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Marriage: Children:
  1. Beatrix Van Andechs Meran: Birth: Abt 1210. Death: Aft 14 Nov 1265

  2. Adelheid Van Andechs Meran: Birth: Abt 1220. Death: 8 Mar 1279

  3. Elisabeth Van Andechs Meran: Birth: Abt 1220. Death: 18 Dec 1272

  4. Margarethe Von Andechs Meran: Birth: 1229. Death: 18 Oct 1274


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Marriage:
Notes
a. Note:   Profession : Duc de M�eranie et Comte.Palatin de Bourgogne. \euweb.dir\diessen2.html D1. Duke Otto I of Meranien, Mgve of Istria, Pfgf in Burgundy, +Besan�con 7.5.1234; 1m: Bamberg 21.6.1208 Beatrix von Staufen <hohenstauf.html>, Pfgfn of Burgundy (*1192 +7.5.1231); 2m: Sophie von Anhalt (+1272/4)E1. Duke Otto II of Meranien, Pfgf of Burgundy, *1218, +Burg Niesten 19.6.1248; m.1234 Elisabeth of Tirol (+1256)E2. Agnes, +1260/3; 1m: 1229 (div 1240) Duke Friedrich II of Austria <babenberg.html> (*1210, +15.6.1246); 2m: 1248/56 Duke Ulrich III of Carinthia <sponh1.html> (+27.10.1269)E3. Beatrix, *1210, +9.2.1270; m.Gf Hermann II von Orlam�unde <ascan12.html> (+27.12.1247)E4. Margareta, +1271; 1m: before 25.9.1232 Mgve Premysl of Moravia <bohemia22.html> (*1209 +1239); 2m: 1240 Friedrich, Gf von Truhendingen (+1274)E5. Adelheid, heiress of the Pfgfschaft of Burgundy, +Evian 8.3.1279; 1m: 1.11.1236 Hugues de Salins <ivrea2.html>, Ct of Burgundy (+1266); 2m: 11.7.1267 Filippo I of Savoy <savoy1.html> (*1207 +1285)E6. Elisabeth, +1272; m.1246/before 10.5.1251 Friedrich III von Zollern <hohenz1.html>, Bgve of N�urnberg (+1297) ����������������������������������������������������������������� Mittelalter DE.dir\otto_1_herzog_von_meran_+_1234.html Otto I. Herzog von Meran (1204-1234) --------- Graf von Andechs um 1171/84-7.5.1234 Pfalzgraf von Burgund Besancon Begraben: Kloster Langheim�Altester Sohn des Grafen Berthold VI. von Andechs-Meran <berthold_6_graf_von_andechs_+_1204.html>und der Agnes von Rochlitz <agnes_von_rochlitz_graefin_von_andechs_+_1195.html>, Tochter von Markgraf Dedi V. von der Niederlausitz GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROP�AISCHEN GESCHICHTE------------------------------------------------------------ ---------------------------------------- Wegener Dr. Wilhelm: Seite 162 ****************** 60. Otto I. (VI.) -------------------- F. u. eV.(1195/96) dux Meranie et filius suus als Teilnehmer an dem geplanten Kreuzzug HEINRICHS VI. SS 17, 168f selbst�andig 1205 24/5 Otto dux Meranie MB 31 a, 4651 n 245 1211 11/10 auch Pfalzgraf von Burgund Oefele Reg. 4591228 28/7 auch Markgraf von Istrien, verzichtet 1230 Juli B�ohmer-Ficker n 1803 + 1234 7/5 SS 17, 343 und 23, 936; Die�en: Otto dux Meranie 1234, sepultus Lancheim necr. 1, 18 Bamberg Dom Jaffe 5, 558. Gemahlinnen: -----------------1. Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html>, Tochter des HOHENSTAUFEN Otto, Pfalzgraf von Burgund, SS 23, 863 heiratet zu Bamberg 1208 21/5 SS 17, 822;+ 1231 7/5 Die�en: anno 1231 Beatrix ducissa Meranie <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html>, sepulta Lancheim Necr. 1, 18 2. (nach 1231) Sophie, Tochter Heinrichs I. von Anhalt,+ nach 2 weiteren Ehen 1272/74 M�arkische Forschungen 9 (1865) Seite 18.------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------- ---------------------------GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-�OSTERREICHISCHEN GESCHICHTE------------------------------------------------------------ --------------------------------------------------------- Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 26 ******************** 64. Otto I. (als Herzog von Meran) -------------------------------------------1188/1204 Hormayr Beitr. I/2, 273/6 mit seinem Vater und seinen Br�udern Eckbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html> und Heinrich <heinrich_2_markgraf_von_istrien_krain_+_1228.html> erstmals genannt;1203/34 dux MeranieE (Rb. II. 31 dgl. IV. 1205 Mb. 31.I. 464/511.X.1211 dux Meranie et comes Burgundiae palatinus, das hei�t Graf in der sogenannten Freigrafschaft Burgund und burgundischer Pfalzgraf: 5.IX.1212 dux Moravie Mb. 31 I. 481.2.+ 7.V.1234 (MG. SS. 17. 343 und 23. 936 Nec. I. 18 (Diessen) und Jaffe bibl. germ. V. 558 begraben in Langheim. Gattinnen: -------------1. Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html>, Tochter des HOHENSTAUFEN Otto, Pfalzgrafen von Burgund (MG. SS. 23. 863) heiratet zu Bamberg am 21.VI., 1208 (MG. SS. 17. 822) und + 7.V.1231 Nec. I. 18 (Diessen).2. Nach 1230 Sofie, Tochter Graf Heinrich I. von Anhalt (M�arkische Forschungen IX. [1865] 18 chorn. prine. Saxone.+ 1272/74, nachdem sie 2. Graf Siegfried von Reinstein und 3. Graf Otto den J�ungeren von Hadmarsleben geheiratet hatte.