Erzbischofs von K�oln, mit dem zusammen er in Koblenz im November 1204 PHILIPP die Huldigung leistete.F�ur Herzog Heinrich war dieser Parteiwechsel sehr vorteilhaft. Bei der Huldigung an PHILIPP und der Ubertragung der Reichslehen durch diesen erhielt er von ihm zwei Urkunden mit zahlreichen Privilegien. So wurden ihm die Abtei Nivelles, die Stadt Maastricht und die dortige Abtei St. Servatius zu erblichen Lehen �ubertragen. Die Stadt Nimwegen musste er zwar an das Reich zur�uckgeben, erhielt daf�ur aber eine Entsch�adigung. Des weiteren wurden ihm schon im voraus die Lehen seines Oheims, des Grafen Albert von Dachsburg, zugesprochen, die bei dessen Tode auf ihn �ubergehen sollten. Hierzu wollte der K�onig sich auch um die Zustimmung der Bisch�ofe von Metz und Stra�burg bem�uhen, die in diesen Fragen ein Mitspracherecht besa�en. Da der Herzog noch keine m�annlichen Erben besa�, wurde ihm f�ur den gegebenen Fall die Lehensfolge seiner T�ochter zugesichert. Auf politischem Gebiete wollte sich der K�onig darum bem�uhen, ihn mit dem franz�osischen K�onig auszus�ohnen, und der Graf von Loon sollte nur mit seiner Zustimmung unter die Anh�angerschaft des K�onigs aufgenommen werden. Unter den finanziellen Zugest�andnissen fallen besonders auf der Erwerb der Zollfreiheit im ganzen Reich f�ur die Kaufleute von 's Hertogenbosch und Tiel und die �Ubertragung des Geleitrechtes in Meerssen und Schimmert mitsamt der Vogtei.K�onig PHILIPP hat dann dem Herzog eine Verbindung mit dem franz�osischen K�onig hergestellt, denn Anfang Februar 1205 ging Heinrich an den franz�osischen Hof. Dort verpflichtete er sich zur Hilfeleistung gegen jedermann, mit Ausnahme PHILIPPS oder des nach seinem eventuellen Tode von den deutschen F�ursten gew�ahlten K�onigs, und erhielt daf�ur ein Geldlehen. Gleichzeitig wurde eine Verst�andigung mit dem Grafen Rainald von Boulogne erreicht, mit dem Streitigkeiten wegen der Erbschaft in Boulogne bestanden, da Heinrich ja die eine der T�ochter des letzten Grafen von Boulogne, Matthaeus, geheiratet hatte, die neben der andern, der Gemahlin Rainalds, Anspr�uche auf das Erbe besa�. Der Herzog gab hier seine Ziele auf und erhielt als Entsch�adigung daf�ur eine Rente auf Calais angewiesen. Schlie�lich sagte er auch eine Unterst�utzung f�ur eine franz�osische Invasion in England zu. Diese Einigung mit dem franz�osischen K�onig brachte ihm allerdings auf der andern Seite einen Nachteil. Der englische K�onig Johann beschlagnahmte n�amlich alle seine in England liegenden Lehen, wodurch auch sein dort lebender Halbbruder Gottfried betroffen wurde. Dagegen wurden zur gleichen Zeit etwa die Streitigkeiten in Holland beigelegt. Die Verbindung des niederlothringischen Hauses mit FRIEDRICH II. ist �ubrigens nicht zustande gekommen, wohl mit R�ucksicht auf den Papst. Jedoch wurde daf�ur im Jahre 1207 der Sohn des Herzogs, der ihm kurz zuvor geboren worden war, mit einer Tochter PHILIPPS verlobt.Inzwischen hatten sich f�ur ihn die Verh�altnisse in den Niederlanden gebessert. Nach den Abmachungen zwischen dem Grafen von Dachsburg und dem Bischof von L�uttich blieb man in L�uttich in den versprochenen Zahlungen s�aumig. Infolgedessen trat der Graf vom Gesch�aft zur�uck und schloss den gleichen Handel mit Herzog Heinrich ab. Ausgenommen wurden von der eigentlichen Erbschaft die Dachsburger Reichslehen und die Allodien von Moha und Waleffe, die auf jeden Fall an Heinrich kommen sollten. Gegen�uber der weiterhin feindlichen Haltung des Bischofs von L�uttich und des Grafen von Loon legte der Herzog jetzt Befestigungen an der Maasbr�ucke bei Maastricht an. Sie wurden indes bald darauf vom Bischof und vom Grafen erobert, und die Br�ucke wurde zerst�ort. Am Niederrhein erschien jetzt PHILIPP von Schwaben, nachdem er in solch entscheidendem Ma�e seine Macht erweitert hatte. Er begab sich nach Aachen, wo er nach erneuter Wahl am 6. Januar 1205 vom Erzbischof von K�oln zum K�onig gekr�ont wurde. F�ur den Bischof von L�uttich war das der Anlass, beim niederlothringischen Herzog um Waffenstillstand zu ersuchen, da bei der neuen Lage eine Fortsetzung des Krieges zwecklos erschien. Das gleiche erhielt auch der Graf von Loon, wobei sich beide verpflichteten, die Br�ucke bei Maastricht wiederherzustellen. K�onig PHILIPP hat allerdings damals noch nichts gegen K�oln unternommen, wo sich OTTO IV. noch aufhielt.Erzbischof Adolf von K�oln wurde auf Grund seines Wechsels zur staufischen Partei am 19. Mai 1205 durch p�apstliche Beauftragte exkommuniziert, Herzog Heinrich wurde durch p�apstlichen Brief die Exkommunikation angedroht. Er und der Erzbischof fanden sich darauf Ende Mai am Hofe PHILIPPS in Speyer ein, um dort um Hilfe zu bitten. Es wurde f�ur einen sp�ateren Zeitpunkt eine Aktion gegen K�oln beschlossen, um Adolf wieder in den Besitz dieser Stadt zu bringen. Inzwischen �ubernahm dort der Herzog von Limburg die Verwaltung des Bistums und begann in Verbindung mit OTTO IV. gegen den Grafen von Hochstaden vorzugehen. Erzbischof Adolf konnte jetzt mit diesem und dem Grafen von J�ulich Streitkr�afte sammeln, mit denen er gegen die Limburgischen Besitzungen vorging. Auf der andern Seite w�ahlte man in K�oln im Juni 1205 einen neuen Erzbischof, und zwar den Propst Bruno, womit nun der Kampf um das Erzbistum begann. Von S�uden her erschien K�onig PHILIPP mit einem Heere und gelangte �uber Bonn in den K�olner Raum, wo er Herzog Heinrich vonNieder-Lothringen erwartete. Dieser kam mit nicht unbetr�achtlichen Streitkr�aften, doch ergaben sich schon bald Unstimmigkeiten, deren Ursache nicht zu erkennen ist. Vielleicht war er �uber das Verhalten des K�onigs gegen�uber dem Grafen von Loon verstimmt. Wir wissen n�amlich, dass PHILIPP zu Ende des Jahres 1205 mit dem Bischof von L�uttich einen Waffenstillstand geschlossen hatte, der von den Grafen von Namur und Loon vermittelt worden war. Danach stand also letzterer wieder in k�oniglicher Gunst, was den Abmachungen mit Herzog Heinrich widersprach, dessen Zustimmung ja zur Wiederzulassung des Grafen erforderlich sein sollte. Der Parteiwechsel Heinrichs auf die staufische Seite besa� danach keinen Sinn mehr, denn seine Gegner befanden sich wiederum mit ihm auf der gleichen Seite. Bei diesen Unstimmigkeiten im Lager PHILIPPS vor K�oln drohte er sogar mit seinem Abzug. Schlie�lich wurde er mit einem Kostenzuschuss zu seinen R�ustungen beruhigt.Darauf begann man eine Aktion gegen K�oln, das von OTTO IV. und Walram, dem Sohn des Herzogs von Limburg, verteidigt wurde. Hier allerdings war nichts auszurichten, doch gelang die Eroberung von Neuss, das dem Erzbischof Adolf unterstellt wurde. Darauf zog man in das Gebiet von Aachen und begann die Belagerung der Burg Herzogenrath, die dem Herzog von Limburg geh�orte. Auffallenderweise intervenierte jetzt Herzog Heinrich zugunsten des Limburgers, den er offensichtlich schonen wollte. Er setzte die Aufhebung der Belagerung durch, indem er sich verb�urgte, den Herzog auf die Seite PHILIPPS zu bringen. Dieser ging dann noch nach Aachen, erfuhr hier jedoch, dass die K�olner seinen Nachschub auf dem Rhein abgefangen hatten, und zog sich deshalb auf Bonn zur�uck, womit die ganze Aktion beendet war. Der Herzog von Limburg ist �ubrigens tats�achlich im n�achsten Jahr auf die Seite PHILIPPS getreten. Das weitere Vorgehen Herzog Heinrichs in den Niederlanden war bedingt durch die eigenartige Lage seines Landes, das in wirtschaftlicher Hinsicht auf Handelsbeziehungen mit K�oln und mit England angewiesen war. Aus diesem Grunde hatte er ja zu Beginn die welfische Seite gew�ahlt gehabt, die ihm die Verbindung mit England garantierte, und als dann auch die Stadt K�oln auf die gleiche Seite gezogen worden war, schien die weitere Stellung Nieder-Lothringens gesichert. Das