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Notes
a. Note:   Mittelalter DE.dir\sophia_von_thueringen_herzogin_von_brabant_+_1275.html Sophia von Th�uringen Herzogin von Brabant ----------------------- 20.3.1224-29.5.1275 Wartburg Marburg�Alteste Tochter des Landgrafen Ludwig IV. der Heilige von Th�uringen <ludwig_4_der_heilige_landgraf_von_thueringen_+_1227.html> und der Elisabeth der Heiligen von Ungarn <elisabeth_die_heilige_landgraefin_von_thueringen_+_1231.html>, Tochter von K�onig Andreas II. Hilmar Schwarz ----------------- "Die Ludowinger - Aufstieg und Fall"Alle weltlichen Anw�arter leiteten ihre Forderungen also von weiblichen Linien der LUDOWINGER <ludowinger.html> ab. Die beiden geistlichen Herren erstrebten nat�urlich nicht die landgr�aflichen Titel, sondern bestimmte Besitzungen und Rechtsanspr�uche. Bevor die beiden Hauptrivalen, Sophie und Heinrich der Erlauchte, aufeinandertrafen, mu�ten sie sich zun�achst in ihren Einflu�bereichen durchsetzen.Sophie strebte die Herrschaft �uber Hessen und Heinrich der Erlauchte die Macht�ubernahme in Th�uringen an. Beide machten sich ihre Ambitionen gegenseitig eigentlich nie ernsthaft streitig; nur wegen des Territoriums um Eisenach/Wartburg gerieten sie aneinander. Kriegsz�uge in die Tiefe des jeweils anderen Erbfolgers unternahmen sie kaum, und der WETTINER beanspruchte nie den Titel eines hessischen Landgrafen. Der th�uringisch-hessische Erbfolgekrieg war keine Auseinandersetzung dieser beiden Parteien um das ludowingische Gesamterbe, sondern ein Kampf um das Bestehen beziehungsweise die Ausformung der Landgrafschaften Th�uringen und Hessen, die einerseits von anderen F�ursten wie den Braunschweigern, den Anhaltinern und den Erzbisch�ofen von Mainz bedroht waren, weil diese den Gewinn von Land und Eink�unften anstrebten. Andererseits versuchten die einheimischen Grafen in Hessen und Th�uringen, ihre Positionen gegen die Landgrafschaften zu verbessern.In Hessen befand sich anfangs der Mainzer Erzbischof in der Vorhand, da er die Abwesenheit der Landgrafenfamilie nutzte, um seine H�ande auf die den LUDOWINGERN <ludowinger.html> �ubertragenen Kirchenlehen zu legen. Eine erste brabantische Expedition traf im Mai 1247 ein, ohne dass es vorerst zu kriegerischen Verwicklungen kam, und Herzog Heinrich von Brabant erschien selbst, um im Namen seiner Gattin Sophie<sophia_von_thueringen_herzogin_von_brabant_+_1275.html>und seines Sohnes Heinrich das ludowingische Erbe anzutreten. Er suchte Marburg auf - die Stadt der heiligen Elisabeth <elisabeth_die_heilige_landgraefin_von_thueringen_+_1231.html>, wo besonders Sophie die Verehrung f�ur ihre Mutter zur Festigung ihrer Macht auszunutzen verstand. Nach dem Tode ihres Gatten am 1. Februar 1248 mu�te sie die Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Durch Zugest�andnisse an den Deutschen Orden und die Entgegennahme von Huldigungen hessischer Orte versuchte sie, den Einflu� des Mainzer Erzbischofs zur�uckzudr�angen. Durch den Tod des energischen Siegfried III. am 9. M�arz erhielt sie die notwendige Entlastung, um den hessischen Adel unter ihre Botm�a�igkeit zu bringen.Wie Sophie in Hessen, so hatte auch Heinrich der Erlauchte in Th�uringen erhebliche Schwierigkeiten zu �uberwinden. Unproblematisch erwies sich noch die Abfindung f�ur Hermann von Henneberg, der sich mit Schmalkalden zufriedengab und zeitweilig sogar Heinrich den Erlauchten in Th�uringen vertrat. In den bewaffneten K�ampfen, die Anfang 1248 begannen, konnte sich der mei�nische Markgraf