---------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------- ------------------------------Otto I. folgte 1204 im gesamten bayrischen und fr�ankischem Besitz, wurde Graf von Andechs und Plassenburg und Herzog von Meranien-Dalmatien, ein Titel, der der Familie die Reichsf�urstenw�urde brachte, aber keine wirkliche Herrschaft. Er war eine treue STAUFER-St�utze, war 1196 in Italien und Pal�astina und wurde durch seine Heirat 1208 Pfalzgraf von Burgund-Besancon, konnte sich dort aber gegen die beerbte Sippe IVREA und den Landadel als Landfremder kaum durchsetzen. Er behauptete Besancon und den Titel eines Pfalzgrafen, versuchte nach der Ermordung K�onig PHILIPPS seine Herrschaft und sein Hausgut an der Seite OTTOS IV. zu retten und zog 1209/10 mit ihm nach Italien, ging 1211 mit zu FRIEDRICH II. �uber und geh�orte bis zuletzt zu dessen engstem Gefolge. Er besa� viel Einfluss, vermittelte 1230 mit den Frieden von Ceprano zwischen Papst und Kaiser. Er nahm 1215 das Kreuz und zog 1217/18 mit nach �Agypten. Er stand in Bayern schroff gegen die Wittelsbacher Herz�oge und behauptete alle ererbten Gebiete und Lehen. Er residierte vorwiegend zu Plassenburg, erwarb unter anderem die Grafschaften im Inn- und Pustertal und machte Innsbruck zur Stadt. Er hielt gl�anzend Hof und war wie die Vorfahren ein begeisterter Anh�anger des Ritterwesens. Ausstellungskatalog Kloster Andechs: ****************************** Herz�oge und HeiligeOtto VII. - allem Anschein nach der �alteste der S�ohne - erhielt nach dem Tod des Vaters den Herzogstitel und die fr�ankischen Besitzungen, dazu die Grafschaft Windberg, die er jedoch bereits 1207 an den Bischof von Passau f�ur 1.000 Mark Silber verkaufte.Als sein Vater starb, war der Kampf um den r�omischen K�onigsthron zwischen dem STAUFER PHILIPP von Schwaben und dem WELFEN OTTO zwar noch nicht entschieden, aber die Zeichen mehrten sich, dass das Kriegsgl�uck sich PHILIPP zuneigen w�urde. Im Herbst 1204 wurde Landgraf Hermann von Th�uringen unterworfen; K�onig Ottokar I. von B�ohmen trat wieder auf die Seite PHILIPPS, und auch bei den niederrheinischen F�ursten fand der STAUFER jetzt Anerkennung. Im Sommer des Jahres 1206 zog PHILIPP schlie�lich von N�urnberg aus an den Niederrhein, traf am 27. Juni bei Wassenberg n�ordlich von Aachen auf OTTO und brachte ihm eine vernichtende Niederlage bei. Der schwer verwundete WELFE entkam nur mit M�uhe nach K�oln. Von dort aus sammelte er sein Heer, um noch einmal dem siegreichen STAUFER entgegenzutreten. Doch als sich die K�olner, seine getreuen Bundesgenossen, K�onig PHILIPP unterwarfen, eilte er zur�uck nach Sachsen, das er - von einem kurzen Besuch bei seinem Onkel, K�onig Johann von England, abgesehen - f�ur nahezu zwei Jahre nicht mehr verlassen sollte.Zu PHILIPPS Erfolg hatten auch die ANDECHSER durch ihre unverbr�uchliche Treue und Anh�angerschaft beigetragen. Sie wurden jetzt daf�ur belohnt. Mit der Heirat von Kaiser FRIEDRICH I. und Beatrix, der Tochter des Grafen Rainald von Burgund, waren die STAUFER seit 1156 auch Herren in einem Gebiet, das durch die obere Saone im Westen und die Ausl�aufer der s�udlichen Vogesen sowie den Sundgau im Norden begrenzt wurde, w�ahrend sich im Osten die Schweizer Juraberge und im S�uden die Grafschaft Savoyen anschlossen. Die Pfalzgrafschaft Burgund, die Kaiser FRIEDRICH BARBAROSSA 1189 zur Pfalz- oder Freigrafschaft erhoben hatte, erhielt Otto, der j�ungere Bruder Kaiser HEINRICHS VI. Als Otto im Januar 1200 starb, hinterlie� er zwei unm�undige T�ochter: Johanna, die schon 1205 starb, und Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html>. Ottos Witwe Margarete, eine Tochter des Grafen von Blois, war zwar nach dem Tod ihres Mannes durch K�onig PHILIPP mit der Freigrafschaft belehnt worden; aber es lag auf der Hand, dass ihre Tochter Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html> sich mit einem Mann verehelichen m�usste, der in der Lage w�are, die Regierung zu �ubernehmen und f�ur die Sicherheit in dem keineswegs friedfertigen Land zu sorgen. Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html>mit einem ihrer staufischen Verwandten zu verheiraten und die Pfalzgrafschaft Burgund damit dem eigenen Haus zu erhalten, ging nicht an, da K�onig PHILIPP nur T�ochter hatte und auch FRIEDRICH, der 1194 geborene Sohn seines Bruders, Kaiser HEINRICHS VI., wegen zu naher Verwandtschaft mit der burgundischen Erbtochter ausschied, entferntere Verwandte aber fehlten. F�ur Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html> kam daher nur eine Verheiratung mit einem der staufischen Parteig�anger in Frage. Zu den treuesten Anh�angern der STAUFER z�ahlten zweifellos die ANDECHSER; so fiel die Wahl K�onig PHILPPS auf Herzog Otto VII. von Meranien, den �altesten Sohn des verstorbenen Herzogs Berthold IV. <berthold_6_graf_von_andechs_+_1204.html>Seit wann man sich mit dem Gedanken einerstaufisch-andechsischen Verbindung trug ist nicht bekannt. Die abschlie�enden Verhandlungen mit der Festsetzung der Mitgift d�urften sp�atestens im Februar 1208, als sich Herzog Otto VII. und Bischof Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html>bei K�onig PHILIPP in Stra�burg aufhielten, gef�uhrt worden sein. An den Hochzeitsfeierlichkeiten seiner Nichte mit dem