war in Wirklichkeit allerdings nicht der Fall, weil der Zwist zwischen den niederl�andischen M�achten sich entsprechend sch�adigend auf die hohe Politik auswirkte. Der Wechsel Herzog Heinrichs auf die staufische Seite konnte daher f�ur ihn nur ertr�aglich sein, wenn er die �ubrigen politischen Kr�afte dazu brachte, in allem zu seiner Linie zu stehen, um dadurch die Stadt K�oln und auch England zu veranlassen, ihn wegen seines Stellungswechsels nicht zu benachteiligen. Als erstes suchte er dabei mit dem Bischof von L�uttich zu einer endg�ultigen Regelung zu kommen. Er verzichtete auf das Gesch�aft mit der Grafschaft Dachsburg, wohl auch weil bereits zum Zeitpunkt dieser Verhandlungen abzusehen war, dass der Graf von Dachsburg Nachkommenschaft erhalten werde. Er trat also alle seine Anspr�uche an den Bischof ab. Da dem Grafen kurz darauf eine Tochter geboren wurde, gingen sowieso alle Spekulationen auf das Erbe vorerst zunichte. Etwa gleichzeitig schloss der Herzog auch mit dem Grafen von Loon eine �Ubereinkunft. Der Graf verzichtete zugunsten des Herzogs auf die Stadt Maastricht und erkannte an, dass er die Vogtei von St. Truiden von diesem als Lehen halte. Als sein Lehensmann bekannte er sich zu der Verpflichtung, ihm gegen den Bischof von L�uttich zu helfen, falls dieser einen ungerechten Krieg er�offnen w�urde. Demgegen�uber versprach ihm der Herzog Hilfe gegen Holland.Der Graf von Loon konnte sich danach gegen den Grafen von Holland durchsetzen und kam mit ihm am 14. Oktober 1206 zum Friedensvertrag von Br�ugge. Er erhielt dabei den n�ordlichen Teil von Zeeland und die Grafschaft Holland, soweit sie nicht unter das Witwengut von Wilhelms Mutter fielen, au�erdem ging der Grafentitel von Holland an ihn, w�ahrend Wilhelm sich mit dem s�udlichen Zeeland begn�ugte. Die Anerkennung dieses Vertrages durch den niederlothringischen Herzog musste sich der Graf von Loon allerdings durch Opfer erkaufen. Alle seine Allodien in Holland mit Ausnahme von Leiden gingen bei Nieder-Lothringen zu Lehen. Soweit er das verwirklichen k�onnte, sollte das auch mit seinen, von anderen Herren abh�angigen Lehen geschehen. Zweifellos gingen diese Forderungen Heinrichs auf seine Eigenschaft als Herzog von Nieder-Lothringen zur�uck. Er und der Graf von Loon haben dann auch den Herzog von Limburg f�ur die staufische Sache gewonnen.PHILIPP von Schwaben hat im Sommer des Jahres 1206 nochmals einen Zug an den Niederrhein durchgef�uhrt. Es kam dabei zwar im August bei Wassenberg zu einer Schlacht mit OTTO IV., die f�ur PHILIPP siegreich endete und den neuen Erzbischof Bruno von K�oln in seine Gewalt brachte, doch f�uhrte das nicht zur Unterwerfung der welfischen Partei. Der STAUFER hat damals die Stadt K�oln nicht angegriffen, wahrscheinlich weil er die Aktionen Herzog Heinrichs zur Gewinnung neuer Anh�anger am Niederrhein nicht st�oren wollte. In der Tat war die Stadt K�oln jetzt weitgehend isoliert, und der Herzog konnte hier mit Erfolg Unterhandlungen einleiten, die sie zu einer �Anderung ihrer Politik veranlassten. Es kam unter seiner Vermittlung im November 1206 zu einer ersten Ann�aherung zwischen PHILIPP und Gesandten der K�olner, in der man zur Festlegung entsprechender Abmachungen schritt. Erzbischof Adolf war ebenfalls anwesend, doch beschloss man, seine Angelegenheit auf gelegenere Zeit zu verschieben. Weitere Besprechungen wurden wiederum unter Vermittlung Herzog Heinrichs auf einem Hoftage zu Sinzig im Januar 1207 gef�uhrt. Jetzt wurden feste Abmachungen getroffen: Die K�olner sollten sich beim Papst f�ur die Wiedereinsetzung von Erzbischof Adolf verwenden, sollte das nicht gelingen, dann w�urden sie denjenigen als Erzbischof aufnehmen, den der K�onig, Herzog Heinrich und die Grafen von Geldern, J�ulich, Berg, Hochstaden und Kuik anerkennen w�urden.Der K�onig ging anschlie�end nach Gelnhausen, wo er sich noch weiterhin mit der K�olner Angelegenheit besch�aftigte. Hier wurde die Heirat von Heinrichsgleichnamigem Sohn mit einer Tochter PHILIPPS vereinbart. Uber die Abmachungen sprach man auch noch auf einem weiteren Hoftage zu Sinzig im April 1207, auf dem die K�olner Angelegenheit endg�ultig in Ordnung gebracht wurde. Vor�ubergehend war wieder Misstrauen aufgetreten, denn eine K�olner Gesandtschaft an den Papst war angehalten worden. Die Gesandten wurden nach Sinzig gebracht, wo man dann die letzten Fragen regelte. K�onig PHILIPP konnte darauf seinen Einzug in K�oln halten, Herzog Heinrich hat ihn dabei begleitet. Ebenso befand sich anschlie�end Heinrichin Worms in der Umgebung des K�onigs, als die Verhandlungen mit p�apstlichen Legaten begannen, die eine Anerkennung der staufischen Sache durch den Papst einleiteten. Der Herzog ist jetzt vorerst st�andig in der Umgebung des K�onigs geblieben. Nach dem Tage von Worms finden wir ihn in W�urzburg, im September in Quedlinburg. Vermutlich ging es ihm darum, bei den Verhandlungen mit OTTO IV. in den niederrheinischen Fragen seine Meinung geltend zu machen. Als der K�onig sich dann nach S-Deutschland wandte, hat er offensichtlich den Hof verlassen.Die Lage begann sich in dieser Zeit f�ur ihn etwas zu komplizieren. Das bisherige Zusammengehen PHILIPPS mit dem franz�osischen K�onig wurde problematisch. Bei Streitigkeiten zwischen dem Grafen Theobald von Bar und dem Herzog Friedrich II. von Ober-Lothringen tauchten entgegenstehende Interessen auf franz�osischer und deutscher Seite auf, indem der franz�osische K�onig den Grafen von Bar beg�unstigte, w�ahrend es PHILIPP von Schwaben in erster Linie um die Festigung des Friedens in Lothringen ging. Da keine Ubereinkunft mit Frankreich zu erreichen war, wird Herzog Heinrich unter den Eindruck dieser Entwicklung gekommen sein. Die Drohung eines f�ur ihn unbequemen Zerfalls der franz�osisch-staufischen Freundschaft konnte verst�arkend auf die inzwischen in Holland eingetretene Lage einwirken. Die Abmachungen zwischen dem Grafen von Loon und Wilhelm von Holland waren n�amlich nicht durchgef�uhrt worden. Vielmehr hatte Wilhelm im Februar 1208 den Titel eines Grafen von Holland angenommen, auch hatte er nichts getan, um seine Nichte Ada, die Gemahlin des Grafen von Loon, aus der Internierung in England zur�uckzuholen. Schlie�lich bem�uhte sich der Graf von Loon selbst darum, musste daf�ur aber dem englischen K�onig huldigen und Geiseln f�ur die Einhaltung dieser Huldigung stellen. Wir wissen nicht, inwieweit Herzog Heinrich �uber diese Absprachen unterrichtet war, die neuen Beziehungen des Grafen von Loon zu England mussten ihm jedoch bekannt sein, er sah dadurch seine eigene Politik, in die er diesen einbezogen hatte, gef�ahrdet. Demgem�ass suchte er selbst ebenfalls eine Ann�aherung an den englischen K�onig. Es kam zu einer Verst�andigung, demzufolge der Herzog seine in England beschlagnahmten Lehen zur�uckerhielt. Diesen Abmachungen lag indes in der Hauptsache wohl der Versuch einer Ann�aherung an die welfische Seite zu Grunde. Immerhin blieb aber Herzog Heinrich noch in Verbindung zu K�onig PHILIPP, er folgte ihm von Metz nach Aachen. Damals schien eine milit�arische Auseinandersetzung mit Frankreich um die oberlothringische Frage nicht ausgeschlossen. Dann aber �anderte die Ermordung PHILIPPS von Schwaben am 21. Juni 1208 die Lage in Deutschland grundlegend, denn jetzt wurde OTTO IV. weitgehend anerkannt.Die p�apstliche Politik entwickelte sofort gro�angelegte Pl�ane: Durch eine Heirat OTTOS mit einer der T�ochter PHILIPPS sollten die Parteien einander n�ahergebracht werden. Herzog Heinrich musste indes jetzt Bedenken haben, dass seine fr�uheren Gegner, der Bischof von L�uttich und der Graf von Loon, gr�o�eren Einfluss bei OTTO IV. erhalten k�onnten. Auf der andern Seite bem�uhte sich der franz�osische K�onig um ihn, da