auf den landeskundigen Schenken Rudolf von Vargula st�utzen, der schon den LUDOWINGERN <ludowinger.html>gedient hatte. Die wettinischen Truppen konnten mehrere Gefechte gegen th�uringische Grafen siegreich gestalten - am 26. Januar 1248 vor Neumark und am 11. Februar 1248 bei Mittelhausen, beide Orte nahe Erfurt gelegen, sowie 1249 bei Gotha -, so dass ein Gro�teil des th�uringischen Adels am 1. Juli 1249 im Vertrag von Wei�enfels Heinrich den Erlauchten als Nachfolger der ludowingischen Landgrafen anerkannte. Am 28. Februar 1250 wurde im th�uringischen Gerichtsort Mittelhausem ein Landfrieden beschworen, wobei der WETTINER den Vorsitz f�uhrte und damit seiner Stellung als neuer Landesherr Nachdruck verschaffte.Im Norden konnte er die Anhaltiner, insbesondere den Grafen Siegfried von Anhalt aus der Pfalzgrafschaft Sachsen verdr�angen. Eine wichtige Vorentscheidung gegen diese Rivalen bedeutete es, dass er nach wechselhaftem Verlauf im Juli 1248 Burg und Stadt Wei�ensee behaupten konnte. Dagegen konnte er nicht verhindern, dass der braunschweigische Herzog Otto sowohl in nordhessische Gebiete um G�ottingen als auch ins Werraland eindringen konnte.Im Februar 1250 trafen Sophie von Brabant und Heinrich von Mei�en auf der Wartburg aufeinander und einigten sich am 2. M�arz auf einen Vertrag. Der mei�nischen Markgraf �ubernahm die Vormundschaft �uber Sophies Sohn Heinrich. F�ur sein M�undel sollte er die Verantwortung �uber Hessen und die Wartburg tragen. Der Vergleich best�atigt, dass beide Parteien im Grunde ihre Interessen gegenseitig akzeptierten; nur das Gebiet um Eisenach und die Wartburg sollte sich sp�ater als umstritten erweisen. In 1. Linie richtete sich die Vereinbarung gegen den gemeinsamen Rivalen - das Herzogtum Mainz.In den folgenden Jahren konnten sowohl Sophie in Hessen als auch Heinrich in Th�uringen ihre Herrschaft festigen. Der WETTINER nutzte 1252 einen Aufenthalt K�onig WILHELMS von Holland (1247-1256), um sich f�ormlich mit der Landgrafschaft belehnen zu lassen. Weiterhin mu�te ihm Erzbischof Gerhard (1251-1259) im Vergleich von Udestedt (oder Ottstedt?) 1254 die mainzischen Lehen in Th�uringen und Hessen �uberlassen. Gerhard hatte vorher gegen Sophie und Heinrich den Erlauchten den Kirchenbann und gegen ihre L�ander das Interdikt - Verbot kirchlicher Handlungen - verh�angt, war jedoch am p�apstlichen Einspruch gescheitert.Sophie suchte in den braunschweigischen WELFEN Verb�undete und verm�ahlte 1254 ihre Tochter Elisabeth mit Herzog Albrecht. Ob es damals bereits zu einem grundlegenden Zerw�urfnis mit Heinrich dem Erlauchten kam, scheint allerdings zweifelhaft. Eine Lokalsage malt aus, dass beide um 1253 nach einer dramatischen Begegnung im Eisenacher Dominikanerkloster im Streit auseinandergegangen w�aren, doch von einem Krieg in den n�achsten Jahren zwischen ihnen wissen wir nichts. Statt dessen schlug sich das braunschweigisch-brabantische Lager mit dem ehrgeizigen Mainzer Erzbischof Gerhard herum, der zweimal (1256 und 1258) in Gefangenschaft geriet, w�ahrend Heinrich der Erlauchte die wettinische Macht in Th�uringen soweit gefestigt hatte, dass er etwa Mitte der 50-er Jahre das Land seinem Sohn Albrecht �uberlassen konnte.Den eigentlichen Kulminationspunkt erreichte der th�uringisch-hessische Erbfolgekrieg um das Jahr 1260, als der auf 10 Jahre befristete Eisenacher Vertrag von 1250 auslief und noch vorhandene brabantisch-wettinische Interessenunterschiede zum bewaffneten Kampf umschlugen. In Vorbereitung der Auseinandersetzung