meranischen Herzog am 21. Juni 1208 nahm auch K�onig PHILIPP teil. Die Anwesenheit des K�onigs verlieh dem Fest zus�atzlichen Glanz. Zugleich aber sollte sich mit diesem Tag das Schicksal des Hauses ANDECHS grundlegend wenden: K�onig PHILIPP fiel im Palast seines bisch�oflichen Verwandten, Ekberts von Andechs <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html>, einem Anschlag zum Opfer.Das Ger�ucht von der Ermordung des K�onigs verbreitete sich mit Windeseile im ganzen Land und war eine Woche sp�ater schon �uber die Alpen gelangt. Der Kardinalbischof Hugo von Ostia und Velletri, der sich bereits auf dem Weg nach Deutschland befand, um im Namen des Papstes mit dem STAUFER Frieden zu schlie�en, erhielt die Nachricht von PHILIPPS Ermordung in Mantua; er reiste nach Verona weiter, wo er N�aheres von einem Boten erfuhr, der vom Ort des Geschehens kam. Dessen Bericht stimmte weitgehend mit dem �uberein, was das Domkapitel von Trient dem Kardinallegaten bereits brieflich mitgeteilt hatte. Danach soll an jenem Ungl�uckstag Pfalzgraf Otto von Wittelsbach zusammen mit Markgraf Heinrich von Istrien <heinrich_2_markgraf_von_istrien_krain_+_1228.html> in den Palast gegangen sein, in dem der K�onig sich aufhielt. Nachdem der WITTELSBACHER an die T�ur des Gemachs geklopft hatte, in dem der K�onig ruhte, wurde er eingelassen, weil man glaubte, er werde den K�onig wie �ublich mit Scherz und Spiel unterhalten. Aber nichts dergleichen geschah; der WITTELSBACHER zog vielmehr sein Schwert, st�urzte sich auf den K�onig und durchbohrte ihn. Der Truchsess Heinrich von Waldburg wollte das Verbrechen verhindern, aber auch er habe eine t�odliche Wunde erhalten. Das waren die Worte des Boten aus Bamberg. Der Kardinalbischof sah keinen Anlass mehr, seine Reise nach Deutschland fortzusetzen und kehrte nach Rom zur�uck. Alle Hoffnungen, die die staufischen Parteig�anger in den letzten Jahren gehegt hatten, waren mit einem Schlag vernichtet.Dem M�order des K�onigs, Pfalzgraf Otto von Wittelsbach, gl�uckte die Flucht. Sein Verbrechen, das er wohl deshalb begangen hatte, weil der K�onig ihm eine seine T�ochter zur Frau versprochen, dies aber nicht eingehalten hatte, blieb vorerst unges�uhnt. Otto wurde erst im folgenden Jahr durch den Reichsmarschall Heinrich von Kalentin gefangen und auf der Stelle get�otet. Aber nicht nur gegen den WITTELSBACHER richtete sich die Wut der Anh�anger des Toten; auch Bischof Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html>, in dessen Palast der K�onig ermordet worden war, und sein Bruder, Markgraf Heinrich von Istrien <heinrich_2_markgraf_von_istrien_krain_+_1228.html>, der vielleicht mit der Sorge um die Sicherheit des K�onigs betraut gewesen war, gerieten in den Verdacht, am Tod PHILIPPS von Schwaben mitschuldig zu sein. Mochten sie am Anschlag auch nicht pers�onlich beteiligt gewesen sein, so konnten sie von ihm gewusst und ihn gebilligt haben. Da sie in der Stadt ihres Lebens nicht mehr sicher waren, beschlossen sie zu fliehen.Der fr�uhere Gegner des Ermordeten, K�onig OTTO, d�urfte die Nachricht vom Tod PHILIPPS in den ersten Julitagen erhalten haben; hatte es bislang den Anschein gehabt, als w�aren die Tage seines K�onigtums gez�ahlt, so wendete sich jetzt seine Lage. Mit dem Erzbischof von Magdeburg, der in den vergangenen Monaten den staufischen Hof aufgesucht hatte, konnte er ein Abkommen abschlie�en, Ende September auch mit den bislang auf der Seite PHILIPPS stehenden s�achsischen F�ursten. Am 11. November fand OTTO auf einem Reichstag in Frankfurt allgemeine Anerkennung.Der K�onig verh�angte �uber den M�order PHILIPPS die Reichsacht. Aber auch gegen Bischof Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html> und Markgraf Heinrich <heinrich_2_markgraf_von_istrien_krain_+_1228.html>wurde vorgegangen. Es war - der Papst hielt es K�onig OTTO sp�ater ausdr�ucklich vor - ein ungesetzliches Verfahren, bei dem den Beschuldigten keinerlei M�oglichkeit zur Verteidigung oder zur Darlegung ihrer Unschuld gegeben wurde. Am Ende stand, wie nicht anders zu erwarten, ebenfalls die Reichsacht. Die Strafe f�ur die Verurteilten war schwer: Ihre Reichslehen fielen an den K�onig zur�uck, und sie verloren jeglichen Besitz, alle Rechte, W�urden und Eink�unfte; auch diese standen dem Herkommen gem�a� dem K�onig zu. Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html> und Heinrich <heinrich_2_markgraf_von_istrien_krain_+_1228.html>waren somit fried- und rechtlos.Die treibende Kraft hinter diesen Vorg�angen war Herzog Ludwig von Bayern, auch er bislang ein entschiedener Anh�anger K�onig PHILIPPS von Schwaben. Der wittelsbachische Herzog hatte in den zur�uckliegenden Jahren allen Grund gehabt, den staufischen K�onig zu unterst�utzen. Das bayerische Herzogtum, das er als Sohn Herzog Ottos I. von Wittelsbach besa�, war dem Vater K�onig OTTOS, Herzog Heinrich dem L�owen, durch Kaiser FRIEDRICH I. aberkannt worden; ein siegreicher WELFE h�atte diese Entscheidung von 1180 wieder r�uckg�angig machen k�onnen. Ludwig von Bayern war sich dieser Gefahr bewusst und versuchte deshalb, die Freundschaft des neuen K�onigs zu gewinnen. Seine Hoffnungen gingen in Erf�ullung, denn K�onig OTTO best�atigte ihm noch in Frankfurt den erblichen Besitz seines bayerischen Herzogtums. Der WELFE kam aber Ludwig noch weiter entgegen. Der wittelsbachische Familienbesitz wurde durch den K�onigsmord in Bamberg nicht gemindert; so erhielt Ludwig zur herzoglichen W�urde die Lehen zugesprochen, die sein Verwandter Otto durch das Verbrechen anPHILIPP eigentlich verwirkt hatte.Aber nicht nur das Gut des K�onigsm�orders war ihm zugedacht; auch die Lehen des Markgrafen von Istrien bekam er zugesprochen. In gleicher Weise wurde �uber das Eigengut des ge�achteten ANDECHSERS verf�ugt. In Die�en �ubernahm ein herzoglicher Beamter die Verwaltung; der Graf von Valley, mit den WITTELSBACHERN verwandt, suchte in Ludwigs Auftrag die Tegernseer Besitzungen heim; und �ahnlich d�urfte man mit dem �ubrigen Gut der ANDECHSER verfahren sein, soweit es an den Markgrafen vererbt worden war und in Altbayern lag. Nichts deutet darauf hin, dass Herzog Ludwig bei seinem Vorgehen gegen die ANDECHSER nennenswerter Widerstand geleistet worden w�are. Allerdings konnte Ludwig nicht alle seine Erwerbungen behalten. Die Markgrafschaft Istrien musste er bereits im Januar 1209 zur�uckgeben, da Wolfger, der Patriarch von Aquileja, sie - gest�utzt auf �altere Rechtstitel - vom K�onig f�ur seine Kirche einforderte. Auch die Andechser Besitzungen im Inntal scheinen dem Zugriff des Herzogs nur teilweise offengestanden zu haben. Trotzdem war der Gewinn, den man aus K�onig PHILIPPS Ermordung zog, betr�achtlich: Alles, was an Andechser G�utern au�erhalb des Gebirges auf altbayerischem Gebiet lag, geh�orte jetzt dem wittelsbachischen Herzog.Herzog Otto VII. von Meranien stand von Anfang an nicht im Verdacht der Mitschuld an K�onig PHILIPPS Tod. Papst Innocenz III. hatte ihm schon im Sommer 1208 empfohlen, sich mit dem neuen Herrn, K�onig OTTO, ins Benehmen zu setzen; der Herzog war diesem Rat gefolgt. Bereits Anfang Januar 1209 fand er sich bei K�onig OTTO in Augsburg ein, und als der WELFE im Sommer des gleichen Jahres nach Rom zur Kaiserkr�onung zog, geh�orte der MERANIER zu seinem Gefolge. Herzog Otto hatte Grund, alles zu unterlassen, was als Unbotm�a�igkeit gegen�uber dem neuen Herrscher ausgelegt werden konnte - w�are es diesem doch ein Leichtes gewesen, die Schwierigkeiten zu vermehren, die der Gemahl der Pfalzgr�afin Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html>in seiner neuen burgundischen Herrschaft zu bew�altigen hatte. So scheint sich Herzog Otto VII. nach seiner Abreise aus Rom im Oktober 1209 in die Freigrafschaft Burgund begeben zu haben, um gegen Graf Stephan von Auxonne Krieg zu f�uhren. Graf Stephan stammte wie Herzog Ottos Gemahlin Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html> von dem 1102 verstorbenen Grafen Stephan von Macon, genannt Tete-Hardi ab; er hatte seinen Sohn Johann mit Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html> zu verheiraten gesucht und machte, nachdem ihm dies nicht gelungen war, jetzt Anspr�uche auf die Pfalzgrafschaft mit der Begr�undung geltend, sein Familienzweig stamme - anders als bei Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html> der Fall - in ununterbrochener m�annlicher Linie von jenem Grafen Stephan Tete-Hardi ab.Die K�ampfe mit dem Grafen d�urften sich �uber l�angere Zeit hingezogen haben und, wie �ublich, weniger in offenen Feldschlachten als vielmehr im Verw�usten und Niederbrennen des gegnerischen Landes bestanden haben. Erst am 18. Oktober 1211 konnte der Herzog von Burgund in seiner Hauptstadt Dijon zusammen mit dem Erzbischof von Besancon und dem Bischof von Langres einen Frieden vermitteln. Der Friedensvertrag war eher von der Ersch�opfung der Mittel gepr�agt, als dass die Probleme wirklich zu l�osen imstande gewesen w�are. Herzog Otto VII. von Meranien verzichtete auf Schadenersatz und erkl�arte dar�uber hinaus, die in der Freigrafschaft gelegenen G�uter des Grafen nicht zur�uckfordern zu wollen. Auch k�onne Johann, der Sohn Stephans, seine Burgen und Befestigungen behalten. Sollte der Graf aber durch Angeh�orige der Freigrafschaft - wohl wegen der im Krieg verursachten Sch�aden - vor dem Kaiser belangt werden, so w�urde sich Herzog Otto VII. beim Kaiser f�ur den Grafen verwenden und ohne das Einverst�andnis des Grafen keinen Frieden in dieser Angelegenheit mit dem Kaiser schlie�en. Bemerkenswert war der Zusatz, dass Otto von Meranien seine Freigrafschaft nur mit Zustimmung des Grafen Stephan verkaufen, verpf�anden oder vertauschen d�urfe. Solche Bestimmungen wurden bei Friedensschl�ussen normalerweise nicht in die Vertragsurkunde aufgenommen. Umso mehr k�onnten sie daher ein Hinweis auf andere Pl�ane des ANDECHSERS sein, die es n�otig machten, sich den R�ucken in Burgund freizuhalten. Tats�achlich scheint Herzog Otto seine burgundische Herrschaft bald verlassen zu haben. Es