er f�ur die Zukunft ein enges Zusammengehen zwischen England und OTTO IV. f�urchtete. Er hatte sich schon gleich mit der Witwe PHILIPPS von Schwaben in Verbindung gesetzt, um die geeigneten Mittel gegen eine allgemeine Anerkennung OTTOS zu finden. Beide einigten sich in der Meinung, f�ur eine solche Gegenrolle den Herzog von Nieder-Lothringen zu gewinnen. So erhielt dieser eine Einladung nach Soissons, wo ein Abkommen geschlossen wurde, wonach er als Bewerber f�ur die deutsche K�onigskrone auftreten sollte. Daf�ur erhielt er vom franz�osischen K�onig einen Geldbetrag, den er zur�uckzahlen sollte, falls er nicht zum deutschen K�onig erhoben w�urde. Das B�undnis wurde auch ausdr�ucklich gegen den englischen K�onig ausgedehnt.Inwieweit der franz�osische K�onig wirklich mit einem Gelingen des Planes gerechnet hat, l�asst sich nicht sagen. Aus dem Text des Vertrages kann man nicht allzu viel Vertrauen erkennen, es ging dem K�onig anscheinend mehr um den Aufbau einer profranz�osischen Partei, ein aktiver Einsatz f�ur die PersonHeinrichs ist eigentlich nicht recht zu sehen, anscheinend sollten andere den n�otigen Einsatz leisten. Die Ausgangsbasis f�ur das Ganze war recht schmal, man konnte mit der Unterst�utzung des Grafen Philipp von Namur und allenfalls des Grafen Theobald von Bar rechnen. Letzterem war noch ein Druck auf den Herzog Friedrich von Ober-Lothringen m�oglich, der sich verpflichten musste, nur einem vom Grafen von Bar anerkannten deutschen K�onig Folge zu leisten. Es gelang aber nicht, die eigentliche staufische Partei f�ur Herzog Heinrich zu gewinnen, vor allem erkl�arten sich die f�ur diese Frage wichtigen Erzbisch�ofe von K�oln und Mainz energisch gegen den Plan. Als dann auch noch Ende August 1208 die Witwe PHILIPPS von Schwaben starb, ergaben sich f�ur die Kandidatur Heinrichs keine eigentlichen Anhaltspunkte mehr, OTTO IV. wurde ohne weiteres im November 1208 allgemein als deutscher K�onig anerkannt.Im Dezember 1208 war er nach K�oln gekommen, wo auf den vakant gewordenen erzbisch�oflichen Stuhl der Propst Dietrich gew�ahlt wurde. Bei dieser Gelegenheit berichtet eine K�olner Quelle, der K�onig habe dem neuen Erzbischof das Herzogtum Westfalen, das die Erzbisch�ofe seit der Zeit Kaiser FRIEDRICHS I. besa�en, und das Herzogtum Lothringen �ubertragen. Herzog Heinrich von Nieder-Lothringen war nun allerdings zu dieser Zeit noch der Gegner OTTOS IV., und so w�are es denkbar, dass dieser in K�oln ein Gegengewicht gegen ihn schaffen wollte. Indes steht die Nachricht nur in der K�olner K�onigschronik, so dass hier der Verdacht aufkommt, die Formulierung mit dem Herzogtum Lothringen beruhe lediglich auf der K�olner Tradition, die an die Verh�altnisse unter Erzbischof Bruno im 10. Jahrhundert ankn�upfte. Hinweise hierzu besitzen wir in einem im Jahre 1206 geschriebenen Dialog zwischen einem Kleriker und einem Laien. F�ur unsere Frage besonders wichtig erscheinen die Ausf�uhrungen, im 10. Jahrhundert seien die Gewalt des Bistums und die des Herzogtums K�oln nicht in einer Person vereinigt gewesen, es habe vielmehr einen K�olner Erzbischof und einen K�olner Herzog gegeben, die Bischofsgewalt sei durch Wahl, die Herzogsgewalt durch Erbrecht �ubertragen worden, Kaiser OTTO I. habe beide Gewalten seinem Bruder Bruno gegeben und zugleich der K�olner Kirche auf immer gew�ahrt.Diese Stelle ist nun zu vergleichen mit dem Bericht �uber die Ubertragung des Herzogtums Westfalen an den K�olner Erzbischof im Jahre 1180, in dem es hei�t, er sei in seinem Bistum und in ganz Westfalen und Engern dem Herzogtum des Herzogs von Sachsen vorgesetzt worden. Es herrschte also in K�oln die Vorstellung einer urspr�unglichen �Uberordnung der Herzogsgewalt �uber die bisch�ofliche, so dass ein Bistum zwei oder mehreren Herzogt�umern angeh�oren k�onne. Diese Bindungen waren in der K�olner Vorstellung durch Kaiser OTTO I. gegen�uber Lothringen und durch Kaiser FRIEDRICH I. gegen�uber Sachsen aufgehoben werden, und aus diesem Bilde heraus lie� man jetzt den Erzbischof Dietrich das Herzogtum Engern und das Herzogtum Lothringen �ubernehmen, selbstverst�andlich nur soweit, als sich das auf sein Bistum bezog. Auch Caesarius von Heisterbach berichtet in seinem Katalog der Erzbisch�ofe von K�oln, sie h�atten seit Philipp von Heinsberg zwei Herzogt�umer besessen, das von K�oln und das von Westfalen. Es ist also im Jahre 1208 nicht an eine Absetzung Herzog Heinrichs von Nieder-Lothringen und an eine Ubertragung des Herzogtums an den Erzbischof von K�oln zu denken.Etwa seit dem Beginn des Jahres 1209 gab Herzog Heinrich seine Pl�ane auf die Krone auf und n�aherte sich wieder der welfischen Partei. Ein erster Schritt erfolgte �uber den neuen Erzbischof Dietrich von K�oln, mit dem der Herzog einen Vertrag abschloss, der in die Zeit vor Ende M�arz 1209 zu datieren ist. M�oglicherweise wurde die letzte Vermittlung zu OTTO IV. durch die p�apstlichen Legaten �ubernommen, die im Mai 1209 nach K�oln kamen, jedenfalls war der Herzog am 24. Mai auf dem Reichstag in W�urzburg anwesend. Zu seiner Auss�ohnung musste er auf die Abtei Nivelles verzichten, und es ist nicht sicher, ob er die Stadt Maastricht behielt. Diese Ereignisse haben seine Stellung in den Niederlanden etwas geschw�acht. Er scheint sich in der Folgezeit von den Reichsangelegenheiten zur�uckgehalten und daf�ur mehr der Entwicklung in den Niederlanden gewidmet zu haben. So brachte er seine Autorit�at gegen�uber dem Grafen von Namur wieder zur Geltung, der ihm f�ur das Gebiet von Aalst die Huldigung leisten musste, und auch im Bistum L�uttich hat er bei Streitigkeiten zwischen Kapitel und Bischof eingegriffen. Die Situation begann sich dann aber wieder zu �andern, als OTTO IV. nach seiner Kaiserkr�onung mit dem Papst �uber italienische Fragen in Konflikt geriet und im November 1210 exkommuniziert wurde. Darauf bildete sich in Deutschland eine neue staufische Partei, die sich f�ur FRIEDRICH II., den inzwischen herangewachsenen Sohn Kaiser HEINRICHS VI., entschied, und f�ur den niederlothringischen Herzog d�urfte sich die Frage gestellt haben, wie er sich zu dieser Entwicklung verhalten solle. Gr�o�ere Aussichten ergaben sich f�ur ihn bei einem Verbleiben auf welfischer Seite. Sein gr�o�ter Konkurrent im niederl�andischen Raum war n�amlich der Bischof von L�uttich geworden, der seinerseits Gr�unde besa�, sich mit dem Papst gut zu stellen und infolgedessen aus der Exkommunikation OTTOS IV. die entsprechenden Schl�usse zu ziehen. Herzog Heinrich konnte also eine Unterst�utzung gegen ihn erwarten, wenn er auf welfischer Seite verblieb.So finden wir ihn denn auch aktiv f�ur OTTO IV. engagiert, er r�uckte zusammen mit dem rheinischen Pfalzgrafen in das Gebiet des Hauptgegners des Kaisers, des Mainzer Erzbischofs ein und schritt zu den �ublichen Verw�ustungen. Vermutlich leistete dieser Aktion auch der Herzog von Limburg seine Unterst�utzung. Ein nennenswerter Erfolg hat sich indessen nicht ergeben. Die BerechnungenHeinrichs schienen jedoch richtig zu sein, denn als OTTO IV. Mitte M�arz 1212 in Frankfurt erschien, gruppierte sich eine Reihe von niederl�andischen F�ursten um ihn, darunter der Herzog von Limburg und die Grafen von Loon, Geldern und J�ulich. Nat�urlich war auch Heinrich selbst anwesend, und er erhielt jetzt den Auftrag, gegen den Bischof von L�uttich vorzugehen. Au�er der zu betreibenden Anerkennung OTTOS IV. in L�uttich ging es dabei auch um pers�onliche Interessen Herzog Heinrichs. Die Dachsburger Erbfrage war n�amlich wieder aufgetaucht, als zu Beginn des Jahres 1212 Graf Albert starb. Der L�utticher Bischof kam auf die Abmachungen des Jahres 1204 zur�uck und beanspruchte Moha und Waleffe f�ur sein Bistum. Nun aber war die damals vereinbarte Geldsumme nicht bezahlt