wurde das brabantisch-braunschweigische B�undnis 1258 untermauert, als die Schwester Herzogs Albrechts, Adelheid, mit dem hessischen Landgrafen Heinrich, Sophies Sohn verlobt wurde; 1263 erfolgte die Verm�ahlung. Der einsetzende Krieg tobte um den Grenzraum zwischen Th�uringen und Hessen. Um 1258 besetzte der Braunschweiger eine Reihe wichtiger Werrast�adte, und im n�achsten Jahr r�uckte Sophie mit Truppen ihres Verb�undeten in Th�uringen ein. Die Stadt Creuzburg wurde belagert und einge�aschert, Eisenach ergab sich freiwillig. Die Legende berichtet, wie Sophie mit einem Beil ein Stadttor einkerbte, was noch �uber Jahrhunderte zu sehen war. Auf der Wartburg konnte sich die mei�nische Besatzung nicht nur halten, sondern sogar zum Gegenangriff �ubergehen und irgendwann zwischen 1261 und 1286 Eisenach zur�uckerobern. Nach einer allerdings zweifelhaften �Uberlieferung war die Wartburg mit einem neuartigen Wurfger�at, einer Blide, beschossen worden, mit der man gro�e Steine schleudern konnte. Der Eisenacher B�urgermeister Velsbach hatte besonders gegen die WETTINER geeifert, und diese wu�ten ihren Gegner zu strafen. Er wurde auf die erbeutete Bilde gezwungen und von der Wartburg aus ins Tal katapultiert. Erst beim 3. Aufprall hauchte er sein Leben aus, r�ochelte aber noch zuletzt: 'Und das Land Th�uringen geh�ort doch dem Kinde von Brabant!' Der Velsbachstein unterhalb der Wartburg blieb als steinerner Zeuge der Untat erhalten.Damals entschied sich, dass das Gebiet um Eisenach und die Wartburg nicht zu Hessen, sondern zu Th�uringen geh�ort. Sophie mu�te ihre Ambitionen in Richtung Osten nicht zuletzt deswegen aufgeben, weil in ihrem R�ucken der neue Mainzer Erzbischof Werner (1259-1284) alte Rechnungen aufmachte und die Kirchenlehen zur�uckforderte. Dieser belegte 1261 Sophie und ihren Sohn mit dem Kirchenbann und band die landgr�aflich-hessischen Kr�afte in den n�achsten beiden Jahren, bis er im September 1263 im Feldlager von Langsdorf, in der N�ahe von Gie�en, Frieden schlie�en und auf seine Forderungen verzichten mu�te.Im Oktober 1263 unternahm der braunschweigische Herzog einen letzten Angriff auf wettinisches Gebiet, indem er ins Osterland vorstie� und das Gebiet um Naumburg/Merseburg schwer verw�ustete. Ihm trat der Schenk von Vargula entgegen, der sein Aufgebot durch Soldaten der beiden Markgrafens�ohne Albrecht der Entartete und Dietrich von Landsberg verst�arkt hatte. Durch einen n�achtlichen �Uberfall konnte der wettinische Heerf�uhrer seine �uberraschten Gegner am 27. Oktober 1263 bei Besenstedt, in der N�ahe von Wettin, entscheidend schlagen und Herzog Albrecht von Braunschweig gefangennehmen. Es sollte die letzte nennenswerte Schlacht des th�uringisch-hessischen Erbfolgekrieges gewesen sein, der Einwohner und Ortschaften beider L�ander �uber ein Jahrzehnt schwer mitgenommen hatte. Der Rest wurde in Verhandlungen ausgetragen. erweitert werden. 1240 oo 2. Heinrich II. der Gro�m�utige Herzog von Brabant um 1193/94-1.2.1248 Kinder: Maria 1239-18.1.1256 2.8.1254 oo Ludwig II. Herzog von Bayern 1229-1.2.1294 Margarete Nonne im Kloster Herzogenthal -14.3.1277 Elisabeth 1243-9.10.1261 13.7.1254 oo Albrecht I. Herzog von Braunschweig 1236-15.8.1279 Heinrich I. das Kind Landgraf von Hessen 24.6.1244-21.12.1308 Literatur: ----------Goez, Werner: Lebensbilder aus dem Mittelalter. Die Zeit der Ottonen Salier und Staufer. Primus Verlag Darmstadt 1998, Seite 480-498 - Downloaded from rootsweb John Kubik's tree


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