mochten ihm Nachrichten aus Deutschland zugegangen sein, die seine Anwesenheit in den Stammlanden der ANDECHSER erforderten.Im September 1211 hatten sich n�amlich auf Anraten des Papstes in N�urnberg Reichsf�ursten versammelt, die Kaiser OTTO IV., der sich immer noch in Italien befand und das unteritalienische K�onigreich bekriegte, f�ur abgesetzt erkl�arten und den jungen STAUFER FRIEDRICH II. aufforderten, nach Deutschland zum Empfang der K�onigskrone zu kommen. Als Kaiser OTTO IV. - er stand mit seinen Truppen gerade in Kalabrien und war im Begriff, nach Sizilien �uberzusetzen - die Nachricht von dem Aufstand erhielt, kehrte er sofort nach Deutschland zur�uck.Der junge STAUFER-K�onig, der nach den urspr�unglichen Pl�anen des Papstes eigentlich nicht auf den r�omischen K�onigs- und Kaiserthron h�atte gelangen d�urfen, nahm das Angebot der deutschen F�ursten an. Anfang 1212 verlie� er sein unteritalienisches K�onigreich, fand sich noch einmal beim Papst in Rom ein und zog dann weiter nach Norden, um Mitte September �uber den Comer See, Chur und St. Gallen nach Konstanz zu gelangen. Kaiser OTTO IV. war �uber das Kommen seines Gegners unterrichtet. Von Th�uringen aus zog er im August seinem Konkurrenten entgegen und traf im September in �Uberlingen ein. Aber es war zu sp�at, denn der STAUFER hatte schon Aufnahme im wohlbefestigten Konstanz gefunden. Auch ein zweiter Versuch, den Gegner bei Breisach zu stellen, misslang. FRIEDRICH II. fand, unterst�utzt von den staufischen Parteig�angern in Schwaben und am Oberrhein, rasch Anerkennung in weiten Teilen S-Deutschlands. Am 5.Dezember lie� er sich in Frankfurt erneut zum K�onig w�ahlen, am 9. Dezember in Mainz durch den Erzbischof kr�onen.Auf dem Hoftag, den FRIEDRICH f�ur Ende Februar 1213 in N�urnberg einberufen hatte, fand sich auch Herzog Otto VII. von Meranien ein. Seither war Otto VII. ein treuer Parteig�anger seines Verwandten. Als er sich im Juni 1214 bei K�onig FRIEDRICH II. in Eger aufhielt, war das K�onigtum des STAUFERSzwar immer noch nicht allgemein anerkannt, doch sollte sich Kaiser OTTOS IV. Schicksal bald entscheiden: nicht im Kampf mit K�onig FRIEDRICH II., sondern auf dem Schlachtfeld bei Bouvines in Frankreich. Dort stie�en wenige Wochen sp�ater die Heere K�onig Philipps II. von Frankreich und K�onig Johanns von England aufeinander. Johann wurde vernichtend geschlagen, mit ihm aber auch sein Neffe, Kaiser OTTO IV., der dem Onkel mit eigenen Truppen zu Hilfe geeilt war. Der Reichsadler fiel dem franz�osischen K�onig in die H�ande, der ihn seinem Verb�undeten, K�onig FRIEDRICH II., zusandte. Der geschlagene Kaiser aber zog sich zuerst nach K�oln, dann in seine s�achsischen Stammlande zur�uck. Seine Rolle als Herrscher, mochten seine Anh�anger es auch nicht sogleich wahrhaben, war damit zu Ende gegangen. 3 Jahre sp�ater, am 19. Mai 1218, starb OTTO.K�onig FRIEDRICH II. hatte, obgleich er selbst nicht auf dem Schlachtfeld war, in Bouvines einen Sieg �uber seinen Rivalen errungen. Nun galt es, das unverhoffte Gl�uck zu nutzen und die Anh�anger des Gegners in raschen Feldz�ugen niederzuringen. Auch der Herzog von Meranien war wieder zur Stelle. Er nahm am Kriegszug teil, der Mitte August an den Niederrhein f�uhrte, besuchte im November den Reichstag zu Basel, auf dem vornehmlich burgundische Angelegenheiten verhandelt wurden, und zog zu Beginn des Jahres 1215 mit dem K�onig in die els�assischen Lande. Als sich FRIEDRICH II. im Sommer 1215 in Aachen erneut kr�onen lie�, war Herzog Otto wiederum in seinem Gefolge. Seither wurde er in den Urkunden des STAUFERS nicht nur als Herzog von Meranien, sondern auch als Pfalzgraf von Burgund bezeichnet. Offensichtlich war er am Kr�onungstag des K�onigs, der altem Brauch folgend bei dieser Gelegenheit bedeutsame Regierungshandlungen vorzunehmen pflegte, f�ormlich mit seiner burgundischen Freigrafschaft belehnt worden.Noch einmal, im Fr�uhjahr 1218, nahm Otto an einem Kriegszug seines Herrn - er f�uhrte diesmal nach Lothringen - teil. Damit hatte er seine milit�arischen Pflichten am K�onigshof erf�ullt, doch auch in Zukunft war ihm kein ruhiges Leben beschieden. Schon im Sommer 1217 hatte er sich zusammen mit seinem Bruder Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html> im Gefolge seines Schwagers, des ungarischen K�onigs, auf den Kreuzzug begeben, von dem er allerdings bereits Anfang 1218 wieder zur�uckkehrte. Das Unternehmen war schlecht organisiert gewesen und ohne gr�o�ere Erfolge geblieben. Auch hatte es K�onig Andreas vorgezogen, bei seinem Verwandten Bohemund von Antiochien Feste zu feiern und den Kampf gegen die muslimischen Machthaber seinen Untergebenen, insbesondere dem Schatzmeister Dionys, zu �uberlassen. Immerhin hatte Herzog Otto damit ebenso wie sein Bruder Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html> das Kreuzzugsgel�ubde erf�ullt, das er bei der Aachener Kr�onung FRIEDRICHS II. zusammen mit vielen anderen Reichsf�ursten abgelegt hatte.Was den Herzog vor allem beanspruchte, war