worden. Bischof Hugo aber erkannte, dass diese Gebiete f�ur ihn von gro�em Wert waren bei eventuellen Auseinandersetzungen mit dem Herzog von Nieder-Lothringen, und so suchte er sich nach dem Tode des Grafen Albert mit dessen Erbin und deren Verlobten Theobald, dem Sohn Herzog Friedrichs von Ober-Lothringen, zu verst�andigen. Auf der andern Seite erhob nun auch Herzog Heinrich Anspruch auf das Gebiet, das er nicht unter die Herrschaft von L�uttich geraten lassen wollte. Eine Besprechung zwischen Herzog und Bischof �uber ihre Forderungen verlief ohne Erfolg.Von beiden Seiten wurden jetzt Zur�ustungen getroffen, die jedoch in L�uttich nicht in ausreichendem Ma�e stattfanden. Herzog Heinrich erhielt dazu noch Hilfe aus Limburg und konnte so am 3. Mai 1212 L�uttich erobern. Die Stadt musste OTTO IV. als Kaiser anerkennen. Der Herzog versuchte noch, K�oln zu erobern, doch gelang das nicht. Der Bischof seinerseits exkommunizierte ihn auf einer Synode zu Huy. Vorderhand kam es indes zum Abschluss eines Waffenstillstandes. Das nutzten beide Seiten, um sich zu verst�arken. In der gro�en Politik ergaben sich damals bereits die Zuspitzungen, die zu einer erneuten Auseinandersetzung zwischen England und Frankreich f�uhren sollten, so dass gerade in den Niederlanden die Politik des franz�osischen und des englischen K�onigs eine gro�e Rolle spielte. In Voraussicht dessen nahm jetzt der englische verst�arkte Beziehungen zu Herzog Heinrichauf. Restriktionen, die noch auf dem Handel mit Brabant lagen, wurden aufgehoben. Allgemein gesehen, befand sich Heinrich aber doch in einem leichten Nachteil, denn diese Verbindung mit England konnte ihm im Augenblick keine konkreten Vorteile gr�o�eren Ausma�es verschaffen. Er suchte dann auch noch eine Verbindung zum Grafen von Bar, der zu einem neuerlichen Vorgehen gegen den Herzog von Ober-Lothringen bereit war, zumal dieser auf staufischer Seite stand. Auf der andern Seite erhielt Bischof Hugo von L�uttich effektive milit�arische Hilfe vom franz�osischen K�onig und wurde au�erdem durch die Grafen von Flandern, Namur und Loon unterst�utzt. Vor dieser Koalition musste Herzog Heinrichschlie�lich zur�uckweichen, er rief die Vermittlung des Grafen von Flandern an, versprach den L�uttichern Schadenersatz und verzichtete auf Moha.Er hat sich allerdings dann an die Abmachungen nicht gehalten, zumal er vom Grafen von Bar fortlaufend Unterst�utzung erhielt, der weiterhin gegen L�utticher Gebiet vorging. So gab er nur Waleffe zur�uck, hielt sich aber nicht an die sonstigen Versprechungen. Darauf kam der Graf von Flandern nach L�uttich, um eine Vermittlung zu unternehmen, hatte damit jedoch keinen Erfolg. Uber das Gebiet des Herzogs wurde deshalb vom L�utticher Bischof das Interdikt verh�angt. Inzwischen machte sich die Entwicklung in der gro�en Politik bemerkbar. Der STAUFER FRIEDRICH II. gelangte in dieser Zeit nach Deutschland und wurde Anfang Dezember 1212 in Frankfurt zum deutschen K�onig gew�ahlt und anschlie�end in Mainz gekr�ont. OTTO IV. war nach K�oln gekommen, um seine Stellung am Niederrhein zu festigen. Er ging von dort Ende November 1212 nach Aachen und versammelte seine lothringischen Anh�anger um sich. Auch Herzog Heinrich war hier erschienen. Indessen machte sich auch bereits die staufische Partei in den Niederlanden geltend. In Utrecht wurde Anfang Dezember zum neuen Bischof der Bruder des Grafen von Geldern erhoben, der OTTO IV. feindlich gesinnt war.Aber dann wirkte sich doch die f�ur Herzog Heinrich unerfreuliche L�utticher Streitfrage auf seine Haltung aus. Von OTTO IV. war hier keine effektive Hilfe zu erwarten, denn es zeigte sich in dieser Zeit ziemlich deutlich, dass der Anhang des WELFEN in den Niederlanden zu schwinden begann. Dagegen konnte man mit franz�osischer Unterst�utzung spekulieren, was �ubrigens gleichzeitig der Fall war f�ur die Erbschaft des im Oktober 1212 verstorbenen Grafen von Namur. So wechselte denn zu Beginn des Jahres 1213 Herzog Heinrich auf die franz�osische Seite und fand sich im April auf einem Hoftage in Soissons ein. Er versprach dort dem franz�osischen K�onig Unterst�utzung gegen alle, au�er gegen K�onig FRIEDRICH II. oder denjenigen, der bei dessen Tode unter Zustimmung des K�onigs zum deutschen K�onig gew�ahlt w�urde, und erhielt seinerseits Subsidien. Au�erdem konnte er die Witwe des Grafen von Namur heiraten, die des K�onigs Tochter war. Der K�onig wollte sich vor allem f�ur Heinrich bei FRIEDRICH II. verwenden, daf�ur musste sich der Herzog verpflichten, den franz�osischen Ratschl�agen bez�uglich des Bischofs von L�uttich Folge zu leisten. Anscheinend hatte dieses letztere Problem sofort gel�ost werden sollen, denn auch der Bischof war nach Soissons entboten worden, hatte sich aber entschuldigen lassen. Das kam nun einer eindeutigen feindseligen Haltung gleich. Dazu begab sich der Bischof damals an den Hof FRIEDRICHS II., offensichtlich um diesen gegen den niederlothringischen Herzog zu beeinflussen. Damit wurde aber auch dar�uber hinaus die Ausf�uhrung der in Soissons getroffenen Abmachungen behindert. Vor allem stand der geplanten Eheschlie�ung des Herzogs der Umstand entgegen, dass er sich noch im Banne befand, wobei der Bischof es verstand, die L�osung vom Banne zu hintertreiben. Der franz�osische K�onig sandte in dieser Hinsicht energische Briefe nach L�uttich, doch musste schlie�lich der Papst eingreifen, um die Sache zu regeln.Das �Uberwechseln des niederlothringischen Herzogs auf die franz�osische Seite zog entsprechende Umgruppierungen in den Niederlanden nach sich. Der Graf von Loon bekannte sich wieder eifrig zur welfischen Sache und schloss ein B�undnis mit dem englischen K�onig, der Graf von Flandern brach mit Frankreich, und au�erdem ging der englische K�onig jetzt wieder gegen die Besitzungen Herzog Heinrichs in England und gegen den Handel mit seinen L�andern vor. Zun�achst setzte eine Aktion des franz�osischen K�onigs gegen Flandern ein, das vollst�andig erobert wurde, dann aber durch das Eingreifen einer englischen Flotte wieder verloren ging. Ob Herzog Heinrich selbst an dieser Aktion teilgenommen hat, bleibt fraglich, sein Land stand immerhin unter der Bedrohung der Grafen von Loon und Holland. Aber nun gab der R�uckschlag f�ur Frankreich dem Grafen von Flandern den Plan ein, sich gegen den Herzog von Nieder-Lothringen zu wenden. Hierzu verabredete er sich mit dem Bischof von L�uttich. Allerdings gelangten sie nicht zu einer gemeinsamen Aktion, denn der Graf schlug im Sommer 1213 zu fr�uh los. Ein Entlastungsunternehmen des franz�osischen K�onigs im s�udlichen Flandern rettete demgegen�uber Herzog Heinrich, worauf es f�ur diesen m�oglich war, sich gegen den Bischof von L�uttich zu wenden. Mit Zerst�orungen durchzog er den Raum von Waleffe, Waremme und Tongern. Der Graf von Loon stellte sich jetzt auf die Seite des Bischofs, auch der Herzog von Limburg wurde f�ur ihn gewonnen, allerdings war er im Grunde genommen nicht gewillt, mit dem niederlothringischen Herzog zu brechen. Dieser unternahm dann eine Aktion auf L�uttich, erkannte aber, dass die Sicherung der Stadt schon zu weit gediehen war. Zum Zeitpunkt, als er sich anschlie�end auf die Brabanter Grenze zur�uckzog, vereinigte der Graf von Loon seine Streitkr�afte mit denen des Bischofs und beide verfolgten ihn. So kam es am 13. Oktober bei Steppes zur Schlacht, in der der Herzog unterlag. Seine Gegner r�uckten jetzt auf Brabanter Gebiet und zerst�orten die Stadt Zoutleeuw, die als Handelskonkurrent von St. Truiden dem Grafen von Loon besonders verhasst war.Der Bischof von L�uttich blieb noch einige Zeit auf Brabanter Gebiet stehen, vermutlich dachte er an ein Zusammenwirken mit dem Grafen von Flandern. Da der franz�osische K�onig nicht mehr zugunsten Herzog Heinrichs eingegriffen hatte, ohne dass wir die Gr�unde f�ur dieses Verhalten feststellen k�onnen, konnte der Graf sich jetzt gegen Brabant wenden. Herzog Heinrich erkannte nun die gro�e Gefahr, die ihm drohte, begab sich ins Lager des Grafen und machte ihm die g�unstigsten Angebote, um ihn zum Frieden zu stimmen und zur Vermittlung mit dem Bischof von L�uttich zu verm�ogen, was ihm auch gelang. Der Graf konnte bei Gestellung der beiden S�ohne des Herzogs als Geiseln einen allgemeinen Waffenstillstand bis Anfang Februar 1214 vermitteln. Nach dessen Ablauf drohte zun�achst ein erneuter Ausbruch der Feindseligkeiten, doch brachte der Graf von Flandern eine weitere Vermittlung zustande. Zum Abschluss der ganzen Sache kam der Herzog Ende Februar nach L�uttich, um in der Lambertuskirche �offentliche Bu�e zu leisten. Er wurde dabei verh�altnism�a�ig glimpflich behandelt, im wesentlichen hatte er nur eine Geldentsch�adigung zu zahlen. Bei dieser Gelegenheit wurden Bann und Interdikt gegen ihn und sein Land wieder aufgehoben.Vermutlich hat er schon bei seinen Verhandlungen mit dem Grafen von Flandern politische Zusagen an die welfische Seite gemacht, und aus diesem Grund wohl begab er sich jetzt zu OTTO IV., als dieser Anfang M�arz 1214 in K�oln erschien. Er hatte dabei wohl die Hoffnung, auf diesem Wege doch noch etwas gegen den Bischof von L�uttich ausrichten zu k�onnen. In der Tat wurde durch Heinrichs Reise nach K�oln das Misstrauen des Bischofs und des Grafen von Loon geweckt. Als OTTO IV. sich jetzt gegen den Grafen von Geldern wandte und dessen Stadt Roermond zerst�orte, sperrten die beiden den �Ubergang �uber die Maas bei Maastricht, indem sie die dortige Br�ucke abbrachen. Dem Grafen von Flandern war nun aber sehr an einer Hilfe Kaiser OTTOS gegen Frankreich gelegen. Da dazu die Wiederherstellung der Maasbr�ucke wesentlich war, wurde der Bischof schlie�lich dazu gebracht, wof�ur er vom Kaiser die Gestellung von Geiseln verlangte. OTTO IV. kam darauf nach Maastricht, wo sich zu ihm der Graf von Flandern, Herzog Heinrich und die Grafen von Boulogne und Loon f�ugten. Dem L�utticher Bischof kamen darauf wieder Bedenken, er sammelte Streitkr�afte, um sich wehren zu k�onnen. Der Graf von Flandern hatte jedoch mit erneuten Verhandlungen Erfolg, man kam zum Abschluss eines Waffenstillstandes bis zum 1. Juli 1214. OTTO IV. wollte jetzt sein B�undnis mit dem niederlothringischen Herzog enger gestalten. Da seine 1. Gemahlin gestorben war, kam er auf die bereits im Jahre 1198 mit der Tochter Maria <maria_von_brabant_deutsche_koenigin_+_nach_1260.html>des Herzogs geplante Verbindung zur�uck. Am 19. M�arz 1214 wurde die Hochzeit in Maastricht gefeiert. Erst im Juli begann der Kaiser den Vormarsch gegen Frankreich. In seiner Umgebung befanden sichHerzog Heinrich, der Herzog von Limburg und der Graf von Flandern. Anscheinend brachte Heinrich jetzt die andern dazu, ihm Unterst�utzung gegen den Bischof von L�uttich zuzusagen, sobald der Sieg gegen Frankreich erfochten sein werde.So stand also der Herzog von Nieder-Lothringen in der entscheidenden Schlacht bei Bouvines am 27. Juli 1214 auf Seiten der Gegner Frankreichs. Der franz�osische Sieg veranlasste ihn zu einem neuerlichen Parteiwechsel. Es hie�, er habe nach der Schlacht sich bewogen gef�uhlt, dem franz�osischen K�onig einen Entschuldigungs- und zugleich Gl�uckwunschbrief zu senden, indem er auf seine Verwandtschaft mit ihm spekuliert habe. Inwieweit es indes zu einer Kontaktaufnahme wirklich gekommen ist, erscheint fraglich, die n�achste Entscheidung lag vielmehr bei FRIEDRICH II., der Ende August mit einem Heere bei Maastricht erschien, den Fluss �uberquerte und den Vormarsch nach Brabant antrat. Herzog Heinrich blieb nichts anderes �ubrig, als sich in das Lager des K�onigs zu begeben und sich zu unterwerfen. Er wurde zun�achst als Gefangener behandelt, musste Maastricht abtreten und erhielt dann gegen Gestellung seines Sohnes als Geisel die Freiheit wieder. Doch kam es schon wenige Tage sp�ater zu einer g�unstigen Ubereinkunft: Er erhielt die Stadt Maastricht als Lehen zur�uck. Der junge Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html> musste den K�onig noch weiter begleiten, wurde aber auch bald wieder freigelassen. Jetzt d�urfte auch die Auss�ohnung mit dem franz�osischen K�onig stattgefunden haben, wir erfahren, dass hier des Herzogs j�ungerer Sohn Gottfried als Geisel gestellt wurde.Herzog Heinrich bem�uhte sich in der Folge um ein gutes Verst�andnis mit Wilhelm von Holland. Dessen Sohn heiratete Heinrichs Tochter Mathilde. Diese Politik war wohl eine Sicherung gegen�uber der immer noch feindlichen Haltung des Grafen von Loon. Auch mit dem K�onig von England regelten sich die Verh�altnisse, der ihm seine Eink�unfte in England zur�uckgab. Heinrich blieb weiter in Verbindung zu FRIEDRICH II., er nahm am Hoftag zu Andernach am 1. Mai 1215 teil. Indes l�asst sich nicht ersehen, ob er aktiv an den Aktionen beteiligt war, die dem STAUFER am Niederrhein weitere Pl�atze, vor allem Aachen, in die Gewalt brachten. Jedenfalls war er bei der K�onigskr�onung FRIEDRICHS II. in Aachen am 25. Juli 1215 anwesend und hat sich dort auch zum Kreuzzug verpflichtet, wovon er sp�ater allerdings wieder befreit wurde. Anschlie�end hat er gemeinsam mit Erzbischof Dietrich von Trier auf die B�urgerschaft von K�oln eingewirkt, um sie zum Anschluss an FRIEDRICH II. zu bringen. Am 14. August 1215 konnte so der K�onig seinen Einzug in K�oln halten. Herzog Heinrich hat ihn dann noch weiter begleitet nach Metz. In der Folgezeit hat seine Aktivit�at stark nachgelassen. In der Reichspolitik tritt er vorerst gar nicht hervor. Etwas mehr Interesse scheint er f�ur den Aufstand der Barone in England nach Aufhebung der Magna Carta zu Beginn des Jahres 1216 gezeigt zu haben. Sein Halbbruder Gottfried stand auf Seiten der Aufst�andischen, und diese rechneten den Herzog selbst zu denen, die den franz�osischen K�onig in seiner Hilfeleistung f�ur sie selbst unterst�utzen w�urden. Aber in den n�aherliegenden Auseinandersetzungen um Namur zwischen Walram von Limburg und Peter von Courtenay, die an sich seine Aufmerksamkeit h�atten finden m�ussen, hat er sich jeglicher Intervention enthalten. Lediglich schloss er mit Erzbischof Engelbert von K�oln ein B�undnis, wohl um sich besser in seiner eigenen Stellung zu sichern. Nach dem Tode des Grafen Ludwig von Loon �anderte sich nach dieser Seite hin die Situation, und mit dessen zweiten Nachfolger Arnulf ging Herzog Heinrich ein B�undnis ein und gab ihm seine Tochter Adelheid zur Gemahlin. Allerdings hat er in der Folge seine Beziehungen zu FRIEDRICH II. wieder gepflegt, er ist auf den Hoftagen von Frankfurt am 27. Dezember 1218, in Hagenau und Speyer im Februar 1219 und wiederum in Frankfurt im September 1219 und April 1220 festzustellen. Bei diesem letzten Tage war er also auch bei der Wahl von des Kaisers Sohn HEINRICH zum r�omischen K�onig zugegen.Dieses enge Zusammengehen mit dem Hof war vielleicht auch bedingt durch den wachsenden Anspruch der K�olner Erzbisch�ofe, besonders seit Engelbert von Berg seit 1216 als Erzbischof eine sehr aktive Politik entwickelte und dadurch die Stellung des Herzogs von N�ieder-Lothringen stark bedrohte. Es kam zwar zun�achst zur Erneuerung des alten B�undnisses zwischen K�oln und Nieder-Lothringen, indem sich beide gegenseitigem Beistand zusagten, die Verh�altnisse liefen dann aber immer mehr in einseitigem K�olnischen Sinne. Der Herzog sah sich schlie�lich sogar gen�otigt, einige wichtige Allodien im Norden und Osten Brabants, darunter Lommersum, Othee, Tilburg und die Burg Hannut, dem Erzbischof zu Lehen aufzutragen. Dieser politische Druck versch�arfte sich noch, als FRIEDRICH II. im Jahre 1220 