das burgundische Erbe seiner Frau. Es verging kaum ein Jahr, in dem er sich nicht �uber Monate hinweg in dem so weit von seinem angestammten Besitz entfernten Land aufhalten musste. Aber so sehr er sich bem�uhte, Ordnung in jener s�udwestlichen Ecke des Heiligen R�omischen Reiches zu schaffen und die Rechte des Herrn der Freigrafschaft zu wahren: ein dauerhafter Erfolg wollte sich nicht einstellen. Graf Stephan von Auxonne und dessen Sohn Johann lie�en sich nicht bezwingen, auch standen beide mit dem Grafen Heinrich von Vienne, ebenfalls einem Abk�ommling jenes Grafen Stephan Tete-Hardi, im Bunde. Zum Schluss - es muss im Jahr 1225 gewesen sein - sah der MERANIER ein, dass es eines Herrn bedurfte, der gef�urchteter war als er, sollte endlich Ruhe ins Land einkehren. Dieser fand sich in der Person Theobalds, des Grafen von der Champagne, eines Lehensmann des franz�osischen K�onigs.Mit ihm schloss Otto im Januar 1226 einen Vertrag, in dem sich der Graf verpflichtete, dem Herzog gegen seine Feinde beizustehen. Dazu wurde die Ehe zwischen Otto <otto_2_herzog_von_meran_+_1248.html>, dem unm�undigen Sohn des Herzogs, und Blanche, der Tochter des Grafen von der Champagne, verabredet. Sobald Herzog Ottos Sohn das 14. Lebensjahr erreicht hatte, sollte die Hochzeit stattfinden, bei der diesem auch die Freigrafschaft mit s�amtlichen Rechten und Eink�unften �ubergeben werden musste. Lediglich eine j�ahrliche Rente in H�ohe von 300 Pfund sowie eine nicht stark befestigte Burg f�ur eine Tochter des Herzogs sollen davon ausgenommen sein. Die Folgen dieses B�undnisses zeigten sich bald. Im Juni 1227 wurde ein Frieden geschlossen, den der Kardinaldiakon von Sant'Angelo, Romanus, zustandegebracht hatte. Graf Stephan musste Lehensmann des Herzogs werden und damit als Vasall seinem Lehensherrn die Treue halten. Der Ausgleich mit dem Grafen von Vienne aber wurde bezeichnenderweise den Schiedsspruch des Grafen von der Champagne anheim gestellt.Anfang November 1227 war schlie�lich auch die Bezahlung der Kriegskosten geregelt. Die Kl�oster Vaux-sur-Poligny und Baume-les-Messieurs erhielten f�ur die erlittenen Sch�aden eine Wiedergutmachung. Dem Grafen von der Champagne wurde die Freigrafschaft in vollem Umfang f�ur 15.000 Pfund Stephaner Pfennige, der dort g�ultigen W�ahrung, �ubergeben. Der Graf sollte sie zusammen mit ihren Eink�unften verwalten, wobei er 2 Drittel der ihm zuflie�enden Gelder als Ersatz f�ur die laufenden Unkosten behalten durfte, w�ahrend das restliche Drittel zur Abzahlung der Schuldsumme verwendet werden musste. Damit waren letztlich Verzinsung und Tilgung der Kriegsschulden des Herzogs gesichert, auch wenn das aufgrund des kirchlichen Zinsverbotes in den Urkunden nicht deutlich zum Ausdruck kam. Wie lange der Graf von der Champagne die Freigrafschaft als Pfand besa�, ist nicht bekannt; wenn nicht alles t�auscht, scheint die Pfandschaft bis 1242 gedauert zu haben. Die im Januar 1226 verabredete Ehe wurde im �ubrigen nicht geschlossen. Blanche, die Tochter des Grafen, heiratete sp�ater den K�onig von Portugal, w�ahrend Ottos Sohn, Herzog Otto VIII. <otto_2_herzog_von_meran_+_1248.html>, sich mit Elisabeth, der Tochter Graf Alberts von Tirol, verm�ahlte. Doch das �anderte nichts daran, dass die Freigrafschaft seit dem Sp�atherbst des Jahres 1227 �uber lange Zeit hinweg dem Haus ANDECHS nicht zu Gebote stand.Es ist m�u�ig zu fragen, ob das burgundische Erbe wirklich die Anstrengungen lohnte, die Herzog Otto VII. darauf verwandte. Gewiss hatte der MERANIER sein Geld und seine Kr�afte �uber Jahre hinweg f�ur eine Herrschaft verwendet, �uber die er zu guter Letzt nicht mehr bestimmen konnte; auch hatte er es dar�uber sogar zum Streit mit dem Erzbischof kommen lassen, der ihn 1222 exkommunizierte: ein Gl�ucksfall �ubrigens, wie es scheint, f�ur eine Reihe fr�ankischer und bayerischer Kl�oster, in denen der Herzog und die Herzogin - offenbar als Bu�e f�ur ihren Ungehorsam gegen�uber dem Erzbischof - am 23. Oktober 1223 einen Jahrtag stifteten. Trotzdem wird man behaupten d�urfen, dass die burgundische Mitgift ein Gewinn f�ur das ANDECHSER Geschlecht war. Abgesehen vom Besitz des vornehmen Titels, der in der adeligen Gesellschaft eine hohe Wertsch�atzung hatte, ist auf das Erbe, das Alice, <adelheid_von_meran_pfalzgraefin_von_burgund_+_1279.html> eine der T�ochter des Herzogs nach dem Tod ihres Bruders Otto VIII. <otto_2_herzog_von_meran_+_1248.html> antreten konnte, zu verweisen.Das Einvernehmen, das kurze Zeit zwischen den ANDECHSER Br�udern und Herzog Ludwig I. von Bayern geherrscht hatte, blieb nicht ungetr�ubt; es hatte in der Zwischenzeit vielmehr ein tiefes Zerw�urfnis gegeben, das diesmal nicht mit wittelsbachischem Gewinnstreben zu tun hatte, sondern in den unterschiedlichen Ansichten �uber die Pflichten eines Reichsf�ursten begr�undet lag. Kaiser FRIEDRICH II. hatte n�amlich Anfang September 1227 den von ihm schon lange der Kurie zugesicherten Kreuzzug von Brindisi aus angetreten. Doch musste er das Unternehmen bereits nach 3 Tagen wieder abbrechen, da in seinem Heer eine Seuche ausgebrochen war, der unter anderem der Landgraf von Th�uringen, der Ehemann der heiligen Elisabeth, zum Opfer fiel. Papst Gregor IX., weitaus h�arter als sein Vorg�anger Honorius III., sah in dem Abbruch eine Verletzung gegebener Zusagen und verh�angte �uber den Kaiser den Kirchenbann, den dieser jedoch unbeachtet lie�. FRIEDRICH II. schiffte sich zu Beginn des Sommers 1228 erneut ein, um Anfang September in Akkon an Land zu gehen und im Februar 1229 einen Vertrag mit dem Sultan von �Agypten zu schlie�en, der - ohne Blutvergie�en zustandegebracht - den Christen Jerusalem sowie einige andere Orte �offnete. In der Zwischenzeit hatte freilich der Papst die Abwesenheit des Kaisers benutzt, um ein p�apstliches Heer nach Unteritalien zu schicken und Teile des K�onigreichs zum Abfall von FRIEDRICH II. zu bewegen.Auch in Deutschland arbeiteten p�apstliche Boten gegen den Kaiser, und wieder glaubte Herzog Ludwig I. von Bayern, im raschen Wechsel des Herrn seinen Vorteil finden zu k�onnen. Er t�auschte sich diesmal. Bischof Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html>und Berthold von Aquileja <berthold_7_patriarch_von_aquileia_+_1251.html>gingen nach Ungarn, um ihren Schwager, K�onig Andreas, von einer Unterst�utzung des Papstes abzuhalten. Der inzwischen vollj�ahrige K�onig HEINRICH (VII.) war seit Weihnachten 1228 mit seinem ehemaligen Vormund Ludwig I. von Bayern verfeindet und �uberzog die wittelsbachischen Besitzungen an der Donau mit Krieg. Von Westen her marschierten meranische Truppen - wohl unter dem Kommando Herzog Ottos VII. - gegen den WITTELSBACHER, der bereits im August 1229 um Frieden bitten musste.Dieser Friedenschluss hatte f�ur die ANDECHSER insofern Bedeutung, als ihnen vielleicht erst jetzt die Formbacher G�uter am unteren Inn ausgeliefert werden mussten. Dort blieben sie freilich nicht lange; noch im gleichen Jahr gelangten sie zusammen mit dem angekauften und ererbten Krainer Besitz als Mitgift an Agnes <agnes_von_andechs_meranien_herzogin_von_oesterreich_+_1263.html>, die Tochter Herzog Ottos VII., anl�asslich ihrer Heirat mit Friedrich, dem Sohn Herzog Leopolds VI. von �Osterreich, die ebenfalls 1229 gefeiert wurde. Herzog Leopold VI., ein alter Freund der ANDECHSER, konnte um die gleiche Zeit den Freisinger Bischof bewegen, ihn mit den Besitzungen seiner Kirche in Krain, die Markgraf Heinrich von Istrien <heinrich_2_markgraf_von_istrien_krain_+_1228.html> bislang besessen hatte, gegen Zahlung von 1.500 Mark Silber zu belehnen. Ein neues Zentrum babenbergischer Macht schien sich damit im �ostlichen Alpenraum abzuzeichnen, was nicht zuletzt auch im Titel "dominus Carniolae", "Herr von Krain", zum Ausdruck kam, den der Gemahl der ANDECHSERIN, der seinem Vater 1230 im Herzogtum folgte, seitdem f�uhrte.Als die andechsisch-babenbergische Hochzeit gefeiert wurde, war der Kaiser wieder in Unteritalien eingetroffen. Auf die Kunde vom p�apstlichen Einfall in seinem K�onigreich hatte er Pal�astina verlassen, um bereits im Juni 1229 in Brindisi zu landen und die in Feindeshand gefallenen Provinzen binnen kurzem zur�uckzuerobern. Von einem Einfall in den Kirchenstaat nahm er Abstand; vielmehr bot er dem Papst Verhandlungen an, die im Sommer 1230 zum Frieden f�uhrten. Dass der Ausgleich mit der Kirche so rasch gelang, lag an der nachgiebigen Haltung des Kaisers und dem Verhandlungsgeschick, das Hermann von Salza, der Hochmeister des Deutschen Ordens, bewies. Aber auch die ANDECHSER hatten ihren Anteil daran: Otto und Ekbert <ekbert_bischof_von_bamberg_+_1237.html> fanden sich zusammen mit anderen Reichsf�ursten zu Beginn des Jahres 1230 beim Kaiser ein, um mit p�apstlichen Vertretern die Bedingungen f�ur die Befreiung des Kaisers vom Bann auszuhandeln.Auch in der Folgezeit rief der Kaiser die Andechser F�ursten immer wieder an seinen Hof. FRIEDRICHS Sohn, K�onig HEINRICH, betrieb durch die Beg�unstigung des niederen Adels und der Reichsministerialit�at, nicht zuletzt auch durch die F�orderung der Selbst�andigkeitsbestrebungen der Bischofsst�adte eine Politik, die ihn in Konflikt mit den Reichsf�ursten brachte.FRIEDRICH II., der in seinem unteritalienischen K�onigtum �ahnliche Ziele, wenngleich mit anderen Mitteln verfolgte, konnte mit R�ucksicht auf seine oberitalienische Politik ein solches Verhalten nicht hinnehmen und lud seinen Sohn daher 1231 auf einen Hoftag nach Ravenna, um die Misshelligkeiten zu bereinigen. Der Ort des Treffens, auf halbem Weg zwischen Deutschland und Unter-Italien gelegen, war nicht von ungef�ahr gew�ahlt; von hier aus konnte man sich n�amlich bei einem etwaigen Angriff lombardischer Truppen rasch im nahen Patriarchenstaat in Sicherheit bringen. Der Aufenthalt beim Kaiser - alle drei ANDECHSER hatten sich eingefunden - dauerte l�anger als geplant. K�onig HEINRICH (VII.) lie� sich erst auf Dr�angen der Reichsf�ursten hin bewegen, im April 1232 in Aquileja vor den Kaiser zu treten. Die F�ursten vermittelten eine Auss�ohnung zwischen HEINRICH und seinem Vater, die freilich eher einer Kapitulation glich. Der K�onig musste beeiden, dem Vater in Zukunft zu gehorchen. Die F�ursten aber schworen dem Kaiser, ihm gegen seinen Sohn beizustehen, wenn dieser seine Zusagen nicht einhalte.In dieser Zeit wurden auch Fragen entschieden, die die Andechser Br�uder betrafen. Der Patriarch erhielt ein kaiserliches Privileg, in dem alles f�ur ung�ultig erkl�art wurde, was Bertholds Untertanen zum Schaden seiner Herrschaft ver�ubt hatten. Herzog Otto VII. nutzte die Zeit, um mit Bischof und Domkapitel von Brixen wegen der Kirchenlehen zu verhandeln, die seit den Zeiten seines Gro�vaters, Markgraf Bertholds III. <berthold_5_graf_von_andechs_diessen_+_1188.html>, im Besitz der Familie waren, nach K�onig PHILIPPS Ermordung seinem Bruder jedoch aberkannt worden waren. Diese Gespr�ache f�uhrten dazu, dass der Herzog auf seine R�uckreise vom kaiserlichen Hof - wohl im Juni 1232 - in Brixen von Bischof Heinrich mit den Grafschaften im unteren Inntal sowie im Pustertal belehnt wurde und au�erdem alles wieder erhielt, was schon sein Vater und sein Bruder besessen hatten.Allein die Verleihung der Vogtei �uber das Hochstift Brixen machte Schwierigkeiten, da es sich mittlerweile in H�anden Graf Alberts III. von Tirol befand; doch sollte dar�uber ein Schiedsgericht befinden. Herzog Otto VII. musste sich als Gegenleistung daf�ur verpflichten, dem Hochstift seinen Markt Innsbruck und das Dorf Amras zu �ubereignen oder ersatzweise 250 Mark Silber zu zahlen. Diese Zusage war freilich ohne das Wissen der Br�uder gemacht worden, die sp�ater offenkundig nicht bereit waren, auf ihre Rechte an den Ortschaften zu verzichten. So musste der Herzog dem Bischof die vereinbarte Summe zahlen. In den Besitz der Hochstiftvogtei scheint Herzog Otto VII. nicht mehr gekommen zu sein. Aber soviel d�urfte sicher sein, dass Verhandlungen zwischen ihm und dem Grafen von Tirol in der Folgezeit stattfanden. Graf Albert III. von Tirol war f�ur den Herzog nicht zuletzt deshalb ein gefragter Verhandlungspartner, als dieser lediglich zwei T�ochter hatte, die nach seinem Tod zu gleichen Teilen erben w�urden. Der Herzog aber hatte neben vielen T�ochtern einen noch unm�undigen Sohn. So ist anzunehmen, dass bereits damals der Plan gefasst wurde, Otto <otto_2_herzog_von_meran_+_1248.html>, den Sohn des Herzogs, mit Elisabeth, der Tochter des Grafen, zu verehelichen. Vielleicht war dabei auch schon f�ur den Fall des Todes von Herzog Otto VII. der zuk�unftige Schwiegervater Ottos zu einem seiner Vorm�under bestimmt worden. Der Andechs-Tiroler Ehehandel k�onnte im �ubrigen Grund daf�ur gewesen sein, dass sich Herzog Otto VII. im Februar 1234 ein letztes Mal an den Hof K�onig HEINRICHS (VII.) begab, ehe er am 7. Mai 1234 starb. Seine letzte Ruhest�atte fand er wie seine 1231 verstorbene Frau Beatrix <beatrix_von_burgund_herzogin_von_meranien_+_1231.html> nicht in Die�en, sondern im Kloster Langheim. 21.6.1208 1. oo Beatrix von Burgund, Tochter des Pfalzgrafen Otto I. 1192-7.5.1231 Enkelin BARBAROSSAS 1232 2. oo 1. Sophie von Anhalt, Tochter des F�ursten Heinrichs I. - 1272/74 2. oo Siegfried Graf von Reinstein - 3. oo Otto der J�ungere Graf von Hadmarsleben - Kinder: 1. Ehe Otto II. Herzog von Meran um 1218-19.6.1248 Agnes Erbin von Sch�arding und Ried um 1215-7.1.1263 1229 1. oo 2. Friedrich II. Herzog von �Osterreich -1240 1211-15.6.1246 1248/50 2. oo Ulrich III. Herzog von K�arnten -27.10.1269 Beatrix Erbin von Kulmbach-Plassenburg - nach 14.11.1265 oo Hermann II. Graf von Orlam�unde -27.12.1247 Margarete Erbin von Schle�itz und Giech -25.10.1271 25.9.1232 1. oo Premysl Markgraf von M�ahren -16.10.1239 2.6.1240 2. oo Friedrich Graf von Truhendingen -30.8.1274 Adelheid Pfalzgr�afin von Burgund -8.3.1279 Evian 1239 1. oo Hugo Graf von Burgund-Salins - 1266 11.6.1267 2. oo Philipp Graf von Savoyen, Bruder Peters - 1285 Elisabeth Erbin von Hof und Bayreuth -18.12.1272 oo Friedrich II. Burggraf von N�urnberg -14.8.1297 Kadolzburg Literatur: -----------Die Andechs-Meranier in Franken. Europ�aisches F�urstentum im Hochmittelalter. Verlag Philipp von Zabern Mainz 1998 Seite 30,33, 36-43,62-64,66,81,83-86,111,116,118-120,132,149,163,165,170-172,183,18 6-189,197,213,220,251,266,271,285,308,326,328,335 -Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von �Osterreich 976-1246, B�ohlau Verlag Wien-K�oln-Weimar 1992, Seite 198, 213,216,397 A 63;400 A 10 - St�urner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die K�onigsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 130,151,218 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 66,71,156 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 6,51,61,380,483,513 - Winkelmann, Eduard: Jahrb�ucher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite I 469 II 134,161,164,212,269,280,304,307,323,340,393, 450,454 - Downloaded from rootsweb John Kubik's tree


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