bei seiner Abreise nach Italien den Erzbischof zum Vormund seines Sohnes, HEINRICHS (VII.), und zum Regenten des Reichs bestimmte. Der Herzog musste es erleben, dass jetzt an den Hoftagen Entscheidungen gegen ihn fielen, so zum Beispiel im Streit mit dem Kapitel von St. Lambert in L�uttich um die Vogtei in Freeren. Auf die K�olner Politik d�urfte auch ein k�onigliches Diplom aus dieser Zeit zur�uckgehen, das gleichzeitig ein Hinweis darauf ist, dass die Existenz des Herzogtums Nieder-Lothringen noch eine gewisse Bedeutung besa�. Es geht dabei um einige Regeln der Lehensgerichtsbarkeit, die die Reichsgewalt dem Herzog auferlegte, Regeln, die teils zu seinen Gunsten sind, teils aber auch seine Stellung etwas einschr�anken. Denn es wird darin festgelegt, dass er zwar bei den Tr�agern eines seiner Allodiallehen Zitierungen nach jedem beliebigen Ort seiner eigenen Allodien aussprechen kann, aber bei den Lehen, die er selbst von einem andere F�ursten h�alt, kann die Zitierung nur in einen, in diesen Lehen gelegenen Ort ausgesprochen werden. In der Praxis bedeutete das zum Beispiel, dass der K�olner Erzbischof, von dem der Herzog manche Gebiete zu Lehen trug, gr�o�ere Eigenst�andigkeit in diesen Gebieten bewahrte.Die Form, in der diese Anordnungen von K�onig HEINRICH erlassen wurden, ist charakteristisch. Es ist das Urteil eines Hofgerichts, dem der K�onig im Mai 1222 in Aachen pr�asidierte, in dem er Herzog Heinrich befiehlt und gem�a� seinem dem Reich geleisteten Eide auferlegt, die Gesetze des Reichs gewissenhaft zu befolgen und in seinem Lande zur Beobachtung zu bringen. Deutlich wird also die Reichsgewalt �uber Nieder-Lothringen betont, dieses Gebiet erscheint zweifellos als ein Teil des Reichs. Auffallend ist dabei die Titulierung Heinrichs als Herzog von Lothringen und Brabant. Sie zeigt, dass anscheinend Differenzierungsbestrebungen im Gange sind, denen hiermit vielleicht entgegengetreten werden sollte, indem ausdr�ucklich auch die Zugeh�origkeit Brabants zum Reich miteinbegriffen ist. Die Stimmung scheint damals sowieso f�ur Heinrich nicht allzu g�unstig gewesen zu sein, denn der K�onig nahm den Bischof von L�uttich gegen eventuelle Ubergriffe des Herzogs in Schutz. Immerhin erhielt er aber doch die Best�atigung aller seiner Besitzungen, wie sie ehedem von PHILIPP von Schwaben und Kaiser FRIEDRICH II. bereits garantiert worden waren. Der K�onig hat indes nachtr�aglich im September 1222 dem Bischof von L�uttich nochmals seinen Schutz gegen Nieder-Lothringen zugesichert, wobei er auch den Erzbischof von K�oln zur eventuellen Hilfeleistung aufforderte. Aus dieser Lage heraus ist dann das weitere Vorgehen Herzog Heinrichszu verstehen. Es ergaben sich dabei wieder leichte Anzeichen einer Koalitionspolitik in den Niederlanden, indem er ein B�undnis mit dem von Geldern bedrohten Bischof von Utrecht schloss, der au�erdem noch Unterst�utzung von Flandern erhielt. Als es jedoch im Sommer 1223 zur milit�arischen Auseinandersetzung zwischen Utrecht und Geldern kam, hat Heinrich nicht eingegriffen. Auch sind wieder Ansatzpunkte f�ur eine Ann�aherung an den Erzbischof von K�oln zu sehen.Dieser verfolgte die alte K�olner Politik eines Zusammengehens mit England, die bei jetzt neu aufkommenden Spannungen zwischen England und Frankreich an Aktualit�at gewann. Hierin nun trafen sich seine Interessen mit denen Herzog Heinrich, der damals englische Zusagen zum Schutz der Handelsinteressen seines Landes erhielt. K�onig Heinrich III. suchte in pers�onliche Beziehungen zum Herzog zu kommen, indem er ihn und seinen Sohn zu Besprechungen nach England einlud. Wahrscheinlich ging es dabei um die Verwaltung der englischen Lehen des Herzogs, da sein Halbbruder Gottfried <gottfried_graf_von_loewen_um_1226.html>, dem diese Verwaltung zustand, gestorben war. Dessen Sohn Matthaeus erhielt die Befugnisse seines Vaters �ubertragen, doch wissen wir nicht, ob Herzog Heinrich dazu nach England gereist ist. Diese Entwicklung mag ihn veranlasst haben, sich auch dem deutschen Hof wieder zu n�ahern. Au�erdem wird dazu gekommen sein, dass Herzog Walram von Limburg eine sehr aktive Politik zur Vergr�o�erung seiner Macht begonnen und sich deshalb dem Erzbischof von K�oln angeschlossen hatte. So finden wir denn Herzog Heinrich Mitte November 1224 in Toul am k�oniglichen Hof. Der unmittelbare Grund hierf�ur lag wohl darin, dass hier wichtige Entscheidungen in der Politik gegen�uber Frankreich und England zu treffen waren. Erzbischof Engelbert konnte sich dabei mit seinem proenglischen Standpunkt durchsetzen, so dass das zwischen K�onig HEINRICH (VII.) und dem franz�osischen K�onig anberaumte Treffen ergebnislos verlief. M�oglicherweise geh�ort in diesen Zusammenhang auch das Auftreten Herzog Heinrichs in der Aff�are des sogenannten falschen Balduin im Jahre 1225, der sich als Graf Balduin IX. von Flandern ausgab, der in Wirklichkeit als Kaiser von Konstantinopel in die Gefangenschaft der Bulgaren geraten und dort umgekommen war. Heinrich hatte durch seine Unterst�utzung dieses falschen Balduin Schwierigkeiten mit der Gr�afin Johanna, der Gemahlin des seit der Schlacht von Bouvines in Frankreich gehaltenen Grafen Ferdinandvon Flandern, was zu einem Prozess an der p�apstlichen Kurie gef�uhrt hat. Es gibt vielf�altige Vermutungen �uber den Hintergrund dieser ganzen Aff�are, die wohl gewiss mit der hohen Politik zu tun gehabt hat. F�ur die Beweggr�unde Herzog Heinrichs wurde vermutet, er habe im Interesse Englands gehandelt, vielleicht war er aber zu dieser Parteinahme dadurch veranlasst, dass sich der Bischof von L�uttich gegen diesen Balduin stellte. Ein solches Verhalten Heinrichs w�are wegen der bestimmt bezeugten Beziehungen des Betr�ugers zu Deutschlands sehr gut m�oglich.In der gro�en Politik begannen sich indes die Verh�altnisse zu �andern. Erzbischof Engelbert von K�oln hatte alle M�uhe, seine proenglische Linie aufrechtzuerhalten, er suchte dabei offensichtlich auch Verbindung mit Herzog Heinrich zu bewahren. Dieser wurde aber immer mehr durch die Dachsburger Erbschaftsfragen in Anspruch genommen. Die Erbin von Dachsburg, Gertrude, war zu Beginn des Jahres 1225 gestorben. Der Bischof von L�uttich berief sich auf seine fr�uheren, allerdings nicht in Kraft getretenen Absprachen mit Gertrudes Vater Albrecht und besetzte die Ortschaften, die ihm damals hatten zugesprochen werden sollen, Moha und Waleffe. Der niederlothringische Herzog war nat�urlich keineswegs gesonnen, seine eigenen Anspr�uche aufzugeben, er wandte sich an K�onig HEINRICH und begab sich zu dessen Hoftag nach Frankfurt. Er beanspruchte dabei weit mehr als der Bischof von L�uttich, n�amlich das gesamte, Erbe, die Allodien als Vetter der Verstorbenen, die Reichslehen auf Grund der Investitur, die ihm ehedem bereits durch PHILIPP von Schwaben erteilt worden war, der ihm ebenfalls die kirchlichen Lehen versprochen habe. Als Gegenbewerber besa� er die Grafen von Leiningen, von denen der bald darauf verstorbene Friedrich mit Gertrude verheiratet gewesen war, und die Markgrafen von Baden als weitere Verwandte.Auf dem Frankfurter Hoftage erfolgte noch keine Regelung der Frage. Herzog Heinrich legte hier Verwahrung gegen das Vorgehen des L�utticher Bischofs ein. Er fand dabei in der gesamten Erbschaftsangelegenheit einen Verb�undeten im Bischof Johann von Metz, der die Metzer Kirchenlehen, die die verstorbene Gr�afin besessen hatte, einbehalten wollte. Der Bischof gestand dem Herzog die �Ubernahme der im Moselraum gelegenen Allodien von Dachsburg zu. Die Streitfrage selbst wurde auf den n�achsten Reichstag verwiesen, der im September 1225 in Worms stattfand. Hier wurde die Entscheidung getroffen, dass die Regelung durch denjenigen Grafen zu geschehen hatte, in dessen Grafschaft die strittigen Gebiete l�agen, das war in diesem Falle der niederels�assische Landgraf Sigbert von W�orth. Inzwischen beraubte die Ermordung Erzbischof Engelberts von K�oln am 7. November 1225Herzog Heinrich einer wertvollen Verbindung zum Hofe. Die Auswirkungen waren entsprechend. Zun�achst ging im Fr�uhjahr 1226 Markgraf Hermann von Baden nach Italien an den kaiserlichen Hof, und auch der Bischof von L�uttich sandte dorthin einen Bevollm�achtigten. Der Bischof erhielt dabei die Best�atigung im Besitz von Moha und Waleffe. F�ur die Dachsburger Besitzungen in Ober-Lothringen trat inzwischen als neuer Bewerber der Bischof von Stra�burg auf, der den Grafen Simon von Leiningen Ende September 1226 dazu brachte, ihm seine Rechte abzutreten. Es erfolgte dann die Entscheidung des Landgrafen von W�orth, der die Anspr�uche des niederlothringischen Herzogs abwies. Den dann noch verbleibenden Markgrafen von Baden als Erben hat der Bischof von Stra�burg ihre Rechte abgekauft, so dass er der eigentliche Gewinner war. Auf einem Hoftage in W�urzburg Ende November 1226 erhielt auch der Bischof von L�uttich die Best�atigung des Besitzes von Moha und Waleffe.Herzog Heinrich hat sich allerdings bez�uglich der Entscheidung �uber Moha und Waleffe nicht f�ugen wollen. Auf einem Hoftage in Aachen am 28. M�arz 1227 wurde nochmals �uber diese Angelegenheit verhandelt. Man konnte dabei den Herzog nicht zum Nachgeben bringen. Indessen legte er offensichtlich Wert darauf, mit dem K�onig in Verbindung zu bleiben, denn er hat ihn bei seiner Abreise begleitet und ist in seiner Umgebung in Oppenheim Anfang April nachzuweisen. Immerhin erneuerten sich aufgrund dieser Sachlage die Spannungen zwischen ihm und dem Bischof von L�uttich, der jetzt seine Stellung entsprechend zu st�arken suchte und dabei einen besonders g�unstigen Ankn�upfungspunkt in St. Truiden fand, das dem Bischof von Metz geh�orte. Zwar gab es anfangs noch einige Schwierigkeiten, aber im Laufe des Jahres konnte er St. Truiden im Austausch gegen den, dem L�utticher Bischof geh�orenden Hof Maidieres bei Pont-a-Mousson erwerben. Das war nat�urlich ein empfindlicher Schlag f�ur Herzog Heinrich, da der Bischof im Besitz von St. Truiden die Interessen Brabants bedrohen konnte, und au�erdem gewann er auf diesem Wege auf den Grafen von Loon entsprechenden Einfluss, der ja Vogteirechte in St. Truiden besa�. Herzog Heinrich hat zwar anscheinend versucht, dem Bischof auf andern Gebieten Schwierigkeiten zu bereiten, doch hat er in der Sache St. Truiden nichts direkt unternommen.Auf der anderen Seite entstand ihm nun mit Flandern Konflikt. Graf Ferdinand erhielt zu Ende des Jahres 1226 seine Freiheit aus franz�osischer Gefangenschaft wieder. Er hatte nun gegen�uber dem Bischof von L�uttich eine alte Forderung zu begleichen. Bei seiner Friedensvermittlung im Jahre 1212 zwischen dem niederlothringischen Herzog und dem Bischof war diesem ein Teil der fl�amischen Besitzungen im Hennegau als Sicherheit einger�aumt worden. Der Graf verlangte jetzt die R�uckstellung der Gebiete und die Auszahlung des �Uberschusses, den der Bischof aus den Einnahmen �uber die eigentlich garantierte Geldsumme hinaus erhalten hatte. Mit ihm war indes vorerst nicht zu einer Regelung zu kommen, und somit war es f�ur Ferdinand gegeben, sich an den eigentlichen Verursacher dieser Angelegenheit, den niederlothringischen Herzog, zu halten. Vermutlich lag hier einer der Gr�unde, die zu dem neuen Konflikt f�uhrten, der unmittelbare Anlass war durch die Rechte gegeben, die Graf und Herzog in der Burg und dem Dorf Enghien besa�en. Der Herzog sah sich aus unbekannten Gr�unden veranlasst, gegen die Herren Engelbert und Soger von Enghien vorzugehen, die darauf ihrerseits die Unterst�utzung des Grafen von Flandern erhielten. Dieser konnte dabei im August 1227 bis Assche vordringen. Der Herzog erhielt sonst wie keinerlei Unterst�utzung und musste deshalb nachgeben. Zun�achst verzichtete er Ende August 1227 auf alle seine Anspr�uche auf Moha und Waleffe, dem sich auch sein Sohn Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>anschloss. Ende September folgte dann die endg�ultige Regelung mit dem Grafen von Flandern, der Herzog musste sich zur Zahlung einer Geldforderung verpflichten, die aus der Hennegauischen Verpf�andung entstanden waren.Der Tod Bischof Hugos von L�uttich im April 1229 hat Herzog Heinrichwieder in das Spiel der politischen Kr�afte gebracht. Wir finden ihn unmittelbar darauf auf Reisen im niederrheinischen Gebiet, wo er wohl die in L�uttich anstehende Neuwahl beeinflussen wollte, sicher aber auch, um sich schon Unterst�utzung f�ur m�ogliche, neu entstehende Konflikte zu besorgen. In letzterer Hinsicht ist gewiss die Erlaubnis zu verstehen, die er den B�urgern von Maastricht zur Befestigung ihrer Stadt erteilte. Der neue Bischof von L�uttich, Johann von Eppes, war der Neffe des Verstorbenen, und so musste sich Herzog Heinrich von vornherein vorsehen. Die Situation war zun�achst g�unstig, da der Bischof in einem gewissen Gegensatz zum Regenten des Kaisers in Deutschland, HEINRICH (VII.), stand. Infolgedessen benutzte dieser Herzog Heinrich, um einen Druck auf den Bischof auszu�uben. Er best�atigte n�amlich die von Heinrichgegebene Erlaubnis der Befestigung von Maastricht. Das hatte dann den gew�unschten Erfolg, der Bischof n�aherte sich dem K�onig, worauf allerdings der Herzog diesem entfremdet wurde. Indessen kam schon bald wieder ein Gegensatz zwischen Bischof und K�onig auf, au�erdem machte sich die f�ur L�uttich permanente Spannung zwischen Kapitel und bisch�oflicher Gewalt geltend, so dass sich schlie�lich der Bischof dem niederlothringischen Herzog n�aherte.Allerdings wurde jetzt die Aktivit�at des Herzogs gel�ahmt durch die Opposition seines Sohnes Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>. Es ging vor allem um Meinungsverschiedenheiten bez�uglich des Besitzes von des Herzogs Gemahlin. Er scheint da bestimmte Absichten damit gehabt zu haben, w�ahrend sein Sohn Anspruch auf ein ungemindertes Erbe erhob. Jedenfalls ging der j�ungere Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>in dieser Sache den K�onig an und erreichte dadurch ein Urteil der F�ursten zu seinen Gunsten. Er gewann jetzt auch einen steigenden Einfluss auf die Politik. M�oglicherweise war er es, der seinem Vater im Konflikt um die Nachfolge in der Grafschaft Berg zwischen dem Erzbischof von K�oln und dem Herzog von Limburg bewog, auf die Seite des Erzbischofs zu treten, obwohl eher eine Parteinahme f�ur Limburg zu erwarten gewesen w�are, weil der Erzbischof dem Verb�undeten des Herzogs, dem Bischof von L�uttich, feindlich gesinnt war. Allerdings hat der Herzog nicht in die K�ampfe eingegriffen. Der j�ungere Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>band sich darauf sehr stark an die Seite des Erzbischofs, was andererseits bedeutete, dass die Gegens�atze zwischen den Herzogt�umern Limburg und Nieder-Lothringen wieder auflebten. Dementsprechend gestaltete sich die niederlothringische Politik im gesamten Raum der Niederlande: Es ergaben sich wieder gewisse Verbindungen zum Bischof von L�uttich, und Ende April 1232 schlossen Herzog Heinrich und sein Sohn einen Vertrag mit dem Grafen von Flandern, in dem dieser sich auf 5 Jahre zur Verteidigung von des Herzogs Gebiet bis Maastricht verpflichtete. Auch der neue Graf Otto von Geldern scheint dieser Politik gewonnen worden zu sein, die offensichtlich dazu gedacht war, einen entsprechenden Schutz gegen Limburg aufzubauen. Es fehlte jetzt noch die Sicherheit nach Norden. Allerdings war eine Einigung mit dem Grafen von Holland schwieriger wegen der zwischen Holland und Flandern bestehenden Spannungen �uber Zeeland. Herzog Heinrich suchte demgem�ass seine Gewalt in seinem eigenen n�ordlichen Gebieten zu festigen. Es gelang jedoch schlie�lich, ein Abkommen mit dem Grafen von Holland �uber finanzielle Streitfragen zu schlie�en. Mit Kleve wurde eine Familienverbindung eingegangen, indem Herzog Heinrichs Tochter Elisabeth den �altesten Sohn des Grafen von Kleve heiratete.Durch den jungen Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html>, der jetzt in den Vordergrund trat, gewannen die niederlothringischen Verbindungen zum Hofe K�onig HEINRICHS an Bedeutung. Wir besitzen von diesem eine Urkunde aus dem September 1233, in deren Ausdrucksweise sich besonders das gute Verh�altnis zeigt. Der j�ungere Heinrich <heinrich_2_der_grossmuetige_herzog_von_brabant_+_1248.html> ist es auch gewesen, der am Feldzug gegen den friesischen Stamm der Stedinger an der unteren Weser teilnahm, die sich gegen die Herrschaft des Erzbischofs von Bremen aufgelehnt hatten und zu Ketzern erkl�art worden waren. Allerdings bedeutet das nicht, dass sich sein Vater ganz aus dem politischen Leben zur�uckgezogen h�atte. Ende April 1235 �uber nahm er, zusammen mit dem Erzbischof von K�oln die Aufgabe, die neue Gemahlin des Kaisers, Isabella, die Schwester des englischen K�onigs, von England nach dem Festlande zu geleiten und in jeder Hinsicht ihre Sicherheit zu garantieren. Er hatte sich trotz seines verh�altnism�a�ig hohen Alters dazu wahrscheinlich deshalb bereit erkl�art, weil immer noch Schwierigkeiten wegen seiner Besitzungen in England bestanden, die er wohl durch einen pers�onlichen Kontakt mit dem englischen K�onig zu �uberwinden hoffte. Am 15. August 1235 nahm er dann noch an dem in Mainz stattfindenden Reichstag teil. Auf der R�uckreise nach den Niederlanden ist er am 3. September 1235 in K�oln gestorben. 1. oo Mathilde von Boulogne, Tochter des Grafen Matth�aus von Flandern um 1159- 1210/11 22.8.12132. oo 2. Maria von Frankreich, Tochter des K�onigs Philipps II. August 1198-15.8.1223 1. oo Philipp Graf von Namur um 1175- 1212 Kinder: 1. Ehe 7 K Heinrich II. der Gro�m�utige um 1207-1.2.1248 Maria um 1191-nach 9.3.1260 19.5.1214 1. oo 2. Kaiser OTTO IV. 1182-19.5.1218 1220 2. oo 2. Wilhelm I. Graf von Holland um 1165-4.2.1223 Margarete (-21.9.1231) oo Gerhard III. Graf von Geldern (-22.10.1229) Adelheid Gr�afin von Boulogne (- 1261/78) 1. oo Arnulf Graf von Looz (- vor 6.10.1221)2. (3.2.1225) oo Wilhelm XI. Graf von Clermont und Auvergne (- 1246)3. (12.4.1251) oo Arnold, Herr von Wesemaele, Marschall von Brabant (- nach 1288) Mathilde (-21.12.1267)1. (1212) oo Heinrich II. Pfalzgraf bei Rhein (um 1195-1.5.1214)2. (1224) oo Florenz IV. Graf von Holland (24.6.1210-19.7.1234) Gottfried von L�owen, Herr von Baucignes, Leeuwe und Gaesbeek (1209-21.1.1253) 2. Ehe 2 K Elisabeth Erbin von Sprimont (-23.10.1273) 1. oo Dietrich von Kleve, Herr zu Dienslaken (-23.10.1273) 2. oo 2. Gerhard von Limburg Herr zu Wassenberg (- 1254) Literatur: -----------Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993, Seite 82,109,110, 111,113,199,172 - Mohr Walter: Geschichte des Herzogtums Lothringen. Geschichte des Herzogtums Gro�-Lothringen (900-1048) Verlag "Die Mitte" Saarbr�ucken 1974 - St�urner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die K�onigsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 102,152,164,169,185,218 - Thorau, Peter: Jahrb�ucher des Deutschen Reichs unter K�onig Heinrich (VII.) Teil I, Duncker & Humblot Berlin 1998, Seite 11,102,123-125,133,144-148,165-167,169,171,183 A,187,227,291,331 - Toeche, Theodor: Kaiser Heinrich VI. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1965, Seite 92,101,103,164,217,219-231,240,244,260,280-282,290,295,296,298,318, 387,390,414-416,460,477 - Winkelmann, Eduard: Jahrb�ucher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 60,83-85,89,131,132,143,147,156,159,181,202,210,219, 221,244,249,250,306, 311-314,319-322,331-335,359,361,364,365,368,372,396,397,398,404,421,42 5,437,440,442,462 - Winkelmann, Eduard: Jahrb�ucher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Band I Seite 39,170,250,312, 321,331,442/Band II 109,118-120,127,154,157,281,300,304,329,341,348,354, 355,358-360,363-371, 375,376,380-382,384,391,393,395,458,467 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 16,39,45,58,351,361,396,397,398,400,401,403,404,408,451,458,497,499, 501,539-541 - Downloaded from rootsweb John Kubik's tree EARL OF LOVAINE; DUKE OF BRABANT BIBLIOGRAPHY: Louda, Jiri, and Michael MacLagan, Heraldry of The Royal Families of Europe. New York: Clarkson Potter, 1981. Morris County Library 929.6094. 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RESEARCH NOTES: Duke of Brabant [Ref: Weis AR7 #155, Wagner PedigreeProgress #1, Tapsell Dynasties p198, Paget HRHCharles p70] Duke of Lower Lorraine [Ref: Tapsell Dynasties p198] styled 'The Warrior', Duke of Lothier and Brabant, Marquess of the Empire [Ref: Watney WALLOP #622] c1159: received a grant of the Barony of Eye from Richard I; his half-brother Godfrey de Louvain was given seizin of the fief [Ref: Sanders Baronies p43] 1183-1235: Duke of Lower Lorraine & Brabant [Ref: Tapsell Dynasties p198] 1221: Barony of Eye was granted to Richard of Cornwall, but the claims of the Duke of Brabant were revived in 1225; Richard was finally given the Barony in 1230 [Ref: Sanders Baronies p43]
b. Note:   BI54024
Note:   Sources for this Information: date: [Ref: Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515, Moriarty Plantagenet p130, Moriarty Plantagenet p154] abt 1158 [Ref: Paget HRHCharles p70, Redlich CharlemagneDesc p56], parents: [Ref: ES I #95, Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515, Moriarty Plantagenet p154, Redlich CharlemagneDesc p56, Wagner PedigreeProgress #55, Watney WALLOP #622, Weis AR7 #155], father: [Ref: Louda RoyalFamEurope #107, Tapsell Dynasties p198, Wagner PedigreeProgress #1]
c. Note:   DI54024
Note:   Sources for this Information: date: [Ref: ES I #96, ES II #12, Moriarty Plantagenet p130, Moriarty Plantagenet p154, Paget HRHCharles p70, Redlich CharlemagneDesc p56, Weis AR7 #155, Weis AR7 #165] 1235 [Ref: CMH p462, Louda RoyalFamEurope #107, Louda RoyalFamEurope #64, Tapsell Dynasties p198, Wagner PedigreeProgress #1, Wagner PedigreeProgress #2, Wagner PedigreeProgress #55, Watney WALLOP #203, Watney WALLOP #408, Watney WALLOP #622] abt 3 Sep 1235 [Ref: Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515], place: [Ref: ES II #12, Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515, Moriarty Plantagenet p154] Sources with Inaccurate Information: date: 5.X 1235 [Ref: ES II #7]
d. Note:   XI54024
Note:   Sources for this Information: place: [Ref: ES II #12, Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515]
e. Note:   NF18772
Note:   Sources for this Information: date: [Ref: Moriarty Plantagenet p130, Moriarty Plantagenet p154, Paget HRHCharles p70, Redlich CharlemagneDesc p56, Weis AR7 #155, Weis AR7 #165] before 30 Mar 1180 [Ref: Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515] first marriage of Heinrich [Ref: ES I #96] um 1179 [Ref: ES II #7], names: [Ref: Sanders Baronies p43(7), Wagner PedigreeProgress #1, Wagner PedigreeProgress #55, Watney WALLOP #408], child: [Ref: ES I #96, Leo van de Pas SGM 12/31/1998-025515, Moriarty Plantagenet p154, Paget HRHCharles p70, Redlich CharlemagneDesc p56, Wagner PedigreeProgress #2, Watney WALLOP #622, Weis AR7 #100, Weis AR7 #155]
f. Note:   NF8182
Note:   Sources for this Information: date: [Ref: ES I #96] 1213 [Ref: Louda RoyalFamEurope #64] 8/22.IV 1213 [Ref: ES II #12, ES II #6, Weis AR7 #165] second marriage of each [Ref: CMH p462], place: [Ref: ES II #12], names: [Ref: Watney WALLOP #203, Watney